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Die Unternehmenskrise aus der Sicht des Geschäftsführers
Vermeidung der Insolvenz
Florian Manzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Jörg Finsinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15778
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30165.11478.915969-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Schlagzeilen über Unternehmenskrisen reißen nicht ab: „Kreditschützer: Gipfel der Pleitewelle nicht erreicht“ , „Firmenpleiten werden heuer steigen“ , „Cosmos steht vor Zerschlagung“ , „A- Tec: Warten auf Sanierungsplan“ , „Grundig: Vom Ausgleich in den Konkurs“ , „Trauerspiel ist zu Ende: Libro meldet Konkurs an“ . In der Vergangenheit und gegenwärtig sind die Zeitungen gefüllt mit derartigen Schlagzeilen über nationale und internationale Unternehmenszusammenbrüche. In Fachkreisen wird sogar schon von einer Insolvenzwelle gesprochen, welche durch diverse Statistiken in vergangen Jahren bestätigt wird. Gemäß einer jährlich erscheinenden Statistik des Kreditschutzverbandes (KSV) wurden im Jahr 2010 insgesamt 6.376 Unternehmensinsolvenzen (3.522 eröffnete Insolvenzen und 2.854 mangels Vermögens nicht eröffnete Insolvenzverfahren) mit geschätzten Insolvenzverbindlichkeiten von 4,7 Mrd. Euro abgewickelt. Im Vergleich zu 2009 bedeutet dieser Wert einen Rückgang von 7,6%. Trotz dieses rückläufigen Wertes ist die Anzahl österreichischer Unternehmensinsolvenzen auf einem hohen Niveau. Waren in den letzten 11 Jahren (2000-2011) noch durchschnittlich 6.100 Insolvenzen zu beklagen, sind es im Zeitraum 2005-2010 immerhin 6.600. Unternehmenskrisen bewirken eine Störung des im Unternehmen etablierten Prozess der betrieblichen Leistungserstellung. Bereits das Auftreten von latenten Krisen kann zu einer Abweichung von betriebswirtschaftlichen Zielen führen und mündet nicht zuletzt aufgrund des systemimmanenten Charakters in einer Insolvenz. Die Unternehmensinsolvenz stellt für die Gläubiger einer Kapitalgesellschaft eine „Wertvernichtung“ dar, da den Gläubigern einer Kapitalgesellschaft nur das Gesellschaftsvermögen als Haftungsmasse zur Verfügung steht und es im Fall der Insolvenz zu hohen Forderungsausfällen bis hin zu masselosen Insolvenzen kommt. Die Ursache hierfür liegt in der Verletzung der Pflicht der Unternehmensleitung, der rechtzeitigen Insolvenzantragsstellung. Die Unternehmensleitung ist verpflichtet die Krisensymptome und die daraus ergebende Pflicht für eine Insolvenzantragsstellung zu kennen, da deren Nichtbefolgung die Haftungsinanspruchnahme der Gesellschaft und deren Gläubiger nach sich ziehen kann. Im ersten Kapitel der Diplomarbeit wird der Krisenbegriff, die Krisenursachen, die Phasen einer Unternehmenskrise, die Krisensymptome, die Aufgaben des Krisenmanagements und die Abgrenzung des Begriffs der Sanierung erläutert. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Frage nach der „Sanierung“ oder „Zerschlagung“ des Unternehmens. Dabei werden die Sanierungsprüfung und die Insolvenzeröffnungsgründe einer Kapitalgesellschaft dargestellt. Das dritte Kapitel behandelt die Unternehmenssanierung. Nach einem kurzen Überblick über die Sanierungsformen werden die Außergerichtliche Sanierung und die Unternehmensreorganisation genauer dargelegt. Dabei wird deren Ablauf und die Vor- und Nachteile im Vergleich mit der Gerichtlichen Sanierung erläutert. Das letzte und vierte Kapitel befasst sich mit der Gerichtlichen Sanierung. Mit dem IRÄG 2010 wurde ein, neues einheitliches Insolvenzverfahren eingeführt. Es wird die Struktur und die Verfahrensvarianten des Insolvenzverfahrens (das Sanierungsverfahren und das Konkursverfahren) dargestellt. Das Ziel der Diplomarbeit ist die Darstellung der betriebswirtschaftlichen und juristischen Aspekte der Sanierungsmaßnahmen in einer Unternehmenskrise. Es soll gezeigt werden welche Sanierungsmaßnahmen gesetzt werden können um ein drohende Krise bzw. eine Insolvenzbedrohung abzuwehren. Die Ausführungen der Diplomarbeit beziehen sich ausschließlich auf Kapitalgesellschaften in den Rechtsformen den Rechtsformen der GmbH und AG.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
crisis chief executive officer bankruptcy
Schlagwörter
(Deutsch)
Unternehmenskrise Geschäftsführer Insolvenz
Autor*innen
Florian Manzer
Haupttitel (Deutsch)
Die Unternehmenskrise aus der Sicht des Geschäftsführers
Hauptuntertitel (Deutsch)
Vermeidung der Insolvenz
Paralleltitel (Englisch)
Corporate crisis from the chief executive officers point of view-the prevention of bankruptcy
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
VII, 126 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Finsinger
Klassifikationen
85 Betriebswirtschaft > 85.00 Betriebswirtschaft: Allgemeines ,
85 Betriebswirtschaft > 85.06 Unternehmensführung ,
86 Recht > 86.65 Wirtschaftsrecht
AC Nummer
AC08815856
Utheses ID
14162
Studienkennzahl
UA | 157 | | |
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