Detailansicht
Mary Wigman und Jerzy Grotowski
auf den Spuren eines unentdeckten Bezuges von Maske, Ekstase und Trance
Dessislava Stoytcheva
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Gabriele Pfeiffer
DOI
10.25365/thesis.15894
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29577.18507.456661-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit ist der 1926 von der deutschen Ausdruckstänzerin Mary Wigman aufgeführte Hexentanz. Sie beschreibt das Gefühl, das sie während der Aufführung hatte, als eine Art Selbstoffenbarung. Durch bestimmte Körperbewegungen und den Einsatz einer Maske erreichte sie tänzerische Ekstase und initiierte dadurch eine völlige Hingabe und Auflösung der bewussten Persönlichkeit. Die Verbindung zwischen ihr und dem Theaterreformer Jerzy Grotowski entstand aufgrund der Parallelen zu seiner Methode der Selbstenthüllung.
Die wissenschaftliche Analyse befasst sich zum Einen mit der Verbindung zwischen den Arbeitstechniken Wigmans und Grotowskis. Grundaugenmerk wird dabei auf den Einsatz von Trance und Ekstase gesetzt – Techniken, die sowohl Wigman in ihrer tänzerischen Arbeit eingesetzt hat, als auch Grotowskis Schauspieler in seinem Theaterlaboratorium.
Zum Anderen wird belegt, in welcher Form bei Wigman und Grotowski die Maske zum Einsatz kommt und inwieweit ein Vergleich möglich ist.
Im Laufe der Recherche stellte sich die Verbindung zwischen Wigmans Lehrer, Jaques-Dalcroze, und dem Mystiker Georg Iwanowitsch Gurdjieff heraus, der aufgrund seiner theoretischen Parallelen zu Grotowski zum abschließenden Verbindungsglied der Themenstellung wurde. Denn die Grundcharakteristik der Arbeit Gurdjieffs war es genauso Methoden zu finden, die es dem Menschen ermöglichen können, zu seinem wahren Bewusstsein vorzudringen. Durch Selbstbeobachtung und Selbsterinnerung sollte ein Prozess initiiert werden, um so die einzelnen Schichten des eigenen Ichs zu transzendieren, was Grotowskis Begriff der „Vertikalität“ entspricht.
Abstract
(Englisch)
The starting point for this scientific work is the dance Hexentanz which was enacted by the german expressionist dancer Mary Wigman in 1926. She describes the feeling she had during the performance as a kind of self-revelation. Through certain kinds of body movements and the use of a mask, she achieved a dance-ecstasy, and through that initiated a complete surrender and dissolution of the conscious personality. The connection between her and the theatre reformer Jerzy Grotowski was found through the parallels to his method of self revelation.
This scientific analysis on the one hand concerns itself with the connection between the working methods of Mary Wigman and Jerzy Grotowski. The main focus hereby is put on the use of trance and ecstasy – techniques, which have been used by Wigman in her dancing work, as well as which Grotowskis actors used in his Theatre Laboratory.
On the other hand it will be documented how Wigman and Grotowski used the mask and to which extent a comparison is possible.
When in the process of research a connection between Wigmans teacher, Jaques-Dalcroze, and the mystic Georg Iwanowitsch Gurdjieff emerged, this due to the theoretical parallels to Jerzy Grotowski became the concluding joining link of the topic. The basic characteristic of Gurdjieffs work too was to find methods that would enable people to reach into their real consciousness. A process should be initiated through self-monitoring and self-commemoration to transcende the layers of the own self, which is what Grotowski meant with the term „Verticality“.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Wigman Grotowski mask ecstasy trance Gurdjieff
Schlagwörter
(Deutsch)
Wigman Grotowski Maske Ekstase Trance Gurdjieff
Autor*innen
Dessislava Stoytcheva
Haupttitel (Deutsch)
Mary Wigman und Jerzy Grotowski
Hauptuntertitel (Deutsch)
auf den Spuren eines unentdeckten Bezuges von Maske, Ekstase und Trance
Paralleltitel (Englisch)
Mary Wigman and Jerzy Grotowski ; seeking traces of undiscovered reference to mask, ecstasy and trance
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
118 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gabriele Pfeiffer
Klassifikation
24 Theater > 24.03 Theorie und Ästhetik des Theaters
AC Nummer
AC08777508
Utheses ID
14262
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
