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Digit ratio (2D:4D) and facial shape in adolescents
the lower the ratio the more robust the face?
Veronika Svoboda
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Katrin Schäfer
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29053.15446.412561-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In bisher durchgeführten Studien konnte ein negativer Zusammenhang zwischen dem Verhältnis von Testosteron zu Östrogen in der Amnionflüssigkeit und dem Längenverhältnis von Zeige- zu Ringfinger, gemessen an denselben Individuen im Alter von zwei Jahren, gezeigt werden. Aus diesem Grund kann das Fingerlängenverhältnis (2D:4D) als Indikator für die pränatale hormonelle Umgebung in der Amnionflüssigkeit herangezogen werden. Ein niedrigeres Fingerlängenverhältnis, welches in Zusammenhang mit einem höheren pränatalen Testosteronlevel steht, führt bei männlichen Erwachsenen und Kindern zu einer robusteren und maskulineren Gesichtsform. In der vorliegenden Studie wurde der Zusammenhang zwischen dem Fingerlängenverhältnis und der Gesichtsform bei 77 Jugendlichen im Alter von 10 bis 20 Jahren untersucht. Dafür wurden Fotos von Gesichtern, anthropometrische Messungen, Fragebögen und Geometric Morphometrics zur Gestaltanalyse verwendet. Unsere Hypothese besagte, dass es bei jungen Männern einen Zusammenhang zwischen dem Fingerlängenverhältnis und der Gesichtsform gibt, und dass ein niedriges Fingerlängenverhältnis zu einer robusteren Gesichtsform bei jungen Männern führt. Diese Hypothese konnte teilweise bestätigt werden. Die Shape Regression vom Fingerlängenverhältnis auf die Gestaltvariablen war bei jungen, männlichen Rechtshändern (n = 22) zwar nicht signifikant, die mit dem Fingerlängenverhältnis einhergehenden Gestaltveränderungen im Gesicht waren jedoch vergleichbar mit den Ergebnissen bei männlichen Erwachsenen und Kindern in der Literatur. Das führt zu der Annahme, dass ein Zusammenhang zwischen dem Fingerlängenverhältnis und der Robustizität bzw. Maskulinität im Gesicht schon sehr früh in der Ontogenese vorhanden ist, und nicht erst während der Pubertät aktiviert wird.
Mögliche Gründe für die nicht signifikanten Ergebnisse sind die kleine und heterogene Stichprobe männlicher Rechtshänder, der starke Zusammenhang zwischen Gesichtsform und Alter bei Männern sowie die Altersspanne unserer Stichprobe, in welche auch der Zeitraum der Pubertät fällt.
Die Muster, welche bei weiblichen Jugendlichen in Zusammenhang mit dem Fingerlängenverhältnis beobachtet wurden, unterschieden sich sowohl von den bei Männern, als auch von den bei Mädchen und erwachsenen Frauen gefundenen Gestaltveränderungen im Gesicht und waren im Rahmen dieser Arbeit nicht interpretierbar.
Abstract
(Englisch)
In previous studies, measuring hormone levels from amniocentesis, a negative correlation of the testosterone to estrogen ratio in the amniotic fluid and the ratio of the lengths of the index finger and the ring finger, taken from the same individuals aged two years, was found. Therefore digit ratio (2D:4D) can be used as an indicator for the prenatal hormonal environment. A lower digit ratio, related to a higher prenatal testosterone level in the amniotic fluid, leads to a more robust and masculine face with male adults and children. In our study we examined the relationship between digit ratio and face shape with 77 adolescents 10 to 20 years of age. Therefore, photos of the faces, physical measurements, a questionnaire, and Geometric Morphometrics for shape analysis were used. Our hypothesis predicted that there was a correlation of digit ratio and facial shape with males and that a lower digit ratio leads to a more robust face with adolescent men. This hypothesis was partially confirmed. Shape regression of digit ratio on shape variables with right-handed adolescent men (n = 22) was not significant but changes in facial shape related to digit ratio were similar to these from male adults and children described in literature. This leads to the assumption that the relationship between digit ratio and facial robusticity, respectively masculinity is present from a very early time in ontogeny and not only activated during puberty.
Possible reasons for the non-significant results are the small, heterogeneous sample of right handed males, the high correlation of facial shape and age with males, and our sample’s age range which includes the period of puberty.
The facial patterns related to digit ratio found with adolescent females were different from the males’ patterns on one hand and the shape changes found for young girls and adult women described in literature on the other hand. It was not possible to find an explanation for these patterns within our study.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
face shape digit ratio (2D:4D) adolescents geometric morphometrics
Schlagwörter
(Deutsch)
Gesichtsform Fingerlängenverhältnis (2D:4D) Jugendliche Geometric Morphometrics
Autor*innen
Veronika Svoboda
Haupttitel (Englisch)
Digit ratio (2D:4D) and facial shape in adolescents
Hauptuntertitel (Englisch)
the lower the ratio the more robust the face?
Paralleltitel (Deutsch)
Fingerlängenverhältnis (2D:4D) und Gesichtsform bei Jugendlichen ; je niedriger das Verhältnis, desto robuster das Gesicht?
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
68 S. : Ill.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Katrin Schäfer
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.03 Methoden und Techniken in den Naturwissenschaften
AC Nummer
AC09592050
Utheses ID
14401
Studienkennzahl
UA | 442 | | |
