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Kriegskinder, die Folgen des Zweiten Weltkrieges und der Besatzungszeit Österreichs auf die psychische Gesundheit der älteren Bevölkerung
eine Analyse der Risiko- und Schutzfaktoren im Rahmen der posttraumatischen Belastungsstörung
Daniela Wintner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Lueger-Schuster
DOI
10.25365/thesis.16056
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29819.57607.681163-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel der Studie: Mit der vorliegenden Studie an ehemaligen Überlebenden des 2.Weltkrieges, sollen einerseits Risikofaktoren untersucht werden, welche einen ungünstigen Einfluss auf den Verlauf einer Krankheit einer Person haben und das Risiko für das Entstehen einer Posttraumatischen Belastungsstörung erhöhen. Andererseits sollen Schutzfaktoren identifiziert werden, die bei der Bewältigung von traumatischen Erlebnissen unterstützend waren und somit vor einer PTSD schützen. Hinsichtlich der protektiven Faktoren wurde der Einfluss von sozialer Unterstützung, sozialer Wertschätzung und Resilienz in Bezug auf PTSD untersucht. Zudem wurden demografische Faktoren (Geschlecht, Familienstand, Berufsstand und Ausbildung) in Bezug auf ihre Beziehung zu PTSD und Resilienz analysiert.
Methode: Um den historischen Hintergrund zu erfassen wurde ein spezieller Fragebogen in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Ludwig Boltzmann Institutes erstellt. Des weiteren kamen folgende Testverfahren zum Einsatz: Die CD-RISC zum Erfassen der Resilienz, die PCL-C um die PTSD-Symptome zu erfassen und der TLEQ um die traumatischen Erlebnisse zu erfassen.
Ergebnisse: Es konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den Geschlechter dargestellt werden. Jedoch zeigt sich ein tendenziell höherer PCLC Wert bei den Frauen. Hinsichtlich der Personen welche in Partnerschaft lebten zeigte sich kein signifikanter Unterschied zu allein lebenden Personen.Der Einfluss der Variable Berufsstand erwies sich als signifikant. Personen mit der Ausübung einer freiwilligen Arbeit zeigten niedrigere PCLC-Werte als Personen ohne freiwilliger Arbeit. Weitere signifikante Unterschiede zeigten sich in der Art der höchst abgeschlossenen Ausbildung. Vor allem ergaben sich beim Vergleich Volksschule mit Hochschulabschluss signifikante Unterschiede. Die Faktoren soziale Unterstützung – und Wertschätzung zeigten keinen signifikanten Einfluss auf die PTSD-Symptomatik. Auch mit Kontrolle der Traumakategorien und der PTSD-Gruppen. Zwischen PTSD-Symptomatik und Resilienzausprägung wurde ein signifikanter negativer Zusammenhang festgestellt. Auch soziale Unterstützung hat einen signifikanten Einfluss auf die Resilienzausprägung.
Diskussion: Das Ausmaß der psychischen Spätfolgen bei den untersuchten Traumaopfern stellte sich als gering heraus. Möglicherweise hängt eine Erklärung mit dem langen zeitlichen Intervall zwischen dem traumatischen Ereignis und der Untersuchung zusammen. Eine andere Erklärung könnte sein dass diejenigen Betroffenen mit einer höheren posttraumatischen Symptombelastung es möglicherweise vermieden haben, an der Untersuchung teilzunehmen. Der Einfluss der Variablen soziale Unterstützung- und Wertschätzung als Schutzfaktoren konnte sich nicht bestätigen. Jedoch muss man sagen dass es eventuell besser wäre geeignete Testverfahren hinzuzufügen um einen Einfluss zu untersuchen, dies wiederum hätte zur Folge dass die Durchführung der Fragebögen noch länger dauern würde und nicht angenehm oder zumutbar für alle Teilnehmer gewesen wäre.
Abstract
(Englisch)
Aim: The aim of this study is to determine the risk and resilience factors in a sample of 316 WW II survivors in Austria.
Method: In order to capture the historical background of the older population an especially structured interview was developed in cooperation with experts of the Ludwig Boltzmann Institute. In addition, the following instruments were used: The CD-RISC to measure resilience, the PCL-C to measure PTSD symptoms and the TLEQ to measure traumatic experiences.
Results: Lower social support and lower social acknowledgment were not associated with increased PTSD symptomatology but higher perceived social support has been linked to increased resilience. Lower Resilience was associated with increased PTSD symptoms. The study could prove a higher PTSD symptomatology for women than for men. Though participants who reported living with someone had lower symptom levels than those not living with someone. People who pursued voluntary work during their retirement showed lower PTSD symptoms. Lower education levels were associated with increased PTSD symptoms.
Conclusion: The study demonstrates the fact that, besides the traumatic event, there are a number of personal, psychological and biological variables which protect against the development of mental disorders.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
PTSD Resilience
Schlagwörter
(Deutsch)
PTSD Resilienz
Autor*innen
Daniela Wintner
Haupttitel (Deutsch)
Kriegskinder, die Folgen des Zweiten Weltkrieges und der Besatzungszeit Österreichs auf die psychische Gesundheit der älteren Bevölkerung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse der Risiko- und Schutzfaktoren im Rahmen der posttraumatischen Belastungsstörung
Paralleltitel (Englisch)
Children of war - impact of World War II and the occupation of Austria on themMental health of the elder generation. An analysis of risk and resilience factors concerning PTSD
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
II, 240 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Lueger-Schuster
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC08830931
Utheses ID
14405
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
