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Stressfrei auf dem Weg zur Arbeit
Unterschiede im Stresserleben, in der Lebensqualität und Naturverbundenheit hinsichtlich der verschiedenen Fortbewegungsarten
Johanna Schaupp
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Rainer Maderthaner
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29691.78116.859562-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der tägliche Arbeitsweg ist ein Thema mit breiter gesellschaftlicher und - wegen der umweltbelastenden Emissionen - umweltpolitischer Relevanz. Ziel dieser Arbeit war es, die Einflüsse von Struktur- und Personenfaktoren auf das Stresserleben am Arbeitsweg zu untersuchen. Weiters sollten die Auswirkungen auf die Lebensqualität erforscht werden. An einer Online-Umfrage, welche das Stresserleben auf dem Arbeitsweg erhob, beteiligten sich 241 Personen (137 Frauen und 104 Männer). Neben dem Stress auf dem Arbeitsweg wurden die strukturellen Faktoren Weglänge, -dauer- und -kosten sowie Wohnort erhoben. Als Personenfaktoren gingen Geschlecht, Alter, Bildung, Kontrollerleben sowie Naturverbundenheit in die Erhebung ein. Die Lebensqualität wurde mit dem WHOQOL-BREF in die Untersuchung miteinbezogen. Die wahrgenommene Kontrolle als determinierende psychologische Personenvariable war neben den strukturellen Variablen Wegdauer und -kosten der wichtigste Prädiktor für das Stresserleben am Arbeitsweg. Weiters waren das Geschlecht und der Wohnort Einflussfaktoren. Frauen zeigten ein höheres Stresserleben als Männer. Personen, die in Wien wohnten und arbeiteten, hatten eine kürzere Wegdauer und weniger Stress auf dem Weg zur Arbeit und nutzten eher nachhaltige Fortbewegungsarten (Aktiv oder ÖV) als Personen, die in Wien arbeiteten, aber außerhalb wohnten. Personen, die sich hauptsächlich aktiv auf dem Arbeitsweg fortbewegten (Rad, Fuß) wiesen ein signifikant geringeres Stresserleben auf als die Gruppe der Personen, die hauptsächlich mit öffentlichen Verkehrsmittel oder dem motorisierten Individualverkehr in die Arbeit fuhren. Teilnehmer_innen mit hohem Stresserleben auf dem Arbeitsweg zeigten negative Auswirkungen auf ihre Lebensqualität, besonders auf die Zufriedenheit mit der Wohnumwelt. In der vorliegenden Erhebung konnten keine Einflüsse der Naturverbundenheit auf die Wahl der Fortbewegungsart für den Arbeitsweg gefunden werden. Aus den Studienergebnissen können Hinweise für die Förderung einer nachhaltigen Mobilität auf der strukturellen und individuellen Ebene abgeleitet werden. Die Auswirkungen des Siedlungsbaus auf die Mobilität sollten Berücksichtigung finden. Kürzere Strecken führen zu einer höheren Nutzung von aktiven Fortbewegungsarten und des öffentlichen Verkehrs. Die Rahmenbedingungen des öffentlichen Verkehrs sollten dahingehend verändert werden, dass Menschen mehr Kontrolle und weniger Stress erleben und möglichst geringe Kosten haben. Die Verbesserung der Infrastruktur und der Informationssysteme (auch moderne Technologien) sollten forciert werden. Auf der individuellen Ebene sollten die positiven Aspekte für Wohlbefinden, Gesundheit und den Umweltschutz durch Aktivität/Bewegung auf dem täglichen Arbeitsweg als Werbeschiene genutzt werden.
Abstract
(Englisch)
Daily commuting is a topic with a broad societal and – because of environmental pollutants – environmental relevance. The aim of this study was to investigate influences of structural and personal factors on commuting stress. Moreover, the impact of commuting stress on quality of life should be investigated. 241 respondents (104 male, 137 female) answered an online questionnaire containing scales about perceived commuting stress. As structural factors length and duration of commuting as well as commuting expenses and residence were explored. Sex, age, education, perceived control and connectedness with nature were under examination as personal factors. Quality of life was investigated with WHOQOL-BREF. Perceived control has been found to be the most influential predictor of commuting stress. Structural factors length and commuting expenses showed also significant influence on commuting stress. Women showed higher perceived stress than men. People who lived and worked in Vienna had a shorter duration of commuting and less perceived commuting stress and used more sustainable ways of commuting than persons who lived in the vicinity of Vienna. Active commuters (pedestrians and cyclists) reported significantly less perceived commuting stress than car-drivers or users of public transport. Commuting stress in general has negative effects on quality of life, notably on reports of environmental satisfaction. In this study there could be found no influence of connectedness with nature on commuting mode choice. The findings suggest some references for boosting sustainable mobility on an individual and structural level. The impact of housing development should be considered. Shorter ways result an increase of active commuting and using of urban public transport. Surrounding factors of public transport should be changed that people may have higher levels of perceived control and lower levels of perceived stress and commuting expenses should be lowered. There should also be provided better infrastructure facilities. New information technologies should be improved. Positive aspects of active commuting on wellbeing, health and environmental protection should be promoted on an individual level.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
commuting travel journey to or from work stress commuting mode choice duration control active commuting residence quality of life connectedness with nature motion
Schlagwörter
(Deutsch)
Arbeitsweg Pendeln Stress Verkehrsmittelwahl Zeit Dauer Kontrolle aktives Pendeln Wohnort Lebensqualität Naturverbundenheit Bewegung physische Aktivität
Autor*innen
Johanna Schaupp
Haupttitel (Deutsch)
Stressfrei auf dem Weg zur Arbeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
Unterschiede im Stresserleben, in der Lebensqualität und Naturverbundenheit hinsichtlich der verschiedenen Fortbewegungsarten
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
164 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rainer Maderthaner
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.69 Sozialpsychologie: Sonstiges ,
77 Psychologie > 77.91 Ökologische Psychologie
AC Nummer
AC08831151
Utheses ID
14409
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
