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Unheimlichkeit bei David Lynch
Postmoderne - Ästhetisierung - Derealisierung
Tobias Fock
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Christian Schulte
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.16122
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29708.71616.299459-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit verortet Lynchs Werk im Feld der aktuellen Diskussion um Derealisierungs- und Ästhetisierungsprozesse durch die Massenmedien, um von daher zu einer Einschätzung seiner gesellschaftlichen Bedeutung und seines künstlerischen Stellenwerts zu gelangen. Es ist damit ein Kontext gegeben, in dem sich postmodernes Denken, Medienwissenschaft und Ästhetik in verwirrender Weise überschneiden. Als Kernaspekt, an dem sich die Diskussion und zugleich das Verwirrungspotential zu verdichten scheinen, ergibt sich der Begriff des "Zitats", einer zentralen Kategorie zur Beschreibung postmoderner Kunst, die, dehnt man sie auf einen Begriff von "Zitathaftigkeit" aus, zugleich den Aspekt der Derealisierung in sich befasst und damit in Reibung mit zentralen Thesen postmoderner Philosophie gerät. Durch seine Verststricktheit in kommerzielle Interessen ergibt sich, dass die Anwendung des für postmoderne Kunst insgesamt charakteristischen, ironisierenden Zitats im Spezialfall des postmodernen Films allzu leicht auf ein bloß geheuchelt ironisches, in Wahrheit jedoch negativ-abhängiges Nahverhältnis zum Mainstream hinausläuft. Die Problematik der postmodernen Aufhebung des Gegensatzpaars Mainstream-Gegenkultur führt in einer bestimmten Tendenz des postmodernen Films, der häufig auch Lynch zugerechnet wird, zur Scheinlösung leicht konsumierbarer Unterhaltungsfilme, die zugleich darum bemüht sind, sich als "doppelt codierte" einen Anstrich von Intellektualität zu verleihen. Ein alternativer Lösungsversuch, das Distanzverhältnis als selbstreflexives statt selbstironisches zu gestalten, scheitert ebenfalls, da das in den Film eingebaute, intellektuell-selbstreflexive Konzept dem "Schock"-Aspekt des Films äußerlich bleibt und dieser damit wiederum in ein Verhältnis negativer Abhängigkeit zum Mainstream gerät, der dabei bloß vorgeblich oder äußerlich kritisiert, in Wahrheit jedoch kopiert wird. Auf Werkebene lässt sich zeigen, dass demgegenüber bei Lynch der "Schock"-Aspekt insofern mit der verhandelten Thematik in innerem Zusammenhang steht, als sich bei ihm der Horror als weitgehend unbestimmter einstellt, der sich unmittelbar aus dem Nur-Film-Charakter der Filme ergibt. Lynchs zentrales künstlerisches Verfahren besteht dabei darin, durch exzessive Überbetonung der sinnlichen Aspekte die Filmhandlung zu fragmentieren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
David Lynch Lynch Unheimlich Unheimliche Zitat Postmoderne Adorno Heidegger Film Filmtheorie Horror Horrorfilm Lost Highway Mulholland Drive The Grandmother Michael Haneke Derealisierung Ästhetisierung Zizek Kafka Malerei Maler Kurzfilme Massenmedien Kulturindustrie
Autor*innen
Tobias Fock
Haupttitel (Deutsch)
Unheimlichkeit bei David Lynch
Hauptuntertitel (Deutsch)
Postmoderne - Ästhetisierung - Derealisierung
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
86 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Schulte
Klassifikation
24 Theater > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC08792701
Utheses ID
14463
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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