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Der Einfluss außerfamiliärer Bindungserfahrung auf Peerverhalten in Krippe und Tagespflege
Lisa Katharina Horky
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Lieselotte Ahnert
DOI
10.25365/thesis.16166
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29255.20014.324753-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Kinder sind häufig in außerfamiliärer Betreuung erstmals mit einer größeren Anzahl von Peers konfrontiert. Die vorliegende Arbeit geht davon aus, dass neben einer einflussreichen Mutter-Kind-Bindung außerfamiliäre Bindungserfahrungen eine bedeutsame Rolle für das Peerverhalten von Kleinkindern spielen. Videosequenzen von 112 Kindern (17,5-26,5 Monate), die sich in Tagespflege und Kinderkrippe in außerfamiliärer Betreuung befinden, werden zur Erfassung von Peerinteraktionen nach dem Codiersystem für mikroanalytische Verhaltensanalysen in der frühen Kindheit (Kappler et al., 2011) ausgewertet. Die Betreuer-Kind-Bindung wird mittels Attachment-Q-Sort erhoben. Ziel ist es, einen Unterschied im Peerverhalten in Abhängigkeit der außerfamiliären Bindungsqualität aufzuweisen; herauszufinden inwiefern Buben und Mädchen in einer anderen Art und Weise mit einer unsicheren Bindungsbeziehung zur Betreuungsperson umgehen und zu prüfen, ob sich Peerverhalten je nach Betreuungsform verschieden gestaltet.
Das Geschlecht erweist sich als ausschlaggebend. Zur Betreuungsperson sicher gebundene Buben zeigen und erhalten mehr Aggression und positive Zeichen als sicher gebundenen Buben, aber auch als unsicher gebundenen Mädchen. In der Stichprobe der Mädchen kann kein Unterschied im Peerverhalten nachgewiesen werden, weder in Abhängigkeit der Bindungsqualität noch in Bezug auf die der Art der Betreuungsform. Buben haben - wie erwartet - in der Tagespflege mehr positive Interaktion als in der Kinderkrippe. Unter Umständen wenden sich gerade Buben mit einer unsicheren außerfamiliären Erfahrung von ihrer Betreuungsperson ab und vermehrt ihren Peers zu. Sowohl die Betreuer-Kind-Bindung als auch die Art der Betreuungsform haben geschlechtsspezifische Auswirkungen. Während sich bei Buben Unterschiede im Peerverhalten zeigen, könnten bei Mädchen andere Bereiche beispielsweise die Betreuer-Kind-Interaktionen betroffen sein.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Außerfamiliäre Bindungserfahrung Erzieher-Kind-Bindung Peerverhalten Tagespflege Kinderkrippe
Autor*innen
Lisa Katharina Horky
Haupttitel (Deutsch)
Der Einfluss außerfamiliärer Bindungserfahrung auf Peerverhalten in Krippe und Tagespflege
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
58, XII S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lieselotte Ahnert
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC08794905
Utheses ID
14502
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
