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Selbstkompetenz im Wandel
eine kritische Analyse des Begriffes Selbstkompetenz und seiner Bedeutung(en) im Wandel der letzten 40 Jahre
Gabriela Hahn
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Erich Ribolits
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.16206
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30035.89334.451062-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich der Begriff der Selbstkompetenz in den letzten vier Jahrzehnten gewandelt hat. Am Begriff Selbstkompetenz wird mittels Kritischer Diskursanalyse untersucht, wie sich der ökonomische Diskurs im Kompetenz- bzw. Bildungsdiskurs manifestiert. Es wird aus gouvernementalitätstheoretischer Perspektive hinterfragt, welche Intentionen damit verfolgt und wie diese von Bildungswissenschafterinnen beurteilt werden. Ausgehend vom ursprünglich in erziehungswissenschaftlichem Kontext von Heinrich Roth geprägten Terminus Selbstkompetenz wird sein Bedeutungswandel im Zuge der neoliberalen Gesellschaftstransformation beleuchtet und mit Fragen der Bildung in Beziehung gesetzt. Grundlage dafür bilden sowohl Definitionen von Selbstkompetenz und ihren semantischen Nachfolgerinnen (Individual-, Human-, Personalkompetenz) in diversen Kompetenzschemata, als auch Daten aus Internetquellen, die den aktuellen Diskurs abbilden und mitbestimmen. Dabei wird offenbar, dass der ehemals auf Bildung in einem emanzipatorischen Verständnis ausgerichtete Begriff zusehends in Feldern aufscheint, die nicht traditionellen Bildungseinrichtungen zuzuordnen, sondern vermehrt in den Bereichen Weiterbildung, Beratung und Coaching anzusiedeln sind. Es zeigt sich, dass der Diskurs um Selbstkompetenz heute stark von Verwertungsaspekten geprägt ist und nur mehr wenig mit dem ursprünglichen Ideal eines mündigen Menschen zu tun hat.
Abstract
(Englisch)
The presented work deals with the question of how the term “self-competence” has changed within the last four decades. The thesis focuses upon views of critical pedagogy. Using the method of “Critical discourse analysis” the work looks at how economical discourse interferes with discourses on competencies or education. From the perspective of governmentality, intentions for this influence are analyzed and it is discussed how the situation is judged by pedagogues. The development and transformation of the term “self-competence” is analyzed, from its origins, formulated by Heinrich Roth in a pedagogical context, to a change in the term’s meaning due to neoliberal transformations in society. The current use of the term is put into relation with education. In addition to interpreting definitions of self-competence and its semantic relatives (personal competence etc.) in various schemes of competencies, internet data has been analyzed to show aspects of the current discourse. The thesis reveals that the former pedagogical term nowadays also appears in fields that are not necessarily regarded as genuine educational institutions but increasingly in the areas of continuing education, lifelong guidance and coaching. It reveals that current discussions on self-competence are orientated towards aspects of utilization and no longer have much in common with the ideal of responsible, self-aware human beings

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Selbstkompetenz Kompetenz Gouvernementalität Mündigkeit Ökonomisierung des Selbst
Autor*innen
Gabriela Hahn
Haupttitel (Deutsch)
Selbstkompetenz im Wandel
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine kritische Analyse des Begriffes Selbstkompetenz und seiner Bedeutung(en) im Wandel der letzten 40 Jahre
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
177 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Erich Ribolits
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.41 Persönlichkeitserziehung
AC Nummer
AC08827009
Utheses ID
14541
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1