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Identitäten und Differenzen im Werk von Helene Cixous und Luisa Valenzuela
Nastasja Helene Stupnicki
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Heinz Krumpel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.16259
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29088.04853.281061-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Thematik des weiblichen Schreibens und vergleicht die Theorie der französischen Feministin, Philosophin und Literaturtheoretikerin Hélène Cixous mit den Reflexionen Luisa Valenzuelas. Als argentinische Schriftstellerin erweitert sie die Grenzen der Theorie Hélène Cixous´, bedingt durch ihren anderen kulturellen und geschichtlichen Hintergrund. Trotz daraus resultierenden Differenzen in Bezug auf das weibliche Schreiben weisen beide Denkerinnen jedoch frappierende Identitäten in ihren Reflexionen sowie ihrer Praxis des weiblichen Schreibens auf. So sehen beide das weibliche Schreiben als disruptive Kraft, die Veränderung bewirken kann, da es Zweifel an der bisher herrschenden Geistes- und Sozialgeschichte, die als patriarchal und phallologozentrisch Frauen und ihre Sichtweise marginalisiert, hervorruft. Beide Autorinnen beziehen sich dabei auf die Psychoanalyse Freuds und Lacans, die sie kritisch betrachten und gleichzeitig benutzen, um das Weibliche und die Frau zu revalorisieren. Besonders die Figur der Mutter und der kreative Akt der Geburt erhalten in den Theorien Hélène Cixous´ und Luisa Valenzuelas besondere Aufmerksamkeit, da für sie der weibliche Körper eine jahrhundertelange Unterdrückung durch die phallologozentrische Gesellschaft erfahren hat. Das Körperliche, das in engem Zusammenhang mit dem Atem und damit mit dem Wort steht, sowie die Suche nach der weiblichen Subjektivität gelten auch als Ausgangspunkt für das Finden der weiblichen Stimme, die den Frauen endlich ermöglicht, das ihnen aufgezwungene Schweigen zu durchbrechen. Das Schweigen und seine Auswirkungen nicht nur auf die Frauen in einer phallologozentrischen Gesellschaft, sondern im speziellen Fall Luisa Valenzuelas auf eine ganze Nation während der Militärdiktatur Jorge Videlas, ist ein zentrales Thema beider Autorinnen und wird in dieser Arbeit neben der Thematik des Schreibens mit dem Körper besonders hervorgehoben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
feministische Poetik weibliches Schreiben Luisa Valenzuela Hélène Cixous weibliches Schreiben weiblicher Körper Argentinien Feminismus Zensur Schweigen Militärdiktatur
Autor*innen
Nastasja Helene Stupnicki
Haupttitel (Deutsch)
Identitäten und Differenzen im Werk von Helene Cixous und Luisa Valenzuela
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
91 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Heinz Krumpel
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC08911197
Utheses ID
14578
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
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