Detailansicht

Regionale Einzelhandelskonzepte
Martin Pilat
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Betreuer*in
Peter Weichhart
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.1786
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29937.47411.209463-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im einleitenden Abschnitt dieser Arbeit wird der Wandel im Einzelhandel und dessen negative Auswirkungen dargestellt. Neben dem Spannungsverhältnis zwischen den sich massenhaft vermehrenden großflächigen Betriebsformen auf der „grünen Wiese“ und den gewachsenen Einzelhandelsstrukturen in den Innenstädten sowie den Konzentrationstendenzen als Problembereiche für die Handelsunternehmen hat dieser ruinöse Wettbewerb erhebliche Auswirkungen auf das gesellschaftliche Gefüge: Flächenverbrauch, Kosten, Unterversorgung, Umweltbelastung sind die wichtigsten negativen Erscheinungen. Diese Entwicklungstendenzen werden anhand von Beispielen (Entwicklung der Zahl der Handelsbetriebe, Geschäftsstraßenkartierung, Nahversorgungsstatistik...) dargestellt. Um derartige Entwicklungen zu verhindern, sind Eingriffe durch die Raumordnung vonnöten, welche den Wettbewerb nicht verhindern, sondern durch klar definierte Ziele in gesellschaftlich erwünschte Bahnen lenken. Die Zieldefinitionen und Festlegungen betreffend den Einzelhandel im vorhandenen Instrumentarium der Raumordnung sind allerdings als nicht ausreichend zu bezeichnen: die Raumordnungsgesetze in Österreich haben der Übermacht der Handelsunternehmen nur wenig entgegenzusetzen. Anhand eines ausgewählten österreichischen Landesraumordnungsgesetzes werden die Defizite hinsichtlich der Standortsteuerung im Einzelhandel aufgezeigt werden und mit Lösungsansätzen aus Deutschland verglichen. Regionale Einzelhandelskonzepte stellen ein neues Instrument dar, um weitere Fehlentwicklungen im Einzelhandel zu verhindern. Diese auf verbindlicher interkommunaler Kooperation beruhenden Konzepte werden in Expertenkreisen flächendeckend empfohlen. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Leitfaden zur Erstellung eines REHK entwickelt, beginnend mit der Analyse des Einzelhandelsbestandes, der Ermittlung verschiedener Kennzahlen, der Festlegung unterschiedlicher Zentralitätsbereiche, der Definition adäquater Teilinstrumentarien wie Moderationsverfahren, Prüfschemata oder Sortimentslisten bis hin zur regionalen Übereinkunft. Anhand konkreter Beispiele aus bereits ausgearbeiteten REHK wird eine mögliche Bandbreite aller Teilinstrumentarien vorgestellt. Zur Entwicklung dieses Leitfadens werden in neun unterschiedlichen deutschen Regionen angewandte REHK verwendet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Raumordnung Regionalplanung Standortsteuerung Einzelhandel
Autor*innen
Martin Pilat
Haupttitel (Deutsch)
Regionale Einzelhandelskonzepte
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
153 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Weichhart
Klassifikation
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.71 Regionalplanung
AC Nummer
AC07132628
Utheses ID
1459
Studienkennzahl
UA | 454 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1