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Auf den Spuren Pädagogischer AkteurInnen im öffentlich - medialen Diskurs
Teresa Weinschenk
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Agnieszka Czejkowska
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.16391
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29125.74876.534354-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ich habe mich mit der Frage beschäftigt, wie Pädagogische AkteurInnen (Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen) im öffentlich-medialen Diskurs dargestellt werden. Aus der ersten Grobanalyse des Materials haben sich zwei Gruppen von AkteurInnen im öffentlich-medialen Diskurs abgezeichnet: Allgemeine AkteurInnen wie PolitikerInnen, Polizei, ExpertInnen etc. und Pädagogische AkteurInnen. Das Analysematerial besteht aus Zeitungsartikeln der Berichterstattung dreier deutschsprachiger Tagesprintmedien rund um den Schulamoklauf von Winnenden (2009). Der geschriebene Text war das Hauptmaterial für meine Analyse, zusätzlich habe ich dominierende Bilder in die Analyse mit einbezogen. Aus Foucaults Ordnung des Diskurses (1997) habe ich drei Kategorien für die Feinanalyse des öffentlich-medialen Diskurses ausgewählt. Die erste Kategorie ist die Verknappung der SprecherInnen, die dafür sorgt, dass nicht alle im Diskurs sprechen dürfen. Anhand dieser Kategorie habe ich überprüft, ob die Pädagogischen AkteurInnen zu den legitimierten SprecherInnen des Diskurses zählen, d.h. sie also sprechen dürfen. Auffällig ist, dass ErziehungswissenschaftlerInnen als ExpertInnen ebenso marginal zu Wort kommen wie LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen. Mit dem Kommentar als zweite Analysekategorie habe ich überprüft, welche Themen in Verbindung mit Pädagogischen AkteurInnen auftauchen, was also gesagt werden darf und durch Wiederholungen den Diskurs dominiert. Dabei hat sich ein Thema besonders dominant durch die gesamte Berichterstattung gezogen und wurde auch für alle drei Gruppen der Pädagogischen AkteurInnen relevant: die Verantwortung. Pädagogischen AkteurInnen wird in der Berichterstattung eine Menge Verantwortung übertragen, die - anders als erwartet - keineswegs pädagogischer Art ist. Das Tabu des Gegenstandes geht (als dritte Analysekategorie) davon aus, dass nicht alles gesagt werden darf und somit bestimmte Themen aus dem Diskurs ausgeschlossen werden. LehrerInnen als Gewalt Ausübende und, dass die Poitik Verantwortung tragen soll sind zwei Tabus, deren Spuren im Material auftauchten. Die Analyseergebnisse lassen den Schluss zu, dass dieser öffentlich-mediale Diskurs neoliberale Subjekte (mit)konstruiert. Die Pädagogischen AkteurInnen werden, wie alle anderen auch, individualisierend in Verantwortung genommen, was ein Anzeichen einer neoliberalen Gesellschaftsordnung darstellt. Gleichzeitig kommt es durch die Generalisierung der Verantwortung auf Alle zu einer Nivellierung der Verantwortlichkeiten: PolitikerInnen sind nicht mehr (oder weniger) verantwortlich als alle anderen - und die neoliberalen Subjekte damit sich selbst überlassen. Abschließend lässt sich festhalten, dass weder pädagogische Fragen aufgeworfen werden noch pädagogische Verantwortung thematisiert wird. Somit ist der öffentlich-mediale kein pädagogischer Diskurs. Pädagogische AkteurInnen sind darin ebenso wenig als legitimierte SprecherInnen aufzufinden, wie ErziehungswissenschaftlerInnen. Wenn PädagogInnen und die Pädagogik als Disziplin schon nicht in den öffentlich-medialen Diskurs eingebunden werden, so sollten sie ihre Position doch reklamieren, um den Diskurs, der sie mitkonstruiert, mitzugestalten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
educators in public media discourse School Shooting discourse analysis (Foucault) neoliberal subject
Schlagwörter
(Deutsch)
PädagogInnen im öffentlichen Diskurs Schulamoklauf Diskursanalyse (Foucault) Neoliberale Subjekte
Autor*innen
Teresa Weinschenk
Haupttitel (Deutsch)
Auf den Spuren Pädagogischer AkteurInnen im öffentlich - medialen Diskurs
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
92 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Agnieszka Czejkowska
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.02 Philosophie und Theorie der Pädagogik
AC Nummer
AC08841818
Utheses ID
14699
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
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