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Bridging the content divide
New Media / ICTs as possible solution for sub-Saharan Africa?
Stefan Franz Ossmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Hannes Haas
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.16408
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30231.27576.884763-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Jahr 1970 veröffentlichten Tichenor et al die ‚Wissensklufthypothese’, die besagt, dass Personen mit höherem sozioökonomischen Status Informationen leichter aufnehmen als Personen mit niedrigerem Status, was zu einer Kluft zwischen Habenden und nicht-Habenden führt. Um die Jahrhundertwende wurde diese Theorie um den Begriff der ‚Digitalen Kluft’, einer Lücke zwischen Personen mit Zugang zu neuen Medien / Informations- und Kommunikationstechnologien und ohne Zugang, erweitert. Dieser Begriff wurde vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan im Jahr 2003 in Untergruppen aufgeteilt. Eine dieser Gruppen ist die ‚Inhaltskluft’ (‚content divide’), die besagt, dass nicht nur der Zugang, als vielmehr der Inhalt von Relevanz für sogenannte ‚Entwicklungsländer’ ist – konkret diese Inhalte eben nicht von Relevanz für diese Länder sind. In aktuellen wissenschaftlichen Literatur findet sich viel zur Überwindung der digitalen Kluft; theoretische Ansätze zur Überwindung der inhaltlichen Kluft sind selten. An diesem Punkt setzt dieses Elaborat an – Ziel ist es, herauszufinden, ob diese inhaltliche Kluft durch neue Medien / Informations- und Kommunikationstechnologien überwunden werden kann. Anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse wurde ein konkretes Projekt, initiiert in den Niederlanden und durchgeführt in fünf Ländern südlich der Sahara (Ghana, Kenia, Südafrika, Tansania und Uganda) untersucht. Video-Berichte in der Länge von zwei bis vier Minuten wurden anhand des dafür gestalteten Codebuches analysiert und kategorisiert. Folgende Forschungsfragen und Hypothesen sollten dadurch beantwortet und verifiziert werden: Die ersten beiden Fragen beschäftigten sich mit der Relevanz der Videoberichte für die lokale Bevölkerung, der Bevölkerung des gesamten Landes und der gesamten Region – ausgehend von der Hypothese, dass die Berichte zwar für die Lokalbevölkerung, nicht aber darüber hinaus relevant sind. Die dritte Frage drehte sich um Empowerment-Funktionen der Berichte. Die Annahme war, dass die lokal produzierten Berichte zwar zum Empowerment der jeweiligen lokalen Gegend, nicht aber für das gesamte Land oder gar die gesamte Region beitragen können. Die dafür analysierten Berichte wurden von angehenden Reportern mittels Mobiltelefonen aufgenommen und auf selbigem mit externem Keyboard und Maus geschnitten; und im Anschluss daran über das Mobilfunknetzwerk auf eine Internetseite hochgeladen. Diese Seite wird von der ‚Voices of Africa Media Foundation’ (VOAMF) betrieben. Durch diese Art der Berichterstattung werden die Schwierigkeiten, die in Afrika südlich der Sahara häufig auftreten, umgangen: Teure Videoausrüstung, teurer Schnittcomputer mit dazugehöriger Software, fehlende Infrastruktur (fixe Internetverbindungen), Stadtflucht aufgrund fehlender Zukunftsperspektiven für junge Menschen, etc. etc. Insgesamt wurden 228 Berichte der VOAMF Website, die alle innerhalb eines Jahres produziert wurden, analysiert, und nach sieben verschiedenen Aspekten kategorisiert. Das sind die dadurch erlangten Ergebnisse: In Bezug auf Relevanz konnte gezeigt werden, dass die Inhalte der Berichte nicht nur für die lokale Bevölkerung, sondern auch für die Bevölkerung des ganzen Landes von Relevanz sind. Diese Relevanz konnte in geringem, aber wahrnehmbaren Ausmaß auch für die gesamte Region festgestellt werden. In Bezug auf Empowerment kamen zwei Resultate zutage. Zum ersten beinhalten eine erhebliche Anzahl der Berichte Inhalte, die nicht nur zum Empowerment der lokalen Gegend, sondern auch zum Empowerment des gesamten Landes beitragen kann. Mehr noch als in den ersten Forschungsfragen konnten wurden Empowerment-Inhalte, welche die ganze Region betreffen, gefunden. Zum zweiten hat sich gezeigt, dass die Berichte selten Handlungsanleitungen beinhalten, sprich die Berichte informieren, rufen aber nicht zu aktiver Teilnahme an Handlungen auf. Für das konkret untersuchte Projekt zeigt sich in Bezugnahme auf den Titel des Forschungspapiers, dass Mobiltelefone als ein Teil von neuen Medien / Informations- und Kommunikationstechnologien das Potential haben, die inhaltliche Kluft zwischen den Ländern des Nordens und den Ländern des Südens zu verringern.
Abstract
(Englisch)
It was in 1970 when Tichenor et al published their ‘knowledge gap theory’, stating that people with a higher socioeconomic status tend to acquire information faster than people with a lower status, leading to a gap in knowledge between having and not-having. Around the turn of the century, this theory was extended by the issue of the ‘digital divide’ – a gap between those who have access to ‘New Media’ or ‘Information and Communication Technologies’ (ICTs) and those who have not. This theory then was further split up into more categories by the then UN general secretary Kofi Annan in 2003, stating that it is not only the access as furthermore the content that is of relevance, or to be more precise, mostly not of relevance for developing countries. Annan used the term ‘content divide’ to describe this specific matter. While literature tells a lot about the digital divide and how it could be overcome - humanities seem to refer to the term ICT(4D) – ‘Information and Communication Technologies (for Development), whereas social sciences rather refer to the term ‘New Media’ - academic solutions on overcoming the content divide are hard to find in current literature. The intention of this paper was to find out if New Media / ICTs can be used as tools to decrease the gap between the so-called ‘developed’ and ‘developing word’. This was done by analysing a concrete project, founded in the Netherlands and carried out in five sub-Saharan African countries. By the socio-scientific method of a quantitative content analyses, video-reports of two to four minutes in length that recorded events in Ghana, Kenya, South Africa , Tanzania and Uganda have been analysed by a therefore created codebook. This was done according to the research questions on relevance and empowering functions for local communities where the reports were recorded – and eventually beyond. The first two hypotheses claimed that locally produced content is of high relevance to the local population, but of low relevance to the population of the whole country or even the wider region. The third and fourth hypotheses claimed that locally produced content again have major empowering effects for the local community, but only minor empowering effects for the whole country or the wider region. Those reports by African ‘to be reporters’ were recorded and edited on mobile phones as well as uploaded via the mobile phone network to an Internet website run by that mentioned organisation (Voices of Africa Media Foundation – VOAMF). By doing so, this specific way of mobile reporting bypasses the difficulties people in sub-Saharan Africa usually face: expensive video equipment, expensive editing software and hardware, lack of infrastructure (fixed Internet connections), urbanisation due to unemployment in rural areas, etc. etc. Therefore all 228 reports that were published on the webpage of that organisation within one year have been analysed and coded by seven different categories to generate results in relation to relevance and empowerment. These results look as follows: In terms of relevance, the content reports are not only of relevance for the local population, but also for the population of the whole country. Some relevance could be shown even for the wider region, but only to a small extend. In terms of empowerment, the results are twofold: A reasonable number of topics do contain empowering topics, and those topics can contribute to empowerment not only to the population of local areas or the nation, but even beyond countries borders. On the other hand, instructions of action on any regional level are rare – so the reports rather inform than ask for involvement. In the light of the paper’s topic, the answer is, with limitations, in favour of the question: According to the one specific project that has been analysed, mobile phones as one specific devices of the tools of New Media / ICTs do have the potential to decrease the content divide in sub-Saharan Africa.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Knowledge gap Digital Divide Content Divide Information and Communication Technologies New Media sub-Saharan Africa
Schlagwörter
(Deutsch)
Wissenskluft-Hypothese Digitale Spaltung Neue Medien Informations- und Kommunikationstechnologien sub-Sahara Afrika Hoffnung
Autor*innen
Stefan Franz Ossmann
Haupttitel (Englisch)
Bridging the content divide
Hauptuntertitel (Englisch)
New Media / ICTs as possible solution for sub-Saharan Africa?
Paralleltitel (Deutsch)
Die Überwindung der inhaltlichen Kluft ; Neue Medien / IKT's as mögliche Lösung für sub-Sahara Afrika
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
168 S. : graph. Darst., Kt.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Hannes Haas
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.16 Wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.39 Massenkommunikation, Massenmedien: Sonstiges ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.03 Methoden und Techniken der geisteswissenschaftlichen Forschung
AC Nummer
AC08799426
Utheses ID
14714
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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