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"Dritte Welt" aus zweiter Hand
die Darstellung des globalen Südens in der Spendenwerbung von österreichischen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit
Catharina Freundl
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
DOI
10.25365/thesis.16434
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29968.84586.312063-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
„Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien,“ stellte Luhmann 1996 fest. Dies ist besonders in Bezug auf jene Länder der Fall, die geografisch und kulturell von unserer Welt im globalen Norden entfernt ist. Die Medien haben daher einen erheblichen Einfluss darauf, wie wir jene Länder, die wir als ‚Entwicklungsländer’ bezeichnen, sowie die in diesen Regionen lebenden Menschen, wahrnehmen. Besonders im Umfeld der Spendenorganisationen werden gewisse Bilder und Assoziationen in den Köpfen der Menschen im Norden verfestigt, die als Symptom und Ursache asymmetrischer Machtverhältnisse nicht immer unproblematisch sind. Die vorliegende Arbeit hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, anhand von acht Beispielen der österreichischen Spendenwerbung in Form von Plakaten und TV-Spots, zu untersuchen, welche Bilder und Vorstellungen über den globalen Süden, seine zu bewältigenden Herausforderungen und die Menschen vor Ort transportiert werden.
Bevor es jedoch in die empirische Analyse geht, werden grundlegende Begriffe im Umfeld der Entwicklungszusammenarbeit diskutiert und die Struktur und Arbeitsweise der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und entwicklungspolitischen Bildung dargelegt. Im Anschluss wird die theoretische Basis für die empirische Analyse geschaffen. Über das Konzept des Konstruktivismus findet eine Auseinandersetzung mit der medialen Konstruktion von Realitäten statt und dies auch im konkreten Fall der Nord-Süd-Thematik beleuchtet. Eine zentrale Stellung innerhalb dieses Abschnitts nimmt die in der Vergangenheit formulierte Kritik an der medialen Berichterstattung über den Süden und Repräsentationsmuster in der Spendenwerbung ein. Im empirischen Teil der Arbeit soll eine Antwort darauf gegeben werden, inwiefern diese noch zutreffend ist. Eine weitere Grundlage der Analyse liefern die Theorien der visuellen Kommunikation, sowie jene der Werbepsychologie und der Motivforschung in Bezug auf SpenderInnen. Die methodische Annäherung an das Untersuchungsmaterial erfolgt über das Instrument der Inhaltsanalyse nach Müller, sowie der Filmanalyse nach Korte.
Die empirischen Befunde ergaben einen Wandel von klassischen Sujets, die vor allem auf emotionale Betroffenheit setzten, hin zu positiveren Darstellungen, in denen oftmals auch von der Darstellung Betroffener Abstand genommen wird. Diese neuen Repräsentationsformen erwiesen sich jedoch auf anderen Ebenen als problematisch, zumal sich gewisse klischeehafte Darstellungsmuster und Stereotype als besonders persistent erwiesen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Spendenwerbung Entwicklungszusammenarbeit NGO visuelle Kommunikation Plakatwerbung TV-Spots Süd-Berichterstattung
Autor*innen
Catharina Freundl
Haupttitel (Deutsch)
"Dritte Welt" aus zweiter Hand
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Darstellung des globalen Südens in der Spendenwerbung von österreichischen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
254 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.39 Massenkommunikation, Massenmedien: Sonstiges
AC Nummer
AC09427380
Utheses ID
14738
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
