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Das Motiv der Elternlosigkeit in der Kinder- und Jugendliteratur
Sophie Julia Ines Blauensteiner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Murray Gordon Hall
DOI
10.25365/thesis.16517
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29843.73249.353653-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit wird das Motiv der Elternlosigkeit, also das Motiv des elternlosen kindlichen Protagonisten, der/die entweder Waise ist oder autonom im elternfernen Raum handelt, aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es handelt sich um eines der häufigsten und wichtigsten Motive in der Kinder- und Jugendliteratur.
Im ersten Teil der Arbeit wird darauf eingegangen, wie das Motiv der Elternlosigkeit im Laufe der KJL-Geschichte eingesetzt wurde, welche Ausprägungen und Funktionen es besitzt, und es wird die Verknüpfung des Motivs mit dem jeweils herrschenden Familienbild aufgezeigt.
Im Weiteren geht es um die grundlegende Bedeutung der Elternlosigkeit für die Figur eines Helden, sei es ein antiker Mythenheld, Märchenheld, Superheld oder Protagonist eines Adoleszenzromans, unter psychologischer Betrachtungsweise. Genauer illustriert wird das anhand der Beispiele Harry Potter und Krabat.
Zuletzt wird dargestellt, warum die Elternlosigkeit eine konstituierende Rolle für den Klassikerstatus eines Werkes und seinen Erfolg beim Lesepublikum spielt.
In der Arbeit wird gezeigt, dass die Abwesenheit von Elternfiguren den kindlichen Protagonisten die Autonomie ermöglicht, die sie benötigen, um ihre Abenteuer zu bestehen. Am Waisenkind lassen sich außerdem durch seinen Außenseiterstatus und seine vergleichsweise hohe Mobilität soziale Problemlagen und historische Begebenheiten leichter darstellen.
Des Weiteren ist das Motiv auch Ausdruck eines Entwicklungsschritts vom Kind zum Erwachsenen oder Adoleszenten, der nur durch die Ablösung von den Eltern möglich wird.
Außerdem bieten elternlose Helden eine Projektionsfläche für kindliche Phantasien der Allmacht genauso wie für Verlassenheitsgefühle, und sind somit ideale Identifikationsfiguren.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Elternlosigkeit Kinderliteratur Jugendliteratur Krabat Harry Potter Elternferne
Autor*innen
Sophie Julia Ines Blauensteiner
Haupttitel (Deutsch)
Das Motiv der Elternlosigkeit in der Kinder- und Jugendliteratur
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
159 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Murray Gordon Hall
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC08802917
Utheses ID
14807
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
