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Desafío a la incertidumbre
Herausforderung an die Unsicherheit ; eine qualitative Analyse zu sozialen Sicherungsstrategien alleinerziehender Frauen in Havanna, Kuba
Bettina Gatt
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Werner Zips
DOI
10.25365/thesis.16535
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29885.11804.256661-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Spätsommer 1990 wurde in Kuba die Período Especial verkündet, eine der folgenreichsten Krisen seit dem Triumph der Revolution 1959. Diese Sonderperiode implizierte gravierende Veränderungen für die Bevölkerung und glich einem Kriegszustand, der durch ein zentralverwaltetes Rationierungssystem bei Beibehaltung der sozialistischen Grundlinien reguliert werden sollte. Das Notstandsprogramm der Regierung war allerdings unzulänglich, um der Bevölkerung soziale Sicherheit zu garantieren. Dem Transformationsprozess gingen deshalb veränderte Erwartungshaltungen an formelle Sozialpolitik einher, woraufhin neue soziale Akteur_innen im Feld der sozialen Sicherheit auftraten. Um die wahrgenommenen Unsicherheitsfaktoren zu kompensieren, entwickelten Kubaner_innen eine Vielfalt an Praxisformen. Kreativität und Improvisation erwiesen sich dabei als hilfreiche Strategien der Ressourcenbeschaffung, um eine Neupositionierung im Feld der sozialen Sicherheit zu erlangen.
Diese Arbeit verfolgt den Anspruch, die sozialen Folgen der kubanischen Krise durch eine praxeologische Herangehensweise nach Bourdieu zu untersuchen. Dabei werden die Praktiken und Strategien ausgewählter alleinerziehender Haushaltsvorsteherinnen in Relation zu politökonomischen und soziokulturellen Feldern gesetzt. Die aus empirischer Forschung gewonnenen Quellen sollen in Anbetracht der historischen Ereignisse und Rahmenbedingungen, einem besseren Verständnis gegenwärtiger Transformationen in Kuba dienen, sowie einen Beitrag zu informellen Sicherungsstrategien in Ländern der Peripherie leisten.
Abstract
(Englisch)
In the beginning of the 1990s Cuba proclaimed one of the most momentous crises since the triumph of the revolution in 1959. This “special period” implied major changes for the population and was compared to a state of war, regulated by a central system of rationing,
while retaining the basic socialist lines. The emergency program of the government, however, was insufficient to guarantee social security. The transformation process implied a change in
the expectations associated to formal social policy. Therefore a great number of new social actors emerged in the field of social security. To compensate for the perceived uncertainty and
ensure social security, they developed a variety of strategies. Creativity and improvisation proved to be helpful to procure resources and to gain a repositioning in the field of social
security.
This work pursues the claim to investigate social consequences of the Cuban crisis by using a praxeological approach (Bourdieu). Therefore the practices and strategies of selected female single-parent heads of household are set in relation to political, economic, social and cultural fields concerning social security. The findings of empirical research are considered in the light of historical events and conditions to gain a better understanding of current transformation. Furthermore, the thesis plans to contribute to informal hedging strategies in countries of periphery.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Cuba social security Havanna
Schlagwörter
(Deutsch)
Soziale Sicherheit Länder der Peripherie Kuba Havanna Sicherungsstrategien alleinerziehender Frauen
Autor*innen
Bettina Gatt
Haupttitel (Deutsch)
Desafío a la incertidumbre
Hauptuntertitel (Deutsch)
Herausforderung an die Unsicherheit ; eine qualitative Analyse zu sozialen Sicherungsstrategien alleinerziehender Frauen in Havanna, Kuba
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
132 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Werner Zips
AC Nummer
AC09009727
Utheses ID
14822
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
