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Von der Heimatlosigkeit zur Hybrid-Identität
die Aushandlung kultureller Identität im kanadischen Film der Minderheiten
Stefan Nikolaus Putz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Elisabeth Büttner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.16637
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29101.12104.777453-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit dem Kino der Minderheiten in Kanada. Kanadische RegisseurInnen mit Migrationshintergrund wie Deepa Mehta, Ruda Nadda und vor allem Atom Egoyan gelten, trotz ihres Status als Teil einer kulturellen Minderheit, als Ikonen der nationalen Filmkultur. Ihr Erfolg erklärt sich nach der Meinung von FilmwissenschaftlerInnen wie George Melnyk auch darin, dass sie sich an den Charakteristiken der kanadischen Kultur-Agenda orientieren, sich also einer kanadischen Kinematographie bedienen. Das Kino der ImmigrantInnen schafft es demnach, die Themen der Minderheiten mit einer kanadischen Kinematographie zu verbinden, eine Brücke zwischen den Kulturen zu errichten, und trotzdem eine kanadische Ausstrahlung zu haben. Diese These wird in der vorliegenden Arbeit in drei Schritten untersucht. Als erstes wird dabei erarbeitet, was „Nation“ und „nationale Kultur“ ausmacht, und wie sie sich definieren lassen. Die theoretische Annäherung wird nachfolgend auf die Nation Kanada angewendet. Auf dieser Grundlage werden die Ursachen für das Gefühl der kulturellen Heimatlosigkeit untersucht und die Hybrid-Kultur als Strategie der Identitätsfindung erläutert. In der Erarbeitung der kanadischen Kinematographie wird dann untersucht, welche Ausdrucksmittel sich historisch als typisch für den kanadischen Film herausgearbeitet haben, und welchen Einfluss der postkoloniale und postmoderne Diskurs auf diese hatte. Der These folgend, dass die nationale Handschrift auch im Kontext einer hybriden Kulturauffassung erkennbar bleibt, werden die erarbeiteten Motive des nationalen Kinos auf Filme von kanadischen RegisseurInnen mit Migrationshintergrund angewendet und untersucht. Als beispielhafte Filme wurden hierfür Deepa Mehtas BOLLYWOOD/HOLLYWOOD, Atom Egoyans ARARAT und Ruba Naddas SABAH ausgewählt. In einem abschließenden Resümee wird dann die Anwendbarkeit meiner Hypothese bewertet, und ihre mögliche Auswirkung auf nationale Kinos allgemein eingeschätzt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Canadian Cinema Cultural Identity Hybrid Identity
Schlagwörter
(Deutsch)
Kanadischer Film Kanadisches Kino Kulturelle Identität Hybrid Identität
Autor*innen
Stefan Nikolaus Putz
Haupttitel (Deutsch)
Von der Heimatlosigkeit zur Hybrid-Identität
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Aushandlung kultureller Identität im kanadischen Film der Minderheiten
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
93 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Büttner
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.00 Theater, Film, Musik: Allgemeines ,
24 Theater, Film, Musik > 24.37 Film: Sonstiges ,
71 Soziologie > 71.52 Kulturelle Prozesse ,
71 Soziologie > 71.63 Minderheitenproblem
AC Nummer
AC08829260
Utheses ID
14910
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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