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Energiepolitik in Japan und Südkorea
im Spannungsfeld von Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit
Elisabeth Schneeweiß
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Rüdiger Frank
DOI
10.25365/thesis.16641
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29092.33424.736564-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die japanische und südkoreanische Energiepolitik auf ihre Nachhaltigkeit zu untersuchen. Zur Analyse werden Kategorien für die Kennzeichnung einer solchen nachhaltigen Energiepolitik von Prof. Dr. Holger Rogall entlehnt. Durch den Vergleich mit internationalen Handlungszielen und Rechtsnormen, sowie der Analyse der tatsächlichen Entwicklung in der Energiepolitik seit 1990, unterteilt in eine Untersuchung der Treibhausgasemissionen, der Energieeffizienz, des Einsatzes von Energieträgern und den von den Regierungen implementierten Suffizienzstrategien, soll eine ausreichende Beantwortung der Forschungsfrage ermöglicht werden. Zur Durchführung der Analyse wurden offizielle Daten und Informationen der Vereinten Nationen und der Regierungsorgane der jeweiligen Länder verwendet, sowie Sekundärquellen zu diesem Thema. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass Japan und Südkorea trotz ähnlicher Ressourcenarmut eine zum Teil sehr unterschiedliche Energiepolitik verfolgen, die demnach zu einer unterschiedlichen Entwicklung geführt hat. Japan kann in mehr als der Hälfte der Analysekriterien als nachhaltig bezeichnet werden, zeichnet es sich vor allem durch sein Engagement auf internationaler Ebene und seiner hohen Energieeffizienz aus. Nachholbedarf gibt es allerdings beim Einsatz von Energieträgern, denn es gilt den Ausbau erneuerbarer Energie noch stärker zu forcieren, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Die südkoreanische Energiepolitik hingegen kann noch nicht als nachhaltig beurteilt werden, lehnte doch die Regierung des Landes internationale Verpflichtungen bis in die Gegenwart ab. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung seit 1990 wider, denn es stiegen die Treibhausgasemissionen in hohem Maße an, gepaart mit einer niedrigen Energieeffizienz und der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Trotz einer ähnlichen Ausgangssituation gibt es große Unterschiede in der Energiepolitik Japans und Südkoreas und es bleibt abzuwarten, ob es in der Zukunft zu einer Angleichung kommt, damit beide Länder – noch – nachhaltiger werden.
Abstract
(Englisch)
The aim of this thesis is to examine the sustainability of Japan’s and South Korea’s energy policy. For the analysis I used the categories Holger Rogall framed for identifying such a sustainable energy policy. By comparison with international goals and legal norms, as well as the analysis of actual developments in energy policy since 1990, divided into a study of greenhouse gas emissions, energy efficiency, the use of energy sources and the strategy for sufficiency implemented by the governments of each country, a sufficient answer of the research question becomes possible. To perform the analysis I used official data and information provided by the United Nations and the government authorities of Japan and South Korea, as well as secondary literature on this topic. The results of this thesis show that Japan and South Korea, despite both of them lacking natural resources, for the most part pursue quite different energy policies, which resulted in an equally different development. In more than half of the criteria used for the analysis Japan can be seen as having a sustainable energy policy mainly characterized by its engagement in international conferences and its high energy efficiency. The country still has to improve its use of energy sources, as it is too dependent on fossil fuels and thus needs to accelerate the development of renewable energies. South Korea’s energy policy, however, cannot yet be classified as sustainable. The government still rejects any international commitments regarding the climate change, a notion that also reflects itself in the development since 1990: greenhouse gases rising at a high speed, coupled with low energy efficiency and the dependence on fossil fuels. Despite sharing the same basic conditions, the energy policies of Japan and South Korea differ fundamentally, and it remains yet to see if the future brings both countries closer together and makes them more sustainable.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
energy policy East Asia Japan South Korea Sustainability climate policy environmental sustainability
Schlagwörter
(Deutsch)
Energiepolitik Ostasien Japan Südkorea Nachhaltigkeit Klimapolitik Umweltverträglichkeit
Autor*innen
Elisabeth Schneeweiß
Haupttitel (Deutsch)
Energiepolitik in Japan und Südkorea
Hauptuntertitel (Deutsch)
im Spannungsfeld von Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
105 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Rüdiger Frank ,
Alfred Gerstl
Klassifikation
43 Umweltforschung > 43.48 Regionale Umweltprobleme
AC Nummer
AC08826014
Utheses ID
14913
Studienkennzahl
UA | 066 | 864 | |
