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Die Rolle der Notizentechnik beim Konsekutivdolmetschen
Analyse mittels LivescribeTM EchoTM Smartpen
Nina Kostal
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
DOI
10.25365/thesis.16658
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29848.89275.740664-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung von Notizen, die professionelle DolmetscherInnen und Studierende beim Konsekutivdolmetschen nehmen. Dabei sollten Unterschiede zwischen den Notizen dieser beiden Gruppen ermittelt werden und herausgefunden werden, in welchen Bereichen Studierende in der Endphase ihres Studiums noch Probleme haben und wie professionelle DolmetscherInnen in diesen Fällen vorgehen. Anhand der Ergebnisse sollte daher Studierenden in der Endphase ihres Dolmetschstudiums geholfen werden, ihre Notizentechnik zu perfektionieren und darauf hingewiesen werden, worauf im Unterricht kurz vor dem Abschluss des Studiums besonders Acht gegeben werden sollte.
Grundlage für diese Untersuchung bildete ein Experiment, das von Bettina Hiebl und mir im März 2011 an der Universität Wien durchgeführt wurde. Dabei dolmetschten vier Studierende und drei professionelle Dolmetscherinnen drei Reden vom Italienischen ins Deutsche. Während die Dolmetscherinnen die Originalreden hörten, notierten sie mit dem LivescribeTM EchoTM Smartpen auf dem dazugehörenden Papier. Auf diese Weise konnten die Notizen digital gespeichert werden und nicht nur das Endprodukt der Notizen, sondern auch der Notationsprozess analysiert werden.
Die Ergebnisse der Analyse zeigten, dass es drei große Bereiche gab, bei denen die Notizen von Studierenden und professionellen Dolmetscherinnen voneinander abwichen. Der erste Unterschied betraf die Struktur der Notizen, die bei den Studierenden oft nicht so übersichtlich und logisch war, wie bei den professionellen Dolmetscherinnen, was auch die Flüssigkeit der Vortragsweise beeinträchtigt haben dürfte. Der zweite Unterschied ergab sich im Zusammenhang mit der Ökonomie und Automatisierung der Notizen. Studierende schrieben oft lange Wörter aus oder notierten Sinneinheiten doppelt. Außerdem hatten sie viele Notationsstrategien noch nicht ausreichend automatisiert und wechselten während einer Rede bei gleichen Sinneinheiten die Notationsweise. Dadurch verloren sie unnötig Zeit und mussten andere Elemente auslassen. Der dritte Unterschied betraf die Notation von Eigennamen und Zahlen, bei denen die Studierenden zum Teil noch große Schwierigkeiten hatten. Diese Schwierigkeiten waren unter anderem auf mangelndes Allgemeinwissen und Fehler im logischen Denken zurückzuführen, was also ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Dolmetschausbildung sein sollte.
Auf diese drei Kernpunkte sollte daher in der Endphase der Ausbildung noch einmal gezielt geachtet werden. Die Untersuchung zeigte aber auch, dass die Studierenden meist sehr gute Leistungen erbrachten und die Lehre der Notizentechnik im KD-Unterricht daher auf jeden Fall sinnvoll ist.
Abstract
(Englisch)
The aim of this thesis was to analyze the notes that professional interpreters and students take in consecutive interpreting. The analysis focused on the differences between the notes taken by both groups, the problems that students in the final phase of their studies still have as well as the strategies professional interpreters apply in order to cope with these problems. The results should therefore help students in the final phase of their studies to perfect their notation system and at the same time indicate which areas should be in the centre of attention at the end of training.
The basis of this study was an experiment carried out by Bettina Hiebl and myself at the University of Vienna in March 2011. In this experiment, four students and three professional interpreters interpreted three speeches from Italian into German. While the interpreters listened to the original speeches, they took notes with the LivescribeTM EchoTM Smartpen on the respective paper. In this way, the notes could be digitally saved, and not only the final product of the notes, but also the process of note taking itself could be analyzed.
The results of the analysis showed that there were three critical areas revealing clear differences between the notes of students and professional interpreters. The first difference concerned the structure of the notes which students hadn’t arranged as clearly and logically as professional interpreters; a fact that might have also affected the fluency of their delivery. The second difference could be found in the economy and automatization of notes. The students often wrote out long words in full or they wrote down units of meaning twice. Furthermore, they had not yet sufficiently automatized their strategies of note taking and showed a tendency towards changing the type of note for the same unit of meaning during one speech. As a result, they unnecessarily lost time and had to omit other elements. The third difference concerned the note taking of proper names and numbers that in many cases constituted a big problem for the students. These problems were caused among other things, by a lack of general knowledge and mistakes in logical reasoning. Therefore, they have to be part of the interpreter training as well.
Hence, these three core issues should once again be in the focus of attention in the final phase of training. The study, however, also revealed that students performed creditably in most of the cases and that the teaching of note taking as part of consecutive interpreting training is therefore definitively useful.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
note taking consecutive interpreting smartpen simultaneous consecutive interpreting conference interpreting
Schlagwörter
(Deutsch)
Notizentechnik Konsekutivdolmetschen Smartpen Simultanes Konsekutivdolmetschen Konferenzdolmetschen
Autor*innen
Nina Kostal
Haupttitel (Deutsch)
Die Rolle der Notizentechnik beim Konsekutivdolmetschen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse mittels LivescribeTM EchoTM Smartpen
Paralleltitel (Englisch)
The Role of note taking in consecutive interpreting
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
145 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC09555684
Utheses ID
14926
Studienkennzahl
UA | 065 | 348 | 342 |
