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Das subjektive Belastungserleben pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz
soziale Problemlösekompetenz und Krankheitswissen als Ressource zur Bewältigung der Pflegesituation
Stefanie Unter
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Germain Weber
DOI
10.25365/thesis.16662
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30361.18643.147461-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel der Untersuchung war es die soziale Problemlösefähigkeit pflegender Angehöriger Demenzkranker und deren subjektives Belastungserleben bzw. Depressivität auf Zusammenhänge zu überprüfen. Weiter wurden mögliche Zusammenhänge zwischen vorhandenem Krankheitswissen über Demenz seitens der Pflegepersonen und deren Belastungserleben untersucht. Schließlich sollte überprüft werden, ob sich vorhandene soziale Problemlösefähigkeit und verfügbares Krankheitswissen gegenseitig beeinflussen. An der Studie nahmen 56 pflegende Angehörige mit einem Durchschnittsalter von 68,86 Jahren teil, wobei es sich zu 75% um weibliche und 25% männliche Teilnehmer handelte. Es wurde das subjektive Belastungserleben, die Depressivität, die soziale Problemlösefähigkeit und das Krankheitswissen der pflegenden Angehörigen erhoben. Ebenso das Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Befragten und deren erkrankten Angehörigen. Die Demenzkranken wurden anhand von Alter, Geschlecht, Demenzstadium und -form charakterisiert. Die dafür verwendeten Erhebungsinstrumente waren das Zarit Burden Interview, die Geriatric Depression Scale, das Social Problem Solving Inventory-Revised und die Alzheimer Disease Knowledge Scale. Die Datenanalyse erfolgte mittels Produkt-Moment-Korrelation nach Pearson. Es zeigten sich deutliche Zusammenhänge zwischen einzelnen Komponenten sozialer Problemlösekompetenz und der Belastung bzw. Depressivität der Angehörigen. Das Krankheitswissen hängt nicht mit Belastung bzw. Depressivität zusammen. So wurde auch keine Wechselwirkung der Konstrukte Problemlösekompetenz und Krankheitswissen festgestellt. Mittels experimenteller Versuchsdesigns müssen die gefundenen Zusammenhänge zwischen Problemlösen und Belastung bzw. Depressivität zukünftig auf Kausalität und im Rahmen größerer Stichproben untersucht werden, um Empfehlungen für die praktische Umsetzung von Problemlösetrainings bei pflegenden Angehörigen Demenzkranker geben zu können. Um Aussagen über die Relevanz von Krankheitswissen machen zu können, ist die Konstruktion eines Fragebogens von hoher psychometrischer Qualität nötig, welcher das für die Belastung relevante Krankheitswissen adäquat erhebt.
Abstract
(Englisch)
The aim of the study was to check the connection between the social problem-solving ability of family carers of dementia patients and their subjective stress experience. Further the possible connection between disease knowledge on the part of dementia caregivers and the burden of care were examined. Finally, it should be explored whether existing social problem-solving ability and available knowledge about dementia influence each other and whether a possible resulting interaction of these both constructs influences the burden of care in a positive way. The study included 56 caregivers with a mean age of 68,86 years, 75% of the participants were female. The survey included the subjective burden experience, depression, social problem-solving ability and disease knowledge of the caregivers. Likewise the family relationship between the respondents and their ill family members were surveyed. The dementia patients were characterized on the basis of age, gender, stage of dementia and dementia type. The Zarit Burden Interview, the Geriatric Depression Scale, the Social Problem Solving Inventory-Revised and the Alzheimer Disease Knowledge Scale were used as survey instruments. The data were analyzed by Pearson´s product-moment correlation. There are shown significant correlations between individual components of social problem-solving skills and stress respectively depression of the relatives. These include the positive and negative problem orientation, and the avoidance-style. The knowledge of the disease is not related to stress or depression. So also no interaction between the problem-solving skills and disease knowledge was found. Experimental studies are indicated to investigate the causality of the found associations between problem-solving and burden respectively depression in larger samples, in order to make recommendations for the practical implementation of problem-solving training for family caregivers of dementia patients. To make statements about the relevance of disease knowledge, the construction of a knowledge questionnaire of high psychometric quality and burden relevant content is required.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
dementia homecare familiy caregiver burden depression social problemsolving disease knowledge
Schlagwörter
(Deutsch)
Demenz häusliche Pflege Angehörige Belastung Depressivität soziales Problemlösen Krankheitswissen
Autor*innen
Stefanie Unter
Haupttitel (Deutsch)
Das subjektive Belastungserleben pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz
Hauptuntertitel (Deutsch)
soziale Problemlösekompetenz und Krankheitswissen als Ressource zur Bewältigung der Pflegesituation
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
VI, 161 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Germain Weber
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC08829712
Utheses ID
14930
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
