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Die Suche nach Positionierung im politischen Entwicklungsdiskurs
eine kritische Positionierung in den Spannungsfeldern von Subjektivismus und Objektivismus, Identität und Differenz, meinem Wissen und dem Wissen der Anderen
Bernhard Laner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stefan Hopmann
DOI
10.25365/thesis.16665
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30150.33629.873166-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit stellt eine Positionierung des Autors in den Spannungsfeldern Objektivismus und Subjektivismus, Identität und Differenz bzw. Positionierung und Bewegung und im Spannungsfeld Theorie und Praxis dar. Diese Themen werden im Hinblick auf politische Entwicklung, sprich im Hinblick auf die Frage, wie Entscheidungen getroffen werden sollten, behandelt.
Diese Arbeit geht davon aus, dass Entscheidungen im Grunde immer dann gefällt werden, wenn gehandelt wird, da in jeder Handlung, und dabei sei auch Denken gemeint, entschieden wird, dass eine bestimmte Richtung der (individuellen sowie gesellschaftlichen) Entwicklung eingeschlagen wird und andere Richtungen als falsch oder als alternativ wahrgenommen werden.
Im Zuge der Beschäftigung mit dem Thema Wahrheit und Erkenntnis stellt sich diese Arbeit die Frage, ob es privilegierte Menschen in Entscheidungen geben sollte, die mehr Einfluss auf eine Entscheidung ausüben sollten, da angenommen werden kann, dass sie definitiv bessere Ziele vor Augen haben oder ob alle Menschen gleichwertig in Entscheidungsfindungsprozessen mitwirken sollten, da Ziele als rein relativ zu betrachten sind. Diese Arbeit kommt dabei zu der Einsicht, dass es für den Menschen unabdingbar ist einem Ziel zu folgen und somit von einem besseren Ziel auszugehen, gleichzeitig kommt diese Arbeit jedoch auch zu der Einsicht, dass von keinem universell gültigen Ziel ausgegangen werden kann.
Für eine ideale Entscheidungsfindung lässt sich daraus folgern, dass in einem Entscheidungsfindungsprozess die Beteiligten ihren Standpunkt darstellen, von dem sie zwar annehmen, dass dies hier und jetzt ihr Standpunkt ist, dieser jedoch jederzeit kritisierbar und zwar nicht nur in sich, sondern auch als Ganzes kritisierbar bleibt.
In der Behandlung des Themas Identität, wird der Frage nachgegangen warum ein Standpunkt so ist, wie er ist. Hierbei kommt diese Arbeit zu dem Schluss, dass ein Standpunkt so ist wie er ist, weil der Mensch, der ihn vertritt durch seine Geschichte geprägt ist, weil er sich in einer Gesellschaft verortet, sowie weil er danach trachtet Bedürfnisse zu befriedigen. In einer idealen Entscheidung sollte daher mit Standpunkten argumentiert werden, die auf diesen Aspekten beruhen.
Da sich diese Arbeit der Herausforderung stellt, einen Standpunkt als Ganzes kritisierbar zu erachten, muss in einem Entscheidungsprozess angenommen werden, dass die Möglichkeit besteht, dass der Standpunkt meines Gegenübers nicht mit den eigenen Kategorien von der Welt erklärbar ist. Im Zuge einer empirischen Forschung wurde der Versuch unternommen diese theoretische Vorstellung in der Praxis umzusetzen. Bei der empirischen Forschung in Ghana wurde der Frage nachgegangen, was es für die Studierenden in Ghana bedeutet, eine ideale Entscheidung zu treffen? Die Forschungsarbeit hat aufgezeigt, dass sich das Kritisieren eines Standpunktes als Ganzes nicht in der Praxis umsetzen lässt, da sich das Verständnis von dem Standpunkt des Gegenübers nie völlig von den eigenen Vorstellungen von der Welt lösen kann. In dem Verständnis des Standpunktes des Gegenübers wird sich auch die eigenen Geschichte, die eigene Verortung in der Gesellschaft und das eigene Trachten nach Bedürfnisbefriedigung immerzu widerspiegeln.
Abstract
(Englisch)
This thesis represents the author’s positioning between the conflicting issues of objectivism and subjectivism, identity and difference as well as between theory and praxis. These topics are reviewed regarding political development, i.e. the question of how decisions should be made.
The thesis assumes that decisions are basically always taken whenever there is an action, because with every action, including the act of thinking, a certain way of (individual as well as societal) development is chosen and other ways are considered wrong or alternative.
By engaging in the matter of truth and epistemology the question comes up if there should be privileged people having more influence on a decision because it can be assumed that they have better goals, or if everybody should take part equally in processes of decision-making because goals are to be considered relative. This thesis comprehends that it is indispensable for humans to follow a goal, at the same time it recognises that there is no universally valid goal.
Therefore, in ideal decision-making it can be said that the people involved in the process represent their point of view of which they assume it is theirs in the very place and moment, but still it remains fully criticisable at any time.
Concerning the issue of identity, the question of why a position is as it is is pursued. The answer it attains to is that it is as it is because the person representing it is affected by their history, by the necessity of positioning themselves in society, as well as because they want to satisfy their needs. Hence, in an ideal decision there should be argued with positions based on these aspects.
As this thesis faces the challenge of considering a point of view fully criticisable, it has to be assumed in a decision-making process that there is the possibility of the viewpoint of the counterpart not being explicable with the own categories of the world. In the course of an empirical research, the attempt was done to transform this theoretical approach into praxis. In this research in Ghana students were asked what it meant to them to make an ideal decision. The practical research showed that criticising a viewpoint as a whole is not transferable into praxis, as the understanding of the position of the counterpart can never be completely separated from the own conceptions of the world. In this understanding the own history, the own positioning in society and the own thriving for satisfaction of needs will always be reflected.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
political development cognition identity critic research
Schlagwörter
(Deutsch)
politische Entwicklung Erkenntnis Identität Kritik empirische Forschung
Autor*innen
Bernhard Laner
Haupttitel (Deutsch)
Die Suche nach Positionierung im politischen Entwicklungsdiskurs
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine kritische Positionierung in den Spannungsfeldern von Subjektivismus und Objektivismus, Identität und Differenz, meinem Wissen und dem Wissen der Anderen
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
V, 152 S. : 1 CD-ROM
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Hopmann
AC Nummer
AC08840484
Utheses ID
14933
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
