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Hegemonic?
Chinese and European discourses on development in sub-Saharan Africa
Christian Tschirhart
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Amadou Lamine Sarr
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.16782
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30070.17374.266959-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die zunehmende Präsenz der Volksrepublik China in Subsahara-Afrika stellt heute eine der bedeutendsten Phänomene der politischen Ökonomie seit dem Ende des Kalten Krieges dar. Dieser Zeitraum wurde durch eine Dominanz westlicher politisch-ökonomischer Entwicklungsnormen geprägt. Dabei nahm die Europäische Union in hegemonialen Entwicklungsdiskursen eine Position asymmetrischer Macht ein (soft imperialism). Durch die Verknüpfung von Entwicklungshilfe und politischen Bedingungen hatte sie die Möglichkeit, eigene Normen auf Subsahara-Afrika zu übertragen. Die vorliegende Arbeit geht folglich der Frage nach, ob die durch relative Macht gekennzeichnete Position der EU die alternativen Ansätze der chinesischen Entwicklungshilfe beeinträchtigt hat. Dabei werden mittels eines sozial-konstruktivistischen Ansatzes die jeweiligen Entwicklungskonzepte der EU und Chinas bis zu ihrer Entstehungsperiode zurückverfolgt. Akteur-spezifische Ansätze zur soft power sind ebenfalls enthalten. Kultur wird in die Analyse einbezogen, um die Gefahr von Eurozentrismus durch die Kontextualisierung des europäischen kulturellen Universalismus umzugehen und gleichzeitig auf Unterschiede der Interessenskonstruktion auf governance-Ebene einzugehen. Die Ansätze beider Akteure in Bezug auf Entwicklung werden verglichen und gegenübergestellt um festzustellen inwieweit Divergenz- oder Konvergenzmomente sich erkennen lassen. Schließlich wird gezeigt, dass die Fähigkeit der EU durch soft imperialism politisch-ökonomische Normen über Entwicklungshilfe auf Subsahara-Afrika zu übertragen, durch die Präsenz Chinas und seiner Entwicklungspolitik auf dem Kontinent, geschwächt wurde. Viele Charakteristika des chinesischen Ansatzes, einschließlich eines pragmatischen Entwicklungsansatzes, sind für afrikanische politische Eliten attraktiv. Unter anderem wird geschätzt, dass China großen Wert auf lokale Kontexte legt und eine Kultur verkörpert, die in einem globalen System Vielfalt fördert. Dagegen steht der europäische kulturelle Universalismus, der grundsätzlich nach Homogenität verlangt. Die Existenz der chinesischen Option erhöht den politischen Spielraum für afrikanische Regierungen. Aufgrund großer kultureller und historischer Unterschiede, ist es unwahrscheinlich, dass die politischen Entwicklungsansätze der EU und Chinas sich vereinbaren lassen. Dennoch ist aufgrund des chinesischen Pragmatismus und des soft-power-Ansatzes der EU, aber auch wegen gegenseitiger europäisch-chinesischer Wirtschaftsabhängigkeiten politische Konfrontation höchst unwahrscheinlich und ein Dialog möglich.
Abstract
(Englisch)
The increasing presence of the People's Republic of China's in sub-Saharan Africa is one of the most significant phenomena in the political economy of development since the end of the Cold War. This same period has been characterised by the dominance of Western politico-economic norms within development. As a 'normative power' within this hegemonic development discourse, the European Union has had a position of asymmetric power (soft imperialism) with ability to impose norms upon sub-Saharan Africa through political conditionalities. This thesis therefore asks if the EU's position of relative power is compromised by the alternative political approach of Chinese development assistance. Using a social constructivist approach, EU and China development policies are traced to their domestic origins. Actor-specific approaches to soft power are also included. Culture is incorporated into the analysis to overcome Eurocentrism by contextualising European cultural universalism, while also expanding on differences in construction of interests, and governance. Both actors' approaches to development are compared and contrasted to determine to what extent they diverge, and what probability of convergence exists. Ultimately, it is determined that the EU's soft imperialist ability to impose politico-economic norms through development assistance has diminished due to China's development presence in sub-Saharan Africa. Many features of the Chinese approach are attractive to African political elites, including China's pragmatic approach to development, putting great emphasis on local context, as well as having a culture that promotes diversity in the global system while European cultural universalism promotes homogeneity. The existence of the Chinese option increases policy space for African governments. Due to major cultural and historical differences, China is unlikely to adopt a political approach to development that converges with that of the EU. Nonetheless, due to Chinese pragmatism and the EU’s soft power approach, as well as EU-China economic interdependence, political confrontation is highly unlikely and dialogue possible.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Internationale Development Development Assistance Subsaharan - Africa European Union People's Republic of China World Order Multipolarity Discourse Power
Schlagwörter
(Deutsch)
Internationale Entwicklung Entwicklungshilfe Subsahara - Afrika Europäische Union Volksrepublik China Weltordnung Multipolarität Diskurs Macht
Autor*innen
Christian Tschirhart
Haupttitel (Englisch)
Hegemonic?
Hauptuntertitel (Englisch)
Chinese and European discourses on development in sub-Saharan Africa
Paralleltitel (Deutsch)
Hegemonie? ; chinesische und europäische Diskurse über Entwicklung in Subsahara-Afrika
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
134 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Amadou Lamine Sarr
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.38 Europäische Geschichte nach 1945 ,
15 Geschichte > 15.79 China ,
15 Geschichte > 15.92 Afrika südlich der Sahara ,
71 Soziologie > 71.89 Sozialpolitik: Sonstiges ,
73 Ethnologie > 73.07 Entwicklungsethnologie ,
89 Politologie > 89.54 Politischer Einfluss ,
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.71 Internationale Zusammenarbeit: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union
AC Nummer
AC08809019
Utheses ID
15038
Studienkennzahl
UA | 067 | 805 | |
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