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Die Fresken der Smísek-Kapelle in der Barbarakirche in Kuttenberg (Kutná Hora)
Kristina Klebel
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Viktor Schwarz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.1845
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30184.64123.576365-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Grabkapelle des Michal Smísek z Vrchovist, deren Ausstattung sowohl durch ihre formal in sich geschlossene Ausmalung, die einem umfassenden Konzept unterworfen zu sein scheint, als auch durch den bewussten Einsatz unterschiedlicher Gestaltungsmodi auffällt. Aufgrund der einseitigen Forschungslage, die sich vornehmlich mit Fragen der Datierung, der Herkunft und der Vorbilder des Künstlers und der ikonographischen und ikonologischen Bestimmung einzelner Ausstattungsteile beschäftigt, habe ich mich vor allem den weniger behandelten Themenblöcken der Gesamtstruktur und des Gesamtprogrammes der Ausmalung sowie der Bedeutung dieser beiden Aspekte im Rahmen der Funktion der Kapelle gewidmet. So konnte ich zeigen, dass den Gestaltungsmodi der Kapelle zweierlei Bedeutung zukam. Einerseits diente die differierende Gestaltung der Wandoberfläche dazu, die Ausstattung einer großen, reich geschmückten Kapelle vorzutäuschen, um dem Status des Stifters gerecht zu werden. Denn da der Bau der schmalen Chorumgangskapelle zum Zeitpunkt des Ankaufes durch Michal Smísek z Vrchovist bereits vollendet war, konnte der Stifter nur noch mit malerischen Mitteln auf diesen Einfluss nehmen. Die zweite Aufgabe der Gestaltungsmodi war es die Ausrichtung der zwei in der Kapelle versinnbildlichten Themenstränge (Aufforderung zur Messfeier, Demut als Weg zur Erlösung) auf unterschiedliche Benutzergruppen sowie die Bedeutung der einzelnen Fresken innerhalb dieser Themenstränge zu verdeutlichen. Wie die perspektivische Ausrichtung der Fresken der untersten Wandebene auf einen Benutzerstandpunkt direkt vor dem Altar zeigt, ist der erste der beiden an den Priester gerichtet. Während die Malereien der untersten Wandebene als Aufforderung zur Zelebration einer Gedenkmesse zu lesen sind, findet diese, wie durch die musizierenden Engel verdeutlicht wird, auf der Ebene der Gewölbefresken bereits statt. Der mittlere der drei auf der Südwand abgebildeten Männer verweist mit seinem Zeigestab im Sinne einer „Handlungsaufforderung“ auf die Fresken der zweiten Wandebene und somit auf den zweiten Themenstrang. Denn auf den Fresken der zweiten und dritten Wandebene wird das – entsprechend seiner neutralen perspektivischen Ausrichtung – allgemeingültige Verhaltensideal der Demut, das zur Erlösung führen soll, gezeigt. Der im Gewölbezwickel dargestellte Heilige nimmt sowohl formal (Platzierung in illusionistischer Nische, den Propheten ähnelnde Gestaltungsweise) als auch funktional (Fürbitter) eine Vermittlerrolle ein und ist als Hilfsversprechen zu werten. Die Propheten in den Gewölbefeldern, die keinerlei Eindruck von Realität aufkommen lassen, sind hingegen als reiner Variation zu den dargestellten Themen der Demut und Erlösung zu verstehen. Im Gewölbe findet nun auch dieser zweite Themenstrang endlich seine Erfüllung, denn die musizierenden Engel, sind als Verweis auf die bereits erlöste Seele und somit als Ausdruck größter Hoffnung zu verstehen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wandmalerei Smisek-Kapelle Kuttenberg Tschechische Republik
Autor*innen
Kristina Klebel
Haupttitel (Deutsch)
Die Fresken der Smísek-Kapelle in der Barbarakirche in Kuttenberg (Kutná Hora)
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
86 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Viktor Schwarz
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC07089624
Utheses ID
1515
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
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