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Einflussnahme der Geber im Rahmen von Budgethilfe-Dialogmechanismen auf die Entwicklung von Politiken und Strategien
Fallstudie Sektor Landwirtschaft in Mosambik (ProAgri)
Roswitha Kremser
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ingfried Schütz-Müller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.16908
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29813.04082.726763-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Verabschiedung der Pariser Erklärung im Jahr 2005 brachte wesentliche Veränderung für die Zusammenarbeit von Gebern und ihren Partnerländern im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit: Klare Zielsetzungen und Indikatoren fördertern den Einsatz von Budgethilfe, einem neuen und flexiblen Finanzierungsinstrument der Entwicklugszusammenarbeit, welches einen direkten Transfer von Geldern an die Partnerregierung ermöglicht, ohne dass diese Finanzierung an spezifische Aktivitäten gebunden ist. Der Dialog zwischen den Budgethilfe-Gebern und der Partnerregierung wird durch ein komplexes vertragliches Regelwerk bestimmt, welches sowohl für Geber als auch die Partnerregierung Rechte und Pflichten enthält. Die Einflussmöglichkeiten sind jedoch assymetrisch verteilt und ermöglichen Gebern den Einsatz von Sanktionsmechanismen. Die Budgethilfe-Operation im Sektor Landwirtschaft in Mosambik („ProAgri“) besteht seit 1999, wobei wechselnde Gebergruppen bisher zwei Phasen von ProAgri finanzierten. Die vorliegende Fallstudie untersucht die Rahmenbedingungen im Sektor sowie die Mechanismen im Rahmen der Budgethilfe-Operation. Sechs Studienfälle, die in die Fallstudie eingebettet sind, werden konkret analysiert: Der politische Dialog, die Formulierung landwirtschaftlicher Politiken, die Auswirkungen Geber-finanzierter Projekte auf den Sektor, die Formulierung der Landpolitik, die Intervention der Weltbank in die Cashew-Industrie sowie die Reform des öffentlichen Finanzmanagements. Die Fallstudie lässt erkennen, dass ProAgri-Geber zwar oft Konditionalitäten formulierten, diese aber nur teilweise von der Regierung Mosambiks im Zuge der Formulierung von Politiken und Strategien im Sektor Landwirtschaft aufgenommen wurden. Die Nutzung von Sanktionsmechanismen durch Geber beschränkte sich oftmals auf die Androhung von Sanktionen, hatte jedoch stets die Einbeziehung der Geber-Forderungen in die Formulierung mosambikanischer Politiken und Strategien zur Folge. Zudem konnte bestätigt werden, dass die Koordination von Gebern die Wahrscheinlichkeit der Einbeziehung der Geber-Forderungen durch die Regierung Mosambiks erhöhte. Die ProAgri-Geber nutzten die Dialogforen der Generellen Budgethilfe als Eskalationsmöglichkeit. Die Analyse der Fallstudie verdeutlicht, dass nach Verabschiedung der Pariser Erklärung die Geber Sanktionsmechanismen seltener nutzten und die Eigenverantwortung Mosambiks bei der Formulierung von Politiken und Strategien gestiegen ist. Dies entspricht den Prinzipien der Pariser Erklärung.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Budgethilfe Mosambik
Autor*innen
Roswitha Kremser
Haupttitel (Deutsch)
Einflussnahme der Geber im Rahmen von Budgethilfe-Dialogmechanismen auf die Entwicklung von Politiken und Strategien
Hauptuntertitel (Deutsch)
Fallstudie Sektor Landwirtschaft in Mosambik (ProAgri)
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
210 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Ingfried Schütz-Müller ,
Peter Gerlich
Klassifikation
89 Politologie > 89.94 Internationale Beziehungen: Sonstiges
AC Nummer
AC08877573
Utheses ID
15154
Studienkennzahl
UA | 092 | 300 | |
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