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Refugee rights in Kenya
a comparative legal analysis of theory and practice
Eva Maria Freudenthaler
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Schicho
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.17268
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29317.06844.121366-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Es gibt eine Diskrepanz zwischen der Situation von Flüchtlingen in Kenia und ihren international festgelegten Rechten. Diese wird anhand einiger ausgewählter Rechte – darunter das Prinzip des Non-Refoulement, dem Aufbau des Asylverfahrens, die Bewegungsfreiheit, das Recht auf Arbeit und einem eventuellen Recht auf Sicherheit – untersucht. Kenia hat die zentralen internationale Abkommen zu Flüchtlings- und Menschenrechten unterschrieben und ratifiziert. Diese umfassen vor allem die Genfer Flüchtlingskonvention, OAU Flüchtlingskonvention und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, sowie Zivilpakt und Sozialpakt. Weiters wurde auf nationaler Ebene der Refugee Act erlassen, der erstmals Rechte und Pflichten von Flüchtlingen festlegt. Da diese Abkommen sämtliche genannten Rechte garantieren, stehen diese Rechte allen Flüchtlingen in Kenia zu. Dieser theoretische Anspruch korreliert jedoch nicht mit der Umsetzung: Flüchtlinge sind verpflichtet, in einem der beiden abgelegenen Flüchtlingslagern Kakuma oder Dadaab zu leben, und können diese nur mit einer Genehmigung auf kurze Zeit verlassen. Trotz dieser Einschränkung entscheiden sich viele dazu, außerhalb der Lager zu leben und sehen sich deshalb mit weiteren Schwierigkeiten, wie etwa polizeilicher Willkür, konfrontiert. Obwohl Flüchtlingen sowohl in der Stadt als auch in den Camps das Recht zu arbeiten zusteht, wird die dafür nötige Arbeitsbewilligung nur selten gewährt, sodass sich die meisten anderer Einnahmequellen, überwiegend im informellen Sektor, bedienen. Gründe für den Unterschied zwischen den theoretischen Rechte und ihrer praktischen Umsetzung ergeben sich daraus, dass die Regierung ihren internationalen Verpflichtungen bezüglichen Flüchtlingen nur spärlich nachkommt, weshalb UNHCR diese übernimmt, wie beispielsweise die Leitung der Flüchtlingslager. Weiters ist der Flüchtlingsstatus und welche Rechte er impliziert oft unklar, was durch die Verwendung der undurchsichtigen Kategorie Prima Facie Flüchtlinge noch verstärkt wird.
Abstract
(Englisch)
Refugees in Kenya cannot fully enjoy the rights they are entitled to. The discrepancy between refugee and human rights in theory and practice are analysed through some selected rights, including the principle of non-refoulement, the Refugee Status Determination process, the freedom to move and choose a place of residence, the right to work and security rights. The country has ratified the essential international Conventions and treaties - namely the Refugee Convention and Protocol, the Convention of the former Organisation of African Unity (OAU) and the International Bill on Human Rights. Through the Refugee Act, the first national legal framework concerning refugees, refugees are now entitled to most of the above mentioned rights, but these have not yet been fully implemented. In practice, refugees are obliged to stay in two major and remote refugee camps, Kakuma and Dadaab, and are only allowed to leave under certain circumstances, with the joint permission from the government and UNHCR. Nevertheless, many choose to live outside these areas and face various challenges due to this irregularity. These include police harassment and a general situation of physical insecurity, which is also experienced in the camps. Although refugees both in the camps and urban refugees have the right to work, they are hardly ever granted the work permission needed and hence resort to other forms of income, mainly in the informal economy. Reasons for this discrepancy between theory and practice can be found in the inactivity of the State towards refugees and the therefore ambiguous role of UNHCR, which carries out many of these State responsibilities, for example the administration of the refugee camps. Another possible explanation lies in the application of a prima facie status and the confusion about which rights the refugee status contains.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
refugees Kenya refugee rights refugee camps
Schlagwörter
(Deutsch)
Flüchtlinge Kenia Flüchtlingsrechte Flüchtlingslager
Autor*innen
Eva Maria Freudenthaler
Haupttitel (Englisch)
Refugee rights in Kenya
Hauptuntertitel (Englisch)
a comparative legal analysis of theory and practice
Paralleltitel (Deutsch)
Flüchtlingsrechte in Kenia. Eine vergleichende juristische Analyse von Theorie und Praxis.
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
131 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Walter Schicho
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.92 Afrika südlich der Sahara ,
86 Recht > 86.85 Menschenrechte
AC Nummer
AC08852844
Utheses ID
15477
Studienkennzahl
UA | 390 | | |
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