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Bindungsfördernde Pflege zuhause
eine qualitative Studie einer pflegerischen Betreuung von frühkindlichen Regulationsstörungen
Susanne Silber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Hanna Mayer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.17457
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29726.96732.661054-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht das Belastungserleben von Eltern eines Säuglings mit Regulationsstörungen der frühen Kindheit und welche Auswirkungen sich daraus entwickeln. Ein weiterer Fokus des Forschungsinteresses gilt dem persönlichen Erleben betroffener Familien einer pflegerischen Betreuung durch die mobile Kinderkrankenpflege, die mit dem Pflegemodell Familienorientierte Pflege in Verbindung gebracht wird. Es wurden insgesamt sechs leitfadengestützte Interviews mit Eltern nach Abschluss der Problematik durchgeführt. Die Auswertung erfolgte nach den Kriterien der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Ergebnisse zeigen, dass Familien aufgrund von Regulationsschwierigkeiten des Säuglings, sehr aus dem Gleichgewicht geraten. Emotionale Belastungen, gänzlich fehlender Freiraum und ein Grenzbereich ihrer Gefühle, als „Schattenreich“ dargestellt, führen zu lebensverändernden Auswirkungen. Dies betrifft vier erhobene Lebensbereiche: Körperliche und psychische Grenzerfahrungen, soziale Isolation, belastete Partnerschaft und den Säugling langfristig betreffend, ein von den Eltern wahrgenommener beeinträchtigter Bindungsaufbau zum eigenen Kind. Vielseitige unspezifische Entlastungsmobilisationen zeigen, dass sich betroffene Eltern eine Besserung herbei sehnen. Die Auswertung der pflegerischen Betreuung verdeutlicht den dringenden Bedarf einer pflegerischen Unterstützung, da die Kinderkrankenschwestern oftmals, den zunehmend sozial isolierten Eltern, als einzige Bezugspersonen verbleiben. Besonders auffallend ist die Wirksamkeit empathisch geführter Gespräche von den Pflegenden, die sich dessen „therapeutischen“ Wirkung aber nicht bewusst sind. Dennoch wurde erhoben, dass betroffene Eltern keine spezielle Hilfestellung bezogen auf frühkindliche Regulationsstörungen erhielten. Erhobene „Mängel“, sowie Erwartungen betroffener Eltern ermöglichen eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung eines pflegerischen Betreuungskonzepts von Familien mit dysregulierten Säuglingen. Die eine Belastungsminderung und ein positives Bindungsgeschehen zwischen Eltern und ihrem Kind zum Ziel haben sollten.
Abstract
(Englisch)
This study determines the impact on families of parents experiencing a crying infant with regulatory disorders of early childhood. The research also studies the personal experience of affected families who receive nursing care support from a mobile pediatric care service. Six parents have been interviewed by the use of a special structured guideline and evaluated using a qualitative analysis according to Mayring. The results show, that families with children experiencing regulatory difficulties were significantly troubled by the condition and this caused great imbalance to their daily lives. The impact on parents that emotional stress and no freedom has a massive consequences on their lives. This concerns four areas of life: reaching physical and mental limits, social isolation, stressed partnerrelationship and the inability for parents to bond with the child resulting in no long-term relationship. Parents exhibit their stress in various random ways showings the desperate position they are in. The evaluation of nursing care highlights the urgent need for nursing support, where often nurses are the only contact persons for these total isolated parents. Particularly striking is how effectiveness the empathic conversations between nurses and parents are and how unaware of the therapeutic effect this is having. Parents have the impression that there is no special support offered to them for regulatory disorders in early childhood. The study lists the needs of these families and how parents would respond to a demand-orientated nurse care method, enabling them to target stress relief and bring a markedly positive effect on these parents and their children.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
regulatory disorders familiy nursing
Schlagwörter
(Deutsch)
bindungsfördernde Pflege Regulationsstörungen der frühen Kindheit familienorientierte Pflege
Autor*innen
Susanne Silber
Haupttitel (Deutsch)
Bindungsfördernde Pflege zuhause
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Studie einer pflegerischen Betreuung von frühkindlichen Regulationsstörungen
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
135 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hanna Mayer
Klassifikationen
44 Medizin > 44.14 Gesundheitsvorsorge ,
44 Medizin > 44.63 Krankenpflege ,
44 Medizin > 44.67 Kinderheilkunde
AC Nummer
AC08905455
Utheses ID
15646
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1