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Ethics in mind
Ethiopian journalism and ethics
Hailemarkos Ayalew Worke
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Thomas A. Bauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.17525
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29961.73546.924163-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Dissertation untersucht Werte und Prinzipien, die die journalistische Praxis in Äthiopien beherrschen. Das Hauptziel dieser Arbeit liegt darin, die Barrieren zu identifizieren, die einer verantwortlichen und ethischen journalistischen Praxis in Äthiopien im Weg stehen. Die heimische private Presse und der Onlinejournalismus, der im Ausland produziert wird, sind die Forschungsgegenstände dieses Projektes. Der Grounded-Theory-Ansatz liefert die Grundlage zur Datenerhebung und -analyse. Zu den hiesigen wichtigsten Werkzeugen zur Analyse des ethischen Dilemmas zählen sowohl die in ausführlichen Interviews durchgeführte Befragung von Journalisten über ihre Ansichten und Wahrnehmungen als auch der Defining-Issues-Test (DIT). Die aktuelle Tendenz im äthiopischen Journalismus – das gilt für private wie auch für staatliche geführte Medien – kann mit den autoritärischen Medientheorien beschrieben werden. Allerdings wird die in autoritärischen Mediensystemen übliche Annahme, die Kontrolle der Medieninhalte liege in der Hand der Regierenden, auf diejenigen ausgeweitet, die zwar keine politische Macht besitzen, sich jedoch der Medien bedienen, um Kontrolle über Inhalte auszuüben. Diese Situation fördert die flächendeckend unethischen Praktiken des Journalismus im Land. Dieses Forschungsprojekt brachte hervor, dass das Konzept des Kulturrelativismus bezüglich Werte und Prinzipien der journalistischen Praktik einfach Tatsachen verkennt. Vielmehr konnte hier gezeigt werden, dass äthiopische Journalisten sich mit ähnlichen Werten und Prinzipien wie die in den universal vorgeschlagenen Vorschriften der journalistischen Ethik bewandert sind. Die Forschungsergebnisse stellen daher Konzepte des Kulturrelativismus, die gegen den Einsatz universell einsetzbare Werte und Prinzipien eintreten, in Frage. Zwei Hauptgründe für die unethischen journalistische Praktiken im Äthiopien – obwohl äthiopische Journalisten die universalgeltende Ideale journalistischer Werte und Prinzipien kennen, deren Bedeutung für ihren Berufstand bewusst sind und außerdem für die Erfüllung dieser Prinzipen Engagement zeigen – konnte diese Arbeit ausmachen: Erstens fehlt eine Institutionalisierung der Werte und Prinzipien, die dem ethischen journalistischen Praxis im Land diesbezüglich begünstigen könnte. Zweitens üben die bestehenden politischen Rahmenbedingungen großen Einfluss auf die Aufmerksamkeit der Journalisten, die sich dann lediglich auf Angriffen gegen die politische Situation im Land konzentrieren. Die weitverbreitete Anwendung der sogenannten Vernunft, manche nennen es „gesunder Menschenverstand―, in der täglichen Auswahl und den anhaltenden Entscheidungen über Inhalte, die veröffentlicht werden sollen, lenkt die Aufmerksamkeit von der Institutionalisierung der Werte und Prinzipien ab. In der abschließenden Analyse konnte also festgestellt werden, dass der äthiopische Journalismus die Öffentlichkeit ignoriert und regelmäßig seine eigenen Werte und Prinzipien verfehlt. Er fokussiert hauptsächlich auf die Durchbringung der eigenen Interessen – dadurch fördert er potentiell eine Diskreditierung des Berufstandes und verliert seine bevorzugte Position als Unterstützer der Nation in ihrem Bemühen einen besseren Ort für deren Bürger zu sein. Alle 155 Medienbereiche sind gleichermaßen Opfer dieses Trends, seien sie staatlich, privat oder online. Selbstregulierende Mechanismen, auf Tugendethik orientiert, die auf den Charakter einzelner Journalisten und auf eine liberale politische Umwelt fokussieren, könnten die Quelle zu Lösungen für die Erschaffung eines verantwortungsvollen Journalismus in Äthiopien.
Abstract
(Englisch)
This paper investigated values and principles which are governing journalism practices in Ethiopia. The major objective of this project is to figure out where the exact problem lies in terms of giving effect to responsible and ethical practices of journalism ethics in the nation. The domestic private press and the online journalism which is done from abroad are subjects of the study. Grounded theory approach informed the data gathering and analyses procedures. Survey of journalists‘ views and perceptions, in depth interviews and Defining Issues Test (DIT) informed case analyses of ethical dilemma are the major tools used. The current trend in the country‘s journalism, both private and state owned press, is characterized by authoritarian theory of the press. The trend is extending the theory‘s long time association of press contents‘ control by the ruling class to those with no political power which is used as a major tool to control contents. This situation is fuelling the plentiful unethical practices of journalism in the nation This research project revealed that the concept of cultural relativism in terms of ethical values and principles in journalism practices is simply hiding the fact on the ground. It was founded out that Ethiopian journalists hold values and principles quite similar with the universally advocated cannons of journalism ethics. The findings challenged the concept of cultural relativism which might hinder adoption of a universally applicable ethical values and principles of journalism. There are two basic reasons for the plentiful unethical practices in the country‘s journalism, though its journalists hold values and principles with universally recognized ideals of journalism and do recognize its significance to their profession and show their commitment to achieve it. The first one is lack of institutionalizing values and principles in a way that could help give effect to journalism ethics in the country. The second one is the impact of the political environment in controlling the focus and attention of the journalists to be merely on a counter attack position against the political landscape in the nation. A wide spread application of common sense, as some call it ‗good sense‘ in the daily choice and decisions of contents to be covered is resulting in a less focus to institutionalize values and principles. In the final analyses it could be concluded that Ethiopian journalism is ignoring the public and by default fall far short of its major professional values and standards. It is merely focusing on serving one‘s own interest which is potentially eroding the credibility of the profession and losing its unique advantage of significantly assisting the nation‘s need to be a better place for its citizens. And all the media sectors, be it government owned, private or the online media are victims of this trend. Virtue ethics oriented self regulatory mechanisms which capitalize on individual journalists‘ character and liberal political environment would be at the core of the solutions to give effect for the betterment of responsible journalism in the nation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
journalism ethics journalism universal values virtue ethics online journalism Ethiopian media authoritarian theory of the press liberal theory of the press
Schlagwörter
(Deutsch)
Journalismusethik universaler Journalismus Werte Tugendethik Online-Journalismus Äthiopische Medien autoritäre Theorie der Presse liberale Theorie der Presse
Autor*innen
Hailemarkos Ayalew Worke
Haupttitel (Englisch)
Ethics in mind
Hauptuntertitel (Englisch)
Ethiopian journalism and ethics
Paralleltitel (Deutsch)
Ethisch Denken. Ethische Grundsätze und der Journalismus in Äthiopien
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
X, 157 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC08889927
Utheses ID
15713
Studienkennzahl
UA | 092 | 301 | |
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