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Mobilisierung ethnischer Zugehörigkeit im Wahlkampf
Gloria Graf
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Sieglinde Rosenberger
DOI
10.25365/thesis.17648
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29920.70641.890170-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Während Reformen eines Wahlrechts, das Staatsbürgerschaft zur Bedingung politischer Teilhabe macht und in einer modernen Einwanderungsgesellschaft zur Exklusion eines Teils der von politischen Entscheidungen betroffen Bevölkerung führt, nicht absehbar sind, können eingebürgerte WählerInnen und deren Nachkommen in Zeiten Wahlkampfes angesichts der gewachsenen Anzahl jener Stimmberechtigter in Wien nicht länger ignoriert werden. Im letzten Jahrzehnt ist dementsprechend eine zunehmende Inklusion von Menschen mit so genanntem Migrationshintergrund in das politische Geschehen durch die Adressierung als WählerInnen, sowie durch die Integration in Parteien als KandidatInnen zu bemerken. Als „ethnische KandidatInnen“ avancieren sie zu wichtigen Schnittstellen ihrer Parteien, die im Wahlkampf zentrale Ressourcen der Ansprache ethnisch definierter Wählersegmente, wie die Verbindungen zu ethnischen Netzwerken (Vereinen) oder auch persönliche Fähigkeiten (etwa Sprachkenntnis) bereitstellen. Die Mobilisierung politischer Loyalität entlang ethnischer Zugehörigkeit und die Annahme, dass Aspekte geteilter Herkunft entscheidend für Interessen und Wahlentscheid sind, sollen in dieser Arbeit vor dem Hintergrund einer Kritik der Ethnisierung gesellschaftlicher und politischer Strukturen hinterfragt werden. Die Forschung greift theoretische Annahmen auf, und zeigt empirisch anhand der Analyse von acht Einzelfällen, wie Kandidierende und WählerInnen im Wahlkampf seitens der Parteien ethnisch, national, religiös definierten Kategorien zugeschrieben werden und wie sich Kandidierende selbst in einer bestehenden Landschaft ethnischer Grenzlinien positionieren, sowie Wählerinnen durch die Mobilisierung ethnischer Zugehörigkeit adressieren. Ziel ist einen Beitrag zum Verständnis der Topographie und Charakterisierung ethnischer Grenzziehungen im Zuge der Wiener Gemeinderatswahlen zu leisten und damit in Auseinandersetzung mit begrifflich-theoretischen Konzepten Aufschluss über das Phänomen der Ethnizität in diesem Kontext liefern.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ethnizität Wahlkampf Ethnische Zugehörigkeit Grenzziehungsprozesse Migration Ethnisierung
Autor*innen
Gloria Graf
Haupttitel (Deutsch)
Mobilisierung ethnischer Zugehörigkeit im Wahlkampf
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
112 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sieglinde Rosenberger
Klassifikation
89 Politologie > 89.53 Politische Kultur
AC Nummer
AC09427506
Utheses ID
15815
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
