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Der Wert von Religionsunterricht in der Schule
Friedrich Haslinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Andrea Lehner-Hartmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.17683
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29334.42904.753755-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Religionsunterricht in der Schule steht immer wieder im Zentrum von bil-dungspolitischen Auseinandersetzungen. Die Kernfrage hinter diesen Kontrover-sen lautet: Welche Berechtigung hat der Religionsunterricht in der Schule, also in einer öffentlichen Bildungseinrichtung des Staates? Damit ist nicht nur die Theo-logie und Religionspädagogik, sondern die gesamte Bildungswissenschaft heraus-gefordert, die Bedeutung dieses Faches zu durchleuchten und für unsere Zeit ver-ständlich zu machen. Die vorliegende Arbeit beschreibt anhand von religionspädagogischer Literatur und eigener langjähriger Erfahrung den Wert des Religionsunterrichts in der Schule. Ausgehend von der Würzburger Synode werden zunächst Argumente für den Religionsunterricht systematisch dargestellt und hinterfragt. Es zeigt sich, dass Begründungen für eine religiöse Bildung im aktuellen religionspädagogi-schen Legitimationsdiskurs in einem starken Spannungsverhältnis zueinander stehen. In einem zweiten Schritt wird danach gefragt, was sich heute im Religi-onsunterricht wie lernen lässt. Dabei wird deutlich, dass sich neben dem natur-wissenschaftlichen Lernen Religion als ein eigener Zugang zur Welt darstellt, bei dem die Grundfragen des Lebens, die Sinnkompetenz, die Gottesfrage, Fragen der Pluralitätsfähigkeit und ethische Kompetenzen im Mittelpunkt stehen müssen. Weiters werden Kriterien für einen guten Religionsunterricht formuliert, die zei-gen, dass das Lernen in der Schule durch den Religionsunterricht noch eine zu-sätzliche Dimension bekommt: Es geht darum, die eigene Wahrnehmungs- und Urteilfähigkeit zu schulen, die Dialogfähigkeit und das gesellschaftlich geforderte interkulturelle bzw. interreligiöse Lernen voranzubringen und in diesem Span-nungsfeld die Identität und Personalität von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Die gewonnen Erkenntnisse werden zusammengefasst und für weitere Fragestel-lungen zum Religionsunterricht in der Schule und zur Situation von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft fruchtbar gemacht. Daraus ergeben sich Fra-gen an den Staat und die Kirchen, unter welchen Optionen in Zukunft Religion vermittelt werden kann und soll.
Abstract
(Englisch)
Religious Education has repeatedly been the centre of discussion within the edu-cation policy context. The core question behind this controversial debate is: What kind of justification does religious education have in state schools? Hence theol-ogy and religious pedagogy and indeed the entire education science are chal-lenged to question the role of teaching this subject and to translate its meaning in our time. The following thesis uses literature of religious pedagogy and my own long term teaching experience to describe the value of Religious Education. Starting with the Würzburger Synode various arguments in favour of Religious Education are systematically outlined as well as questioned. The conclusion is that even justifi-cations for Religious Education are - in the current discussion of legitimation - in stark contrast with each other. In a second step it will be analysed what contents in Religious Education are learned in which ways. It becomes apparent, that com-plementary to natural sciences, Religious Education has its own role in under-standing the world, whereby fundamental questions about life itself, reasoning, questions about God, issues about plurality as well as ethic competences need to be placed at its centre. Furthermore, criteria for a sound Religious Education are being developed, which show that learning at school receives an additional dimension through Religious Education. To be more specific: to sharpen one's capability to perceive and judge, to train both the ability for dialogue and intercultural and interreligious learning, which is demanded by society, and within this tension to foster the identity and personality of children and teenagers alike. This gained knowledge is summarised and will be employed to raise further questions about Religious Education at schools and about the situation of young people in our society. Yet, more ques-tions arise that will be directed at the state and our churches under which options Religious Education could or should be conveyed in the future.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Religionsunterricht Schule Werte Kompetenzen Pluralitätsfähigkeit Dialogfähigkeit Identität
Autor*innen
Friedrich Haslinger
Haupttitel (Deutsch)
Der Wert von Religionsunterricht in der Schule
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
100 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andrea Lehner-Hartmann
Klassifikation
11 Theologie > 11.77 Religionspädagogik
AC Nummer
AC08944727
Utheses ID
15849
Studienkennzahl
UA | 012 | | |
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