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"Man steigt bis zum Himmel empor"
Treppen und Stiegenhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts in Österreich
Alice Käthe Mähr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Petr Fidler
DOI
10.25365/thesis.17770
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29170.97367.737963-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Von 1650 bis 1750 kam es zu einer immer prunkvolleren Ausgestaltung der Stiegenhäuser. Die besondere Bedeutung dieses Raumteiles erklärt sich aus den gesellschaftlichen Bedürfnissen des Barock.
In dieser Arbeit sind einzelne Stiegenhäuser von profanen und sakralen Gebäuden exemplarisch ausgearbeitet und nach ihrer architektonischen Ausführung in drei verschiedene Phasen (nach Harald Keller) eingeteilt. Zwischen 1660 und 1690 ist die erste Phase, die Frühzeit, anzusetzen. Die Baumeister dieser Stiegenhäuser waren Italiener. Die Stiegen entfalten sich nicht frei und sind von anderen Räumen streng getrennt. Die Einzelformen besitzen eine kubische Schwere und die Wände sind gar nicht oder nur spärlich gegliedert, wodurch die Lichtführung nur mäßig ausfällt. In der tektonisch-plastischen Phase von 1690 bis 1720 waren erstmals österreichische Baumeister tätig. Der Außenraum und Innenraum wird miteinander verknüpft und nimmt Bezug aufeinander. Die funktionelle Aufgabe der Plastik wird rein dekorativ und die Skulpturen werden dabei in tiefe Figurennischen gesetzt. Der Versuch, die obere Wandzone und die Decke zu einer unbestimmten Wandzone werden zu lassen entsteht und bereitet den späteren Illusionismus der Deckenmalerei vor. Die Lichtführung erfolgt zonenweise und direkt. Die dritte Phase, die dynamisch-optische, von 1720 bis 1750 ist gekennzeichnet von der Raumillusion. Einzelne Raumteile und Räume fließen ineinander über. Die Wände treten weniger in Aktion, werden jedoch noch plastisch dekoriert. Die Farbigkeit der Stiegenhäuser wächst und auch die Lichtführung wird ausgereifter. Ab 1750 entstehen keine durchgehend barocken Stiegenhäuser mehr, der Klassizismus löst den Barock ab.
Ein eigenes Kapitel nimmt die Deckenmalerei in Stiegenhäusern ein, welches den ikonographischen Höhepunkt für den Empfang setzt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Stiegenhäuser Treppenhäuser Barock Österreich
Autor*innen
Alice Käthe Mähr
Haupttitel (Deutsch)
"Man steigt bis zum Himmel empor"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Treppen und Stiegenhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts in Österreich
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
220 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Petr Fidler
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.00 Kunstwissenschaften: Allgemeines
AC Nummer
AC09004896
Utheses ID
15921
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
