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Im Namen des Volkes?
Litigation-PR und ihre Folgen für die Öffentlichkeit(sarbeit)
Julia Weber
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Julia Wippersberg
DOI
10.25365/thesis.17841
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30344.60538.275054-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Spätestens seit der öffentlichen Diskussion um die Schuld oder Unschuld Jörg Kachelmanns im Rahmen eines Strafgerichtsverfahrens in Deutschland wurde Litigation-PR, die prozessbegleitende Öffentlichkeitsarbeit bei Gerichtsverfahren, auch der breiten Öffentlichkeit zu einem Begriff. Ziel der Litigation-PR ist es, die Reputation eines Angeklagten während eines Strafprozesses zu schützen. In diesem Zusammenhang ist die Beachtung der medialen Macht und deren Entwicklung im Sinne der Diversifizierung von besonderer Wichtigkeit. Eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Journalisten scheint unumgänglich, um gewisse Informationen gezielt an die Öffentlichkeit zu verbreiten, und andere – im großen Gegensatz zur herkömmlichen Öffentlichkeitsarbeit – aus den Medien herauszubekommen.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit sich Litigation-PR von der herkömmlichen Öffentlichkeitsarbeit unterscheidet und ob sie diese eventuell in ihren Handlungsweisen verändert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem ethischen Aspekt. Öffentlichkeitsarbeit handelt zumeist nach den gängigen PR-Kodizes wie dem Code d’Athènes und dem Code de Lisbonne. Es stellt sich die Frage, ob diese Kodizes auch für Litigation-PR, die sich in den Bereich der Justiz hineinbewegt, ausreichend sind.
Beantwortet werden diese Fragen im theoretischen Teil anhand einer Auseinandersetzung mit der Literatur und den vorhandenen Richtlinien. Die empirische Untersuchung basiert auf Experteninterviews und deren qualitativer Inhaltsanalyse. Anhand dieser Ergebnisse aus Theorie und Empirie lassen sich schließlich die Forschungsfragen und Hypothesen beantworten, deren Verifizierung bzw. Falsifizierung jedoch erst noch erfolgen muss. Diese Arbeit soll einen Denkanstoß für mögliche Themen liefern, mit denen sich Litigation-PR zukünftig auseinandersetzen könnte, um sich so zu einem eigenständigen, seriösen Berufsfeld zu etablieren.
Abstract
(Englisch)
Ever since the public debate in Germany about Jörg Kachelmann’s guilt or innocence in the context of a criminal proceeding litigation PR, the strategic public relations work during public court proceedings did become a term known to the general public. The aim of litigation PR is to protect the reputation of a defendent during a criminal trial. In this context, the awareness of the media’s importance and its development in terms of diversification are of particular interest. A well established, trusting relationship with journalists seems inevitable to disseminate specific information to the public, and - in contrast to traditional public relations work – also to limit the availability of certain information to the public.
The paper at hand appoints the question to what extent litigation PR differs from traditional public relations work and whether it might change its conduct of behaviour. Particular attention is given to the ethical aspect. Public relations mostly works according to classic PR codes such as Code d'Athenes and Code de Lisbonne. This raises the question whether these codes are equally sufficient for litigation PR as this discipline touches upon the area of the judiciary.
These questions find an answer in the theoretical basis by profound sifting of the literature and existing guidelines. The empirical study is based on expert interviews and their qualitative content analysis. The results of theory and empiricism are suitable for answering the research questions and hypotheses, which still need to be verified or falsified by the scientific community. This paper aims at providing an impetus for thought in possible issues that might confront litigation PR in future, so that it may be possible to establish an independent, respectable profession.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
PR litigation PR strategic public relations law social media ethics
Schlagwörter
(Deutsch)
PR Litigation-PR strategische Öffentlichkeitsarbeit Recht Web 2.0 Ethik
Autor*innen
Julia Weber
Haupttitel (Deutsch)
Im Namen des Volkes?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Litigation-PR und ihre Folgen für die Öffentlichkeit(sarbeit)
Paralleltitel (Englisch)
In the name of the people? Litigation PR and its consequences for public(relations)
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
V, 153 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julia Wippersberg
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
86 Recht > 86.45 Grundrechte
AC Nummer
AC09406566
Utheses ID
15983
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
