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Intensivsüßungsmittel und deren ernährungsphysiologische Auswirkungen
Kirsten Prohaska
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Emmerich Berghofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.18020
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29160.70462.455054-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Süßstoffe sind synthetisch hergestellte oder natürliche Verbindungen, welche einen süßen Geschmack aufweisen, jedoch keinen oder einen vernachlässigbar geringen Nährwert liefern. Sie werden in sehr geringen Mengen eingesetzt und haben in der Regel keinen Einfluss auf die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Lebensmitteln. Intensivsüßungsmittel zählen zu den Lebensmittelzusatzstoffen. In der Europäischen Union sind derzeit neun verschiedene Süßstoffe zugelassen. Die Frage, ob künstliche Süßstoffe eine kanzerogene Wirkung auf den Menschen haben, lässt sich schwer beantworten. Einerseits gibt es viele Tierstudien, die zeigen, dass bestimmte Intensivsüßungsmittel das Krebsrisiko erhöhen. Jedoch wurden bei den meisten dieser Studien sehr hohe Dosen verwendet. Die Studien von BLUNDELL und HILL (1986) und ROGERS et al. (1987) werden heute noch in den Medien erwähnt. Sie zeigten, dass künstliche Süßstoffe zu einem verstärktem Hungergefühl führen und demzufolge Auswirkungen auf den Blutzucker- und den Insulinspiegel haben. Diese Studien wurden zahlreich widerlegt. Künstliche Süßstoffe können adipösen Menschen helfen ihr Gewicht zu regulieren. Der Einsatz von Intensivsüßungsmitteln bei Reduktionsdiäten hat sich bis heute bewährt. Das Gerücht, dass künstliche Süßstoffe verwendet werden, um in der Tierzucht den Futterverzehr zu erhöhen, hat sich nicht bewahrheitet. Sie werden lediglich dazu verwendet, um den bitteren Geschmack des Futters zu verbessern und den Ferkeln den Übergang von Muttermilch auf Kraftfutter zu erleichtern. Eine natürliche Alternative zu künstlichen Süßstoffen bietet Stevia, ein natürlicher Süßstoff, der aus den Blättern der Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen wird. Der schlechte Ruf künstlicher Süßstoffe ist ungerechtfertigt. Der Einfluss auf das Hungergefühl ist bestenfalls ein psychischer Effekt und die Auswirkungen auf das Krebsrisiko konnten bis heute nicht bewiesen werden. Der Einsatz von künstlichen Süßstoffen kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken, wenn sie in der richtigen Dosis verwendet werden und die eingesparte Energie nicht durch andere Lebensmittel kompensiert wird.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Intensivsüßungsmittel künstliche Süßstoffe Aspartam Stevia Sucralose Saccharin Thaumatin Acesulfam K Cyclamat
Autor*innen
Kirsten Prohaska
Haupttitel (Deutsch)
Intensivsüßungsmittel und deren ernährungsphysiologische Auswirkungen
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
VII, 93 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Emmerich Berghofer
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.99 Naturwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC08949269
Utheses ID
16134
Studienkennzahl
UA | 474 | | |
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