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The terrorist in a postmodern perception
Michael Josef Raab
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Othmar Höll
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.18027
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29428.15093.663766-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Spätestens seit 9/11 und den damit verbundenen Schrecken wurde islamisch motivierter Terrorismus zu einem globalen Sicherheitsthema, welches nicht nur umfangreiche mediale Präsenz erlangte, sondern auch eine breite akademische Bearbeitung erfuhr. Die konkreten nationalen und internationalen Maßnahmen, mit welchen dem internationalen Terror begegnet wird, sind jedoch im Hinblick auf ihre Effektivität und Adäquanz durchaus kritisch zu betrachten. Abgesehen von fragwürdigen Militäreinsätzen, Lockerungen im Datenschutz und umfangreichen Beschneidungen der Bürger- und Menschenrechte hat ein Element des Diskurses das besondere Interesse des Autors erlangt: Die Konstruktion des Terroristen als Nicht-legitimer Akteur. Mit dieser Konstruktion sind zahlreiche Konsequenzen verbunden, welche vielleicht auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich sind. Die weitreichendste darunter ist wohl die De-Individualisierung oder die De-Humanisierung des Terroristen. Durch diesen Prozess wird dem Terroristen seine Menschlichkeit abgesprochen, wodurch ein ultimatives Feindbild für den Krieg gegen den Terror geschaffen wurde. Diese Konstruktion bewirkt, dass gewisse Terrorbekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen bevorzugt werden, während andere aus dem Kreis der Handlungsopportunitäten vollkommen ausgeschlossen sind. Vor allem kreiert diese Herangehensweise jedoch einen blinden Fleck in der Wahrnehmung des Terroristen, welcher sozio-ökonomische, ethnische, kulturelle und regionale Kontexte nahezu vollständig in Dunkelheit hüllt und damit ein Verständnis für die komplexe Lebenswelt dieses ambivalenten Akteurs verunmöglicht. Durch die Anwendung postmoderner Konzepte soll das mit Stereotypen behaftete Bild des Terroristen dekonstruiert und neu geformt werden, um diesen in Beziehung zu der heutigen globalisierten Gesellschaft zu setzen und zu zeigen, dass es durchaus Alternativen zu den aktuell vorherrschenden Assoziationen, Zuschreibungen und Handlungsmöglichkeiten gibt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Terrorism Postmodernism
Schlagwörter
(Deutsch)
Terrorismus Postmoderne
Autor*innen
Michael Josef Raab
Haupttitel (Englisch)
The terrorist in a postmodern perception
Paralleltitel (Deutsch)
Der Terrorist aus einer Postmodernen Perspektive
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
108 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Othmar Höll
Klassifikationen
89 Politologie > 89.76 Friedensforschung, Konfliktforschung ,
89 Politologie > 89.79 Internationale Konflikte: Sonstiges
AC Nummer
AC10668005
Utheses ID
16140
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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