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Grenzzwischenfall mit Nachspiel
Ödön von Horváths "Hin und Her" und die Nachlassmaterialien im Österreichischen Literaturarchiv
Andrea Wenighofer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Klaus Kastberger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.18076
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10302.55373.981060-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
„Ich habe in den Jahren 1932-36 verschiedene Stücke geschrieben, sie sind, außer einem, gespielt worden, und zwar, wie man so zu sagen pflegt, mit Erfolg, außer einem. Diese Stücke ziehe ich hiermit zurück, sie existieren nicht, es waren nur Versuche.“ (KW 11, S. 227) Zu diesen „Versuchen“ Ödön von Horváths zählt der 1933 entstandene, dramatische Text Hin und Her, der als (nicht-existenter) Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit fungiert und sich somit der Vernichtung durch den Autor wirksam entgegengesetzt hat. Das oben zitierte Manuskriptblatt stammt aus dem Ödön-von-Horváth-Nachlass, der im Österreichischen Literaturarchiv (ÖLA) der Österreichischen Nationalbibliothek beheimatet ist, und entstand vermutlich 1936/37, laut Zeitzeugen in einem Zustand tiefster Depression. In eben diesem Nachlass finden sich auch Materialien zu nahezu allen Texten Horváths, die einer eingehenden Untersuchung im Rahmen eines laufenden Projekts, das eine neue historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke Horváths zum Ziel hat, unterzogen werden. Im Rahmen dieses Projektes unter der Leitung von Dr. Klaus Kastberger soll, um eine im Falle Horváths notwendige textnahe Beschäftigung mit dem Werk zu ermöglichen, der Nachlass einer exakten und intensiven Prüfung mit dem Endziel einer kritischen Edition nicht nur der Endfassungen, sondern auch des textgenetischen Materials, ausgesetzt werden. Meine Arbeit versteht sich nun einerseits als Vorarbeit zu einer historisch-kritischen Ausgabe des Theaterstückes Hin und Her, andererseits baut sie in der anschließenden Textanalyse auf die durch die Beschäftigung mit dem Nachlassmaterial bereits gewonnenen Erkenntnisse auf. Sie gliedert sich somit neben einem editionswissenschaftlichen Teil, in dem die standardisierte Bearbeitung, Erfassung und Analyse der Nachlassmaterialien erfolgt - die Methodik dazu richtet sich nach dem für das ÖLA-Projekt entwickeltem Regelwerk - in mehrere weitere Teile, die möglichst alle Aspekte des oben genannten historisch-kritischen Zugangs abdecken sollen. Dabei wird versucht, von einem eher allgemeinen Teil, der bisherige Literatur und Theorien untersucht, der Fragen zur Rezeptionsgeschichte, autobiographische Ergänzungen, gattungstheoretische Aspekte und eine kurze sprachlich-stilistische Analyse umfasst, ausgehend, über die Bearbeitung des Nachlassmaterials neue Erkenntnisse bezüglich der Entstehungsgeschichte, des ursprünglichen Konzeptes und den Veränderungen für die Züricher Uraufführung, sowie Autorintentionen und Interpretationsmöglichkeiten zu gewinnen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ödön von Horváth Hin und Her historisch-kritische Ausgabe editionswissenschaftlich Theaterstück
Autor*innen
Andrea Wenighofer
Haupttitel (Deutsch)
Grenzzwischenfall mit Nachspiel
Hauptuntertitel (Deutsch)
Ödön von Horváths "Hin und Her" und die Nachlassmaterialien im Österreichischen Literaturarchiv
Publikationsjahr
2006
Umfangsangabe
122 Bl. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Kastberger
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.99 Literaturwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC05236973
Utheses ID
16185
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1