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Mutter - Kind - Mord
familiäre Beziehungen im Psychokrimi
Marie-Christine Lachner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29899.24756.275561-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer besonderen Form von Kriminalliteratur, dem Psychokrimi. Zunächst wird der Versuch einer Definition von Kriminalliteratur unternommen, die die wissenschaftliche Forschung im deutschen Sprachraum erst seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zum Thema gemacht hat. Der Hauptgrund liegt darin, dass diese Form der Literatur lange Zeit als trivial gegolten hat. Nach Vorstellung verschiedener Ansichten zum Thema wird auf die Trivialitätsdebatte eingegangen, wobei ebenfalls mehrere Experten zu Wort kommen und die zeigt, wie sich die Anschauungen im Lauf der Zeit verändert haben. Auch auf den typischen Leser solcher Literatur wird eingegangen, der sich durchaus nicht nur in den unteren sozialen Schichten fand und findet. Nach Untersuchung der unterschiedlichen Ausprägungen der Gattung wird jene des Psychokrimi näher analysiert sowie erläutert, welche Merkmale ihm zu eigen sind und inwieweit die der Arbeit zugrundegelegten Romane, vor allem jene der verstärkten Personencharakterisierung und der Einbeziehung sozialer Beziehungen und Milieus, diese erfüllen. Da eine starke sozialgeschichtliche Komponente Grundlage der hier analysierten Psychokrimis ist, wird in Folge auf die Situation mordender Frauen in der Realität Bezug genommen. Die Auswahl der Romane von Barbara Vines 'A Dark-Adapted Eye', Susanne Ayoubs 'En-gelsgift' und Beatrix M. Kramlovskys 'Das Risiko' erfolgte aufgrund der vordergründigen Mutter-Kind-Beziehungen, die wesentlich durch das familiäre wie auch das (zeit-)geschichtliche Umfeld geprägt sind. In den Romanen finden sich drei unterschiedliche, das Geschehen prägende Konstellationen, die Auslöser für die nachfolgenden Ereignisse sind. Diese Konstellationen sowie insbesondere deren Einbindung in familiäre Verhältnisse wer-den bei der anschließenden Betrachtung der Romane im einzelnen näher analysiert. Dabei wird auch auf die jeweilige sozial- und gesellschaftsgeschichtliche Situation, die bei den Geschehnissen nicht außer Acht gelassen werden kann, eingegangen. Der Mord an sich bleibt dabei eher auf eine Nebenrolle reduziert. Schließlich wird der Aspekt individueller Schuld und damit auch der strafrechtlichen Verfolgung behandelt.
Abstract
(Englisch)
This thesis deals with a certain form of crime novel called psychological suspense. In an attempt to define criminal literature a row of experts is cited. Since in the German speaking world the science of literature engages in this topic only since the 70ies of the 20th century, opinions are still controversial, especially as this form of literature has been considered as trivial for a long time. Therefore an insight in that debate is given in detail, where many relevant scientists get a hearing and which also shows the change in opinion over the years. Also the typical reader of criminal literature, who is found not only in the lower social classes, will be looked at closely. After examining the different subgenres the psychological suspense will be analysed more closely with a consecutive discussion, which constituents are binding for that form of literature and to what extent the novels here dealt with fulfil these, especially a more concise characterization of personage and the inclusion of social relations and environments. Accor-ding to the strong social and historical background of the novels a short history of real murderesses will be given. Barbara Vines 'A Dark-Adapted Eye', Susanne Ayoubs 'Engelsgift' und Beatrix M. Kramlovskys 'Das Risiko' have been chosen due to their strong relations between mother and child, which are essentially determined by family affairs as well as their historical setting. In the novels there are three different situations, which are most important for the following incidents. These constellations as well as their setting in close family relations is therefore the main object in the following closer analysis of these novels. The individual and social situations will be considered, as they are of great relevance for what is happening as a consequence. Murder itself is reduced to merely a minor matter. Finally the aspect of guilt and criminal prosecution will be given some consideration.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
crime novel psychological suspense mother-child-relationship family social history social structures
Schlagwörter
(Deutsch)
Kriminalliteratur Psychokrimi Mutter-Kind-Beziehung Familie Sozialgeschichte Gesellschaftsstrukturen
Autor*innen
Marie-Christine Lachner
Haupttitel (Deutsch)
Mutter - Kind - Mord
Hauptuntertitel (Deutsch)
familiäre Beziehungen im Psychokrimi
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
95 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Bachleitner
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.87 Besondere Literaturkategorien ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC07087199
Utheses ID
1622
Studienkennzahl
UA | 393 | 332 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1