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Geschichtete Geschichte
Primitivismus und Schriftlichkeit in der Malerei von Cy Twombly
Astrid Kurz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Friedrich Teja Bach
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.18256
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30278.49647.744353-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Aspekten des Primitivismus und der Schriftlichkeit in der Malerei von Cy Twombly, die sich als eng verknüpft herausstellen. Der erste Teil beschäftigt sich mit Twomblys Auseinandersetzung mit „primitiver“ Kunst, die von afrikanischer Stammeskunst bis zu den so genannten Luristanbronzen reicht. Wie diese Arbeit herausstreicht, spielt insbesondere die prähistorische Höhlenkunst eine zentrale Rolle für die Entwicklung der charakteristischen Maltechnik sowie für die Ausformung seines Zeichenrepertoires. Der zweite Teil befasst sich mit der gleichzeitigen Verwendung von Malerei, Zeichnung und Schrift, die nicht nur auf die Prozessualität des Schreibens verweist, sondern auch die Gleichursprünglichkeit von Sprache und bildender Kunst nahe legt. Der dritte Teil thematisiert das Verhältnis von Schrift und Gedächtnis. Durch das Zitieren von Textelementen im Bild entsteht eine Verbindung von Abstraktion und Narrativität, die das Bild zum offenen Kunstwerk macht. Daneben bezieht sich Twombly auch auf seine eigene Werkgeschichte, wodurch sich der Rhythmus als seine grundlegende Arbeitsmethode erweist. Ebenso werden die rhythmischen Überlagerungen auch als Metapher für das Gedächtnis selbst eingesetzt. Im Schlusskapitel wird aufgezeigt, dass der Primitivismus 1979 weitgehend von einem atmosphärischen Tiefenraum abgelöst wird. Seine Bilder erweisen sich als dualistischer Bereich, in dem sich ein permanentes Oszillieren zwischen den Gegensätzen von Transparenz und Opazität, Malerei und Zeichnung, Abstraktion und Narration ereignet.
Abstract
(Englisch)
This thesis discusses the aspects of primitivism and writtenness in the paintings of Cy Twombly, which turn out to be tightly connected. The first part illustrates Twombly’s engagement with “primitive” art which reaches from African tribal art to so called Luristan bronzes. As this thesis points out, prehistoric cave art is the central reference point for Twombly’s characteristic painting technique as well as the formation of his repertoire of signs. The second part deals with the distinctive mixture of painting, drawing and writing that refers to the processuality of writing and suggests the equiprimordiality of language and art. The third part discusses the relation of writing and memory. By quoting text elements Twombly generates a combination of abstraction and narrativity that turn his paintings into Open Works. Along with literary sources Twombly also refers to the history of his own oeuvre and rhythm turns out to be his constitutional working method. Finally the rhythmic superimpositions also work as a metaphor for memory itself. The final chapter shows that in 1979 primitivism is being largely replaced by atmospheric pictures. His pictures become apparent as a dualistic area in which oppositions such as transparency and opacity, painting and drawing, abstraction and narrativity are constantly oscillating.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Cy Twombly american art after 1945 primitivism writtenness performativity memory rhythm
Schlagwörter
(Deutsch)
Cy Twombly amerikanische Kunst nach 1945 Primitivismus Schriftlichkeit Performativität Gedächtnis Rhythmus
Autor*innen
Astrid Kurz
Haupttitel (Deutsch)
Geschichtete Geschichte
Hauptuntertitel (Deutsch)
Primitivismus und Schriftlichkeit in der Malerei von Cy Twombly
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
139 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Teja Bach
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines ,
20 Kunstwissenschaften > 20.31 Bildende Künstler ,
20 Kunstwissenschaften > 20.54 Amerikanische Kunst
AC Nummer
AC08927108
Utheses ID
16354
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1