Detailansicht
Elemente der Moderne im Werk Théodore Géricaults
Gabriel Hubmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Friedrich Teja Bach
DOI
10.25365/thesis.18258
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29099.78038.712361-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ich habe es mir in meiner Diplomarbeit zur Aufgabe gemacht, zentrale Aspekte im Werk des französischen Künstlers Théodore Géricault (1791-1824) zu analysieren, die meiner Ansicht nach von großer Wichtigkeit für die Entwicklung der ästhetischen und sozio-industriellen Moderne sind. Diese verschiedenen Aspekte können auf drei Hauptelemente reduziert werden, um die sich kleinere Subthemen bewegen. Das erste dieser drei Elemente ist eng mit dem Schicksal des modernen Subjektes verflochten. Konfrontiert mit einigen Problemen, die mit der Institution des Panoramas in Verbindung gebracht werden können, sprechen die Werke Géricaults von einer Zergliederung des menschlichen Körpers und seiner Sinne, die auch heute noch anhält. Das zweite Element umfasst künstlerische Prozesse, die ich als „Transformation“ und „Umwertung“ beschreibe – diese Prozesse werden von mir als genuin modern betrachtet. Das letzte der Elemente hat mit dem zwiespältigen politischen Charakter von Géricaults Werken zu tun. Im Kern dieses politischen Wesens sind „Paradoxien der Politik“ (Jacques Rancière) und die „Schlacke“ oder der „Unrat der Kontingenz“ (T. J. Clark) am Wirken, die wiederum als wichtige Momente der modernen Kunstentwicklung angesehen werden. Die angesprochenen Subthemen betreffen das Fragment, die Instabilität des Bodens und die Labilität der Haltung von Figuren, die Menge oder Masse als problematischen Gegenstand der Darstellung und die Kontingenz moderner Kunstwerke. Diese Diplomarbeit ist daher ein Versuch, moderne Problem- und Fragestellungen aus dem Werk Géricaults auf unsere Gegenwart zu extrapolieren. Sie ist somit als Teil eines jüngst wiedererwachten Interesses für den Künstler und sein Œuvre zu verstehen.
Abstract
(Englisch)
The project of my thesis is to lay bare and analyse cardinal aspects in the work of the French artist Théodore Géricault (1791-1824) that I consider as deeply important for the development of aesthetic modernism and social-industrial modernity alike. These different aspects can be reduced and grouped into three main topics or “elements” with several related sub-themes revolving around them. The first element is closely intertwined with the fate of the modern subject. Confronted with various problems linked to the institution of the panorama, the works of Géricault speak of a profound dismemberment of the human body and its senses, which continues to persist today. The second element comprises artistic processes, which I describe as “transformation” and “revaluation” – I consider these processes genuinely modern. The last element deals with the rather ambivalent political character of Géricault’s work. At the core of this political essence, “paradoxes of politics” (Jacques Rancière) and the “dross of contigency” (T. J. Clark) are at work, which are again considered as critical moments in the development of modern art. The sub-themes addressed concern the fragment, the instability of ground and the lability of the figure’s stance, the crowd or mass as a problematic subject and the contingency of modern artworks. This thesis is therefore an approach to extrapolate modern issues out of Géricault’s work and to project them onto our present. Hence it can be understood as part of a currently reawakened interest in the artist and his œuvre.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Théodore Géricault Elements Modernity Modernism Raft of the Medusa around 1800
Schlagwörter
(Deutsch)
Théodore Géricault Elemente Moderne Floß der Medusa um 1800
Autor*innen
Gabriel Hubmann
Haupttitel (Deutsch)
Elemente der Moderne im Werk Théodore Géricaults
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
224 S. : zahlr. Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Teja Bach
Klassifikationen
AC Nummer
AC08927116
Utheses ID
16356
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
