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"Der anhero gesandte Gross=Botschafter ..."
zur medialen Darstellung osmanischer Gesandter in Wien im 18. Jahrhundert
Thomas Mehmet Wibmer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Markus Köhbach
DOI
10.25365/thesis.18304
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29997.61758.549561-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht anhand einer qualitativ orientierten Inhaltsanalyse die mediale
Darstellung osmanischer Gesandtschaften in Wien im 18. JH. Damit soll ein Einblick in das
vom Wiener Hof intendierte und öffentlich gemachte Bild des damals plötzlich freundlich
gesinnten Nachbarn gewonnen werden.
Um diese Präsentation der Osmanen in der damals gerade entstehenden Öffentlichkeit zu
untersuchen, wurde die Darstellung untersucht, die quasi direkt aus der Feder des Wiener
Hofes entspringt und die jenen Teil des osmanischen Gegenübers beschreibt, bei dem dieser
dem diplomatischen Korsett unterworfen ist. Damit soll die Untersuchung als Ergebnis zu
Tage bringen, wie sehr eine Erkenntnis über die Rezeption der Osmanen im höfischen Wien
möglich ist. Mit Hilfe einer qualitativ orientierten Untersuchung der Texte des Wiener
Diariums, die in der Mitte des 18. JH erschienen sind, wurde diese reproduzierte
Feindvorstellung analysiert.
Die Studie hat gezeigt, dass die Berichterstattung das Zeremonielle des Besuchs in den
Vordergrund stellte. Damit wurde es zu einem Vehikel der eigenen Selbstdarstellung des
Wiener Hofes. Außerdem kann gesagt werden, dass die mediale Darstellung ein unklares
Kräfteverhältnis darstellt, was in Kontrast zu einigen historischen Arbeiten zu sehen ist. Die
Berichterstattung reflektiert zudem die politischen Verhältnisse und vermitteln einen
Eindruck über das Bild, das der Hof von den Osmanen hatte und viel mehr wollte, dass die
Öffentlichkeit hatte.
Abstract
(Englisch)
This study covers a qualitatively orientated content analysis on the media coverage of
Ottoman embassies to the Viennese court in the 18th century. Focusing on the middle of that
century it aims to give insights into the representations of the century old Habsburg rival.
By reading newspaper – in this case the Wiener Diarium – as media penetrating the emerging
public sphere and having close ties to the court, it is possible to comment on the reproduced
image that the Viennese court was trying to spread among its citizens. Focusing on diplomatic
relations the field of study was narrowed to an early modern place of vibrant exchange of
social contest.
It could be shown that throughout the investigated period (1740 -1760) the mode of media
coverage emphasized the elevation and specialness of the event. This sheds a new light on the
18th century relations between Habsburg and the Ottomans, indicating that neither power was
certain of its own superiority, a claim often made. Narration portrays the diplomatic contact as
a visit of a political neighbor and not the old archenemy.
Furthermore the study shows perceptible reflection of political circumstances in media
coverage. During times of tensed political relations media coverage was far less detailed than
in 1748, where Habsburg was very keen on having a peaceful neighbor. References to the 18th
century popular image of the Turk were not found in the media. Media coverage focused
narrowly on reflecting the political rather than the exotic event.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Osmanisches Reich 18. JH Habsburgisch-Osmanische Beziehungen Osmanische Diplomatie
Autor*innen
Thomas Mehmet Wibmer
Haupttitel (Deutsch)
"Der anhero gesandte Gross=Botschafter ..."
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur medialen Darstellung osmanischer Gesandter in Wien im 18. Jahrhundert
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
VIII, 109 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Markus Köhbach
AC Nummer
AC08930976
Utheses ID
16397
Studienkennzahl
UA | 386 | | |
