Detailansicht

Gender construction and American "Free Folk" music(s)
Maximilian Georg Spiegel
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Roman Horak
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.18384
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29872.65468.990466-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese explorative Studie versucht, Geschlecht in heterogenen, dynamischen Feldern amerikanischer Underground- Musik zu verorten. Diese Szenen lassen sich am besten durch ein Nachziehen der sie konstituierenden sozialen Beziehungen beschreiben. Hierbei werden rhizomatische Konzepte (Deleuze / Guattari) mit Bennett und Petersons Szenenbegriff (lokal / translokal / virtuell) verknüpft. Da diese Szenen auf alltäglicher Ebene und durch gleichgesinnte Freund_innen konstituiert werden, lassen sie sich mithilfe von ‚Folk’-Begriffen (via Keenan und Valentine) besprechen. Geschlecht wird als nicht essentiell und als mehrfach relational konzeptualisiert (via Scott und Griesebner). Die Arbeit zieht das Forschungsfeld anhand von Narrationen aus qualitativen / problemzentrierten Interviews, vor allem mit Musiker_innen, nach. Sie kann als analog zum Konzept der ‚minor history’ (Joseph / Kelley) verstanden werden; die Szenen werden in ihrer Heterogenität und Kontingenz besprochen. In acht Subkapiteln wird ein dichtes, heterogenes Netz geknüpft, das Verbindungen zwischen den Resultaten der Interviewauswertung und weiterer Literatur herstellt. Diese Musikszenen wirken sehr offen, sind konstituiert durch Freundschaften und gegenseitige Unterstützung; zwischen der oft perzipierten Kollektivität dieser Szenen und ihrem Interesse an individueller Kreativität besteht eine fruchtbare Spannung. DIY (Do It Yourself)-basierte Kreativität ist relevant. Geschlechterrollen und -beziehungen sind nicht sehr rigid, wenn auch sie selten bewusst in der musikalischen Praxis in Frage gestellt werden. Durch manche dieser Musiken werden Geschlecht und Autorschaft – wenn auch selten explizit – hinterfragt; die Nutzung von Instrumenten ist heterogen und wird normalerweise nicht anhand geschlechtsbezogener Rockmusikstandards bewertet. Nichtsdestotrotz sind manchmal quasi-archaische Muster und Rigiditäten antreffbar. Die Diplomarbeit schließt mit einem Plädoyer für (selbst-)Reflexion auf verschiedenen Ebenen.
Abstract
(Englisch)
This exploratory study attempts to locate gender in heterogeneous, dynamic fields of American underground music that are best described by tracing the complex social relations that constitute them. Rhizomatic concepts (Deleuze / Guattari) are combined with Bennett and Peterson’s scene concept (local / trans-local / virtual). As the scenes are constituted on an everyday level and between like-minded friends, they can be discussed in ‘folk’ terms (via Keenan and Valentine). Gender is conceptualized as not essential and as multiply relational (via Scott and Griesebner). Tracing the field of research along narrations collected through qualitative / problem-centered interviews, mostly with musicians, the thesis can be understood as analogous to the concept of ‘minor history’ (Joseph / Kelley). The scenes are discussed in all their heterogeneity and contingency. Over the course of eight sub-chapters, a dense web is constructed that establishes connections between the results of these qualitative interviews’ analysis and further literature. These scenes appear very open and are constituted through friendship and mutual support; there is a fruitful tension between the scenes’ oft-perceived collectivity and their interest in individual creativity. DIY (Do It Yourself)-based creativity is relevant. Gender roles and relations, while rarely consciously questioned in performance, aren’t very rigid. Through some of these musics, gender and authorship are challenged, although rarely explicitly so; instruments’ use is heterogeneous and usually not measured according to rock music’s gendered standards. Nonetheless, at times quasi-archaic patterns and rigidities are encountered. The thesis closes with a plea for (self-)reflection on numerous levels.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
gender psychedelic music cultural studies minor history rhizome contingency underground music anti-essentialism music scenes DIY
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlecht Psychedelische Musik Cultural Studies minor history Rhizom Kontingenz Undergroundmusik Anti-Essentialismus Musikszenen DIY
Autor*innen
Maximilian Georg Spiegel
Haupttitel (Englisch)
Gender construction and American "Free Folk" music(s)
Paralleltitel (Deutsch)
Geschlechterkonstruktion und amerikanische "Free Folk"-Musiken
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
223 S. : Ill.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Roman Horak
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.45 Musiksoziologie ,
24 Theater, Film, Musik > 24.55 Komponisten, Musiker, Sänger ,
71 Soziologie > 71.31 Geschlechter und ihr Verhalten ,
71 Soziologie > 71.50 Kultursoziologie: Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.44 Sexualität, Geschlecht ,
89 Politologie > 89.99 Politologie: Sonstiges
AC Nummer
AC09351687
Utheses ID
16468
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1