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Die Nahrungsunsicherheit Subsahara Afrikas im Fokus - Politisierungsversuch einer Langzeitkrise
Philipp Salzmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Urlich Brand
DOI
10.25365/thesis.18492
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29151.97804.953261-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Durch die Politisierung der Langzeitnahrungskrise in Subsahara Afrika versucht diese Arbeit systemisch-strukturelle Faktoren für Nahrungsunsicherheit von KleinbäuerInnen zu identifizieren und damit konnotiert zu einer gegen-hegemonialen Diskursivierung der Nahrungskrise beizutragen. Auf Basis der theoretischen Ansätze (Food Regime i.e.) und des Konzeptes der Ernährungssouveränität wird von einem wirkmächtigen neoliberalen Nahrungssystem ausgegangen, dem Prozesse der Enteignung und Entmächtigung bereits strukturell marginalisierter KleinbäuerInnen implizit sind, welche zu Nahrungsunsicherheit führen. Sowohl mittels der kritischen Rekonstruktion von gewordenen Strukturen als auch durch die Reflexion wirkmächtiger AkteurInnen (Weltbank, AGRA, NEPAD, Staat) konnte die Herausbildung eines neoliberalen Nahrungssystems in Subsahara Afrika und deren diskursive Absicherung durch ein modernistisches Entwicklungsparadigma nachgezeichnet werden. Die aus den Strukturanpassungsprogrammen hervorgehende Liberalisierungspolitik der Fallbeispielländer, Uganda und Ghana, bedingte eine Entmächtigung bzw. Enteignung von KleinbäuerInnen und damit zusammenhängend eine Intensivierung ihrer Nahrungsunsicherheit. Diese Ergebnisse können insbesondere auf die Analyse dreier Themenblöcke zurückgeführt werden: die Exportorientierung bzw. –diversifizierung in Uganda; die Auswirkungen von Importfluten auf den Geflügel- und Reissektor Ghanas; Land Grabbings, welche gleichzeitig als Verdichtung wie auch als neoliberaler Bearbeitungsversuch kapitalistischer Mehrfachkrise zu verstehen sind und mit den ugandischen und ghanaischen ruralen Entwicklungsstrategien konform gehen. Es kann festgehalten werden, dass die herausgearbeiteten dominanten Strategien eine Stabilisierung des „Business-as-usual― intendieren, welches sozial und ökologisch definitiv unhaltbar ist.
Abstract
(Englisch)
By the courtesy of the politication of the sub-Saharan African longterm food crisis this diploma thesis tries to identify systemic and structural factors of small holder food insecurity and by that to contribute to a counter-hegemonic discursivation of the food crisis. On the basis of different theoretical approaches (i.a. Food Regime) and the concept of food sovereignty processes of dispossession and disempowerment of already structurally marginalized small holders could be found intrinsic to the neoliberal food system and as causes for food insecurity. Both the critical reconstruction of formed structures as well as the reflection of powerful actors (World Bank, AGRA, NEPAD, state) showed the formation of a neoliberal food system in sub-Saharan Africa and its discursive stabilization due to a modernistic development paradigm. Emerging from the Structural Adjustment Programs the liberalisation policies of the case studies Ghana and Uganda caused the disempowerment respectively dispossession of small holders and thereby intensified their food insecurity. These are the concluding results of the analysis of three different thematic areas: the exportorientation and –diversification within the agricultural sector of Uganda; the impacts of import surges on the rice and poultry sector of Ghana; Land Grabbings that could be simultaneously understood as intersection of and as well as neoliberal ―coping strategies‖ with capitalism´s multiple crisis and complied with the Ugandan and Ghanaian rural development strategies. Concluding it could be said that the analyzed dominant strategies intend the stabilization of the ―business-as-usual‖, which is definitely not sustainable, either socially or ecologically.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
food security food sovereignty food insecurity sub-Saharan Africa food regime neoliberalism Structural Adjustment Programs Ghana Uganda small holders disempowerment dispossession land grabbing
Schlagwörter
(Deutsch)
Nahrungssicherheit Ernährungssouveränität Nahrungsunsicherheit Subsahara Afrika Food Regime Neoliberalismus Strukturanpassungsprogramme Ghana Uganda KleinbäuerInnen Entmächtigung Enteignung Land Grabbing
Autor*innen
Philipp Salzmann
Haupttitel (Deutsch)
Die Nahrungsunsicherheit Subsahara Afrikas im Fokus - Politisierungsversuch einer Langzeitkrise
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
224 S. : Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Brand
Klassifikation
89 Politologie > 89.50 Politische Prozesse: Allgemeines
AC Nummer
AC09012399
Utheses ID
16568
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
