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Kampf um die Jungwähler
die JungwählerInnen-Konzepte der österreichischen Parteien seit der Senkung des Wahlalters im Jahr 2007
Christian Traunwieser
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Peter A. Ulram
DOI
10.25365/thesis.18633
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29687.12588.677264-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit fokussiert auf den österreichischen Kampf um die JungwählerInnen und analysiert die entsprechenden Konzepte der fünf Parlamentsparteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und BZÖ seit der Senkung des Wahlalters im Jahr
2007. Im Rahmen seiner empirischen Forschung erhebt der Autor, wie die einzelnen Kampagnenverantwortlichen den Kampf um die JungwählerInnen bestreiten und
welche Anleihen sie aus der vorhandenen Literatur nehmen. Als theoretische Grundlagen der Arbeit dienen das sozialpsychologische Modell des Wählens nach
Dalton und David Eastons Systemtheorie. Im theoretischen Teil der Diplomarbeit gibt der Autor einen Überblick über politische Kommunikation in Österreich sowie
die Diskussion über das Phänomen der Politikverdrossenheit. Ebenso erfolgen eine Definition des Jugend-Begriffes und eine überblicksmäßige Aufarbeitung vergangener
JungwählerInnen-Aktionen der verschiedenen Parteien.
Die Herantastung an die Frage nach der Beschaffenheit der JungwählerInnen-passiert mittels Triangulation. Die durchgeführten ExpertInneninterviews mit den Kampagnen-Verantwortlichen der einzelnen Parteien werden unterstützt
durch die Analyse von Parteiprogrammen und Partei-Webseiten. Bis auf die FPÖ standen alle Parlamentsparteien für ein Interview zur Verfügung.
Mittels Textanalyse erfolgt die Auswertung des transkribierten Interviewmaterials.
Die schlussendliche Zusammenfassung der Ergebnisse aus ExpertInneninterviews, Programm- und Webseiten-Analyse liefert Erkenntnisse darüber, wie unterschiedlich
die einzelnen JungwählerInnen-Konzepte ausfallen. Zu den zentralen Aussagen zählen unter anderem folgende Feststellungen:
• Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP sind thematisch breiter aufgestellt,
während FPÖ und BZÖ bewusst Nischen wie z.B. das AusländerInnen- Thema besetzen. Die Grünen setzen auf differenzierte Kommunikation und Themenvielfalt.
• Im Kampf um die JungwählerInnen überwiegen Elemente der Personalisierung, des Entertainment und Infotainment sowie der Markenbildung, sodass es zu einer schleichenden De-Thematisierung kommt.
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• Das Internet und Web 2.0-Kanäle spielen eine essentielle Rolle im Kampf um die JungwählerInnen und unterstützen eben genannte Trends durch ihre Technologien teilweise hervorragend.
• Polarisierung spielt vermehrt eine Rolle. Um mediale Aufmerksamkeit zu erregen,riskieren Parteien mitunter auch Skandale, wie die steirische FPÖ mit
ihrem Webspiel „Moschee Baba“.
• Der technologische Fortschritt auf dem Internet-Sektor ermöglicht neue Bottom- Up-Elemente, die von den Parteien auch teilweise eingesetzt werden.
• Die Senkung des Wahlalters hat teilweise eine feinere Zielgruppensegmentierung notwendig gemacht. JungwählerInnen werden von den Parteien zunehmend als wesentliche WählerInnengruppe wahrgenommen – auch im Hinblick
auf die miserable Einstellung vieler junger Menschen gegenüber PolitikerInnen und der Politik allgemein.
Abstract
(Englisch)
The submitted diploma thesis deals with the question, which concepts the Austrian political parties SPÖ, ÖVP, FPÖ, The Greens and the BZÖ use to address young voters in the aftermath of the voting age reduction in 2007. The author wants to explore empirically how Austrian campaign managers try to convince young voters, and if there are analogies between these party concepts and the literature analysed
in the theoretical part of the diploma thesis.
The theoretical basis of the author’s research lies in David Easton’s system theory as well as the sociopsychological model of voting as explained by Russell J. Dalton and his “Funnel of Causality Predicting Vote Choice”. In the theoretical part the author
gives an overview on political communication in Austria and the phenomenon of political moroseness. On the other hand he provides both a definition of adolescents
and an overview on some examples for youth voter campaigns of the Austrian parliament parties.
To deliver serious results the author uses a three-step-procedure: He analyses party
manifestos as well as party websites before he makes expert interviews with the campaign manager of each Austrian parliament party - expect the FPÖ who was not
ready to give an interview.
Each expert interview has been transcribed, for data analysis the author used “text"
Here are some of the results:
• The governing parties SPÖ and ÖVP provide a wider range of issues while
FPÖ and BZÖ use niche issues like immigration. The Greens offer a variety of topics and claim to have more differentiated communication strategies than
the other parliament parties.
• Personalization, entertainment, infotainment and political branding partially lead to a de-thematization of youth voter campaigns.
• The internet and the Web 2.0 are essential tools of youth voter concepts.
They also provide the technological support for some of the trends discussed
above.
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• Polarization also plays an important part in order to get media attention.
However, too much polarization can lead to scandals as well.
• New technologies on the internet facilitate the use of bottom-up-approaches.
• The voting age reduction made it necessary for the Austrian parliament parties to build new target groups or to be more careful when addressing special target groups of young voters. Young Voters have become more important for
the Austrian parties – also due to a growing lack of political interest among young people.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
young voters voting age reduction 2007 concepts to address young voters political moroseness SPÖ ÖVP FPÖ BZÖ Greens
Schlagwörter
(Deutsch)
Jungwähler Jungwählerkonzepte Senkung des Wahlalters Wahlalterssenkung 2007 Wahlrechtsreform 2007 Politikverdrossenheit SPÖ ÖVP FPÖ BZÖ Grüne
Autor*innen
Christian Traunwieser
Haupttitel (Deutsch)
Kampf um die Jungwähler
Hauptuntertitel (Deutsch)
die JungwählerInnen-Konzepte der österreichischen Parteien seit der Senkung des Wahlalters im Jahr 2007
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
240 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter A. Ulram
AC Nummer
AC09020651
Utheses ID
16698
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
