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Die UN Reform 2006 aus Sicht einer UN Sonderorganisation – der Fall UNIDO
Nina Uransek
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ingfrid Schütz-Müller
DOI
10.25365/thesis.18648
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29148.19801.756162-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Schlussfolgerungen dieser Arbeit ergeben sich sowohl aus entsprechenden UNIDO
internen Dokumenten, Gesprächen mit dem Office of the Senior Coordinator for UN System
als auch aus den Erfahrungen, die die Autorin in ihrem Praktikum gemacht hat. Erklären lässt
sich das durch die Tatsache, dass diese Position speziell im Rahmen der UN Reform und der
Delivering as One-Initiative gegründet wurde und somit die aktuellsten Informationen zu
diesem Themengebiet und zur Erfolgsrate der UNIDO im Reform- beziehungsweise DaOProzess
liefern kann.
Als erstes ist festzuhalten, dass die Einführung des Office of the Senior Coordinator for UN
System Coherence eindeutig aufgrund der UN Reform 2006 geschah. Der frühere Feldkoordinator und jetzige Senior Coordinator for UN System Coherence empfahl aufgrund
seiner Erfahrungen mit der UN Reform im Rahmen der Feldkoordination, eine eigene
Position zu kreieren, um die zahlreichen Aufgaben in Bezug auf die Reform, die besonders
nach dem ersten Jahr der Implementierungsphase in den acht Pilotländern stiegen, besser
meistern zu können. Das kann durch seine Tätigkeitsbeschreibung und das laufende Projekt
zur Unterstützung der Rolle der Feldbüros im UNDAF roll-out und DaO-Prozess belegt
werden. Zudem beweist dies auch die Tatsache, dass der Senior Coordinator for UN System
Coherence sowohl als erster als auch fallweise zweiter Repräsentant in allen vier
Arbeitsgruppen beziehungsweise Networks der UNDG vertreten ist und dass er regelmäßig
damit beauftragt wird, die neuen Resident Coordinators und UNDP Resident Representatives
zur UNIDO zu unterrichten.
Das Office of the Senior Coordinator for UN System Coherence zieht in Bezug auf die UN
Reform von 2006 und die Delivering as One-Initiative ein durchaus positives Resümee. Seit
dem der Ansatz 2007 in acht Pilotländern und inzwischen fast 50 so genannten DaO selfstarters
eingeführt wurde, ist er beinahe im ganzen UN System zu business as usual
geworden. Diese Formulierung wurde auch auf der UN Reform-Konferenz in Montevideo im
Dezember 2011 propagiert. Es gibt also keinen Weg zurück. Dennoch war es nicht von
Beginn an ein harmonischer Prozess. Besonders aus Sicht der UNIDO gab es viele Hürden zu
meistern. Einerseits weil große Geberländer nicht sofort bereit waren, die neue Initiative zu
finanzieren, andererseits auch durch die Tatsache, dass die UN Sonderorganisationen nicht
von Anfang an auf Länderebene in den neuen Prozess eingebunden wurden. Da die
sogenannten Executive Committee-Agencies (UNDP, UNICEF, UNFPA und WFP) nach wie
vor hohes Ansehen in den Länderteams und auf globaler UN-Ebene genießen, war es vor
allem für die Sonderorganisationen zu Beginn sehr schwer, sich an den Planungen für das
UNDAF zu beteiligen. Teilweise lag das auch daran, dass man den Sonderorganisationen
vorwarf, mehr Geld vom neu gegründeten One Fund haben zu wollen, als ihnen zustehen
würde. Daraus ergab sich, dass man vereinzelt die Sonderorganisationen zunächst sogar
auszuschließen versuchte.
Belegt werden kann das durch die ersten One Programmes in Mosambik, Ruanda und
Vietnam, worin viele Sonderorganisationen, unter anderem auch UNIDO, nicht vorkamen.
Es gab zwar Zusatzprogramme, in denen Sonderorganisationen ihre Rolle hatten, dennoch
waren diese nicht Kern des UNDAFs.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
UN Reform 2006 UNIDO
Autor*innen
Nina Uransek
Haupttitel (Deutsch)
Die UN Reform 2006 aus Sicht einer UN Sonderorganisation – der Fall UNIDO
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
76, III S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ingfrid Schütz-Müller
Klassifikation
89 Politologie > 89.72 Internationale Organisationen
AC Nummer
AC08969390
Utheses ID
16712
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
