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Von Mao Tse-tung zu Konfuzius?
die Rolle der konfuzianischen Tradition in der Legitimationsstrategie der Kommunistischen Partei China nach 1978
Simon Prossliner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Susanne Weigelin-Schwiedrzik
DOI
10.25365/thesis.18731
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29173.22456.417755-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die, sowohl im medialen als auch akademischen Diskurs, weit verbreitete und dennoch häufig unhinterfragte These einer machtpolitisch motivierten Instrumentalisierung der konfuzianischen Tradition durch die Kommunistische Partei nach 1978. Allerdings wird weniger die Frage untersucht, ob eine politische Neubewertung und Funktionalisierung der konfuzianischen Kulturtradition stattfindet, sondern vielmehr das Ausmaß und der Bedeutungszusammenhang politischer Rückgriffe, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf dem (angeblichen) Sinn derartiger Rückgriffe liegt, nämlich der Legitimation. Um jene Realitätsbedingungen zu analysieren, unter denen eine diskursive, politische Aneignung der konfuzianischen Kulturtradition stattfindet, gliedert sich die Arbeit in zwei Teile. In einem ersten Teil werden der Stand der Forschung dargelegt, darin jene Annahmen verortet, welche zur zuvor angesprochenen These führen, und ein theoretischer Bezugsrahmen für die folgende Argumentation geschaffen. Der zweite Teil setzt sich schließlich mit der Rezeption der konfuzianischen Tradition durch die Kommunistische Partei auseinander und kommt schließlich zu dem Schluss, dass die erwähnte These erhebliche Mängel aufweist. Dreierlei wird deutlich. Erstens zeigt sich, dass im Hinblick auf die Neubewertung der konfuzianischen Tradition durch die Kommunistische Partei nach 1978 nicht von einer historischen Zäsur gesprochen werden sollte, da dieser graduelle Prozess viele intellektuellen Anknüpfungspunkte vor 1978 aufweist. Zweitens kommt die Arbeit zum Schluss, dass jene Indikatoren, welche gemeinhin als Beweis einer Instrumentalisierung der konfuzianischen Tradition durch die Kommunistische Partei angeführt werden, zwar durchaus eindrucksvoll sind, jedoch, in ihrem jeweiligen Sinnzusammenhang betrachtet, nur begrenzt aussagekräftig sind. Drittens ist abschließend festzuhalten, dass die Neubewertung der konfuzianischen Tradition durch die Kommunistische Partei nur im weiteren Kontext des ideologischen Transformationsprozesses und damit im Rahmen des sukzessiven Legitimationswandels nach 1978 zu begreifen ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kommunistische Partei China Konfuzius konfuzianische Philosophie Legitimität Legitimation Ideologie Maoismus Mao Tse-tung
Autor*innen
Simon Prossliner
Haupttitel (Deutsch)
Von Mao Tse-tung zu Konfuzius?
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Rolle der konfuzianischen Tradition in der Legitimationsstrategie der Kommunistischen Partei China nach 1978
Paralleltitel (Englisch)
"From Mao Tse-tung to Confucius"
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
194 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Susanne Weigelin-Schwiedrzik
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.10 Nichtwestliche Philosophie: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.05 Politische Theorie ,
89 Politologie > 89.15 Kommunismus ,
89 Politologie > 89.30 Politische Systeme: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.36 Autoritäre Systeme ,
89 Politologie > 89.53 Politische Kultur ,
89 Politologie > 89.61 Politische Parteien
AC Nummer
AC09012376
Utheses ID
16789
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
