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A comparative study of American and European strategies against terrorism and their impact on the UN’s counter-terrorism work
Philip Cosmo Hanke
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ingfrid Schütz-Müller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.18817
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29389.52475.144455-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit gibt einen Überblick über die Rolle, die die Vereinten Nationen in den Anti-Terrorismus-Strategien und -Politiken der USA und der EU einnehmen. Die Arbeit weist zwei theoretische Ausgangspunkte auf. Der erste befasst sich mit den Veränderungen der Kriegsführung in den vergangen Jahrzehnten. Zur Erläuterung wird die Literatur zu den sogenannten Neuen Kriegen (mit Schwerpunkt auf den Werken von Mary Kaldor und Herfried Münkler) zusammengefasst und diskutiert. Der zweite widmet sich Andrew Guzmans neoinstitutionalistischer Theorie des Völkerrechts und der Internationalen Organisationen. Des Weiteren wird diskutiert, wie es im letzten Jahrzehnt um den Multilateralismus im Allgemeinen und die Vereinten Nationen im Speziellen bestellt war. Hierbei wird vor allem auf Macht und Ohnmacht der UNO in Konflikten wie Ruanda, Darfur und dem damaligen Jugoslawien eingegangen und die damit einhergehenden Konsequenzen für die Rolle der UNO im Kampf gegen den Terrorismus. Der elfte September 2001 hat Terrorismus letztlich endgültig als globale Gefahr etabliert und Reaktion in der gesamten internationalen Gemeinschaft hervorgerufen. Die UNO hat mittels mehrerer institutioneller Schritte auf die veränderte Gefahrenlage reagiert. Allerdings sind die Entwicklungen innerhalb der UNO gezeichnet von Uneinigkeit in der Definition von Terrorismus und in den Vorstellungen von den institutionellen Rahmenbedingungen für einen Kampf gegen Terrorismus auf UN-Ebene. Die Europäische Union hat in den letzten zehn, zwanzig Jahren weitere Einigungsschritte vollzogen. Sie strebt damit eine Rolle als eigenständiger internationaler Akteur an und ist als solcher auch innerhalb des UN-Systems engagiert. Ihre Anti-Terror-Strategie befindet sich eindeutig im Einklang mit den Ansätzen der UNO. Die Vereinigten Staaten haben tendenziell ein schwieriges Verhältnis zur Terrorbekämpfung auf UN-Ebene. Generell herrscht in den USA das Gefühl vor, dass die Institutionen ungeeignet seien, um mit der Herausforderung durch den internationalen Terrorismus umzugehen. Anders als in Europa gab es vor allem während der Bush-Präsidentschaft das Paradigma des Regime Change (die sogenannte Freedom Agenda) und der präemptiven Militäreinsätze. Nichtsdestotrotz nimmt der Multilateralismus eine wichtige Rolle in der amerikanischen Strategie ein, wenngleich vielleicht weniger aus ideologischer Überzeugung und mehr aus pragmatischen, vernünftigen Überlegungen heraus. Abschließend wird eine Konvergenz der Anti-Terrorismus-Strategien festgestellt. Beide Seiten erkennen das Ausmaß der terroristischen Bedrohung, die Wichtigkeit der Vereinten Nationen und anderer internationaler Partner und die Bedeutung der Lösung von regionalen Konflikten, insbesondere des Nahostkonflikts. Insgesamt wird die transatlantische Kooperation „globalisiert“, d.h. auf internationale Organisationen ausgeweitet. Allerdings bleiben die strukturellen Probleme eines Systems, das geschaffen wurde, um zwischenstaatliche Konflikte zu lösen, aber Schwierigkeiten damit hat, Konflikte zwischen Staaten und nicht-staatlichen Akteuren wie terroristischen Gruppen zu lösen, bestehen.
Abstract
(Englisch)
This thesis reviews the role given to the United Nations in American and European strategy concepts against terrorism and their impact on the organization’s work. Its starting point is the premise that warfare in general changed substantially in the last two decades and that terrorism has become a truly transnational issue. To elaborate on this, the literature on “new wars” (principally the writings of Mary Kaldor and Herfried Münkler) is being discussed. The second theoretical starting point is the neo-institutionalist theory of International Law and international organizations as developed by Andrew T. Guzman. Furthermore, this thesis discusses the state of multilateralism in general and especially the United Nations in the last decade. This is being done within the context of the failure of the UN in major conflicts (Rwanda, Darfur, Yugoslavia), the subsequent discredit and the resulting skepticism in regard to a possible role of the UN in counter-terrorism matters. The attacks of September 11, 2001, established terrorism as a significant global threat and led to reactions by the entire international community. By taking several institutional steps, the UN reacted to these developments. Yet, the reforms of the UN are marked by disparities in the definition of terrorism and in the envisioning of an institutional setting for counter-terrorism at the UN-level. The European Union made significant steps towards integration in the last ten to twenty years. It has become an aspiring and independent international actor and is perceived as such within the UN system. Its anti-terrorism strategy is in line with the approaches of the UN. The United States generally has a difficult relationship with the UN with regards to counter-terrorism. In the U.S., the sentiment that the UN institutions are not fit to tackle the challenges is predominant. Unlike Europe and especially during the Bush presidency, there is a prevailing paradigm of regime change (the so-called Freedom Agenda) and the possibility of pre-emptive military strikes. Nevertheless, multilateralism plays an important role in the American strategy, albeit less out of ideological conviction but more out of pragmatism and rationalism. Eventually, a convergence between anti-terrorism strategies can be observed. Both sides of the Atlantic recognize the terrorist threat, the importance of the United Nations and other international partners and the significance of resolving regional conflicts, and especially the Israeli-Arab conflict. Building on a long history of trans-Atlantic cooperation, this partnership has been globalized. What remains in the end nevertheless is the structural problem of an organization that was created to resolve disputes between states and is now challenged to cope with a problem between states and diffuse, trans-national non-state actors, which may or may not be supported or harbored by states.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
UN US EU terrorism
Schlagwörter
(Deutsch)
UNO US EU Terrorismus
Autor*innen
Philip Cosmo Hanke
Haupttitel (Englisch)
A comparative study of American and European strategies against terrorism and their impact on the UN’s counter-terrorism work
Paralleltitel (Deutsch)
Eine vergleichende Untersuchung der amerikanischen und europäischen Strategien gegen Terrorismus und ihrer Auswirkungen auf die Anti-Terrorismus-Arbeit der Vereinten Nationen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
103 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ingfrid Schütz-Müller
Klassifikationen
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.72 Internationale Organisationen ,
89 Politologie > 89.75 Internationale Konflikte: Allgemeines
AC Nummer
AC08974038
Utheses ID
16861
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
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