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Crossmedia TV 2.0
eine Medienanalyse interaktiver TV-Formate im Zeitalter des Social Net
Sebastian Schley
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ramón Reichert
DOI
10.25365/thesis.18840
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29091.84815.972861-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit wissenschaftlichen Theorien und Modellen, praktischen Formen und Ausprägungen sowie der Entwicklungsperspektive eines interaktiven Fernsehens. Als methodische Grundlage der Untersuchung dienen dabei die Ausführungen von Rogers und Goertz, welche die Interaktivität der Massenmedien als ein Kontinuum skizzieren. Basierend auf diesem Verständnis wird das Level-Modell von Hess, Picot und Schmid hinzugezogen, welches sämtliche Fernsehformen in Interaktivitätsstufen kategorisiert und so eine methodische Differenzierung des Spektrums in interaktives lean-foward- und distributives lean-back-TV ermöglicht.
Ferner kann zwischen hybriden und integrierten Systemen des interaktiven Fernsehens unterschieden werden. Obwohl die Interaktivität integrierter Systeme häufig als den hybriden Formaten überlegen definiert wird, lässt sich im direkten Vergleich beider Formen das exakt Gegenteilige feststellen. Gleichzeitig haben sich die einfachen Hybridformate als kommerziell wie quotentechnisch erfolgreich erwiesen, wohingegen sich bis dato keines der komplexen integrierten Systeme auf dem Fernsehmarkt behaupten konnte. Lediglich der integrierten Anwendung Video-on-Demand kommt die Rolle einer möglichen Killer-Applikation zu.
Unter den hybriden Systemen stellt sich insbesondere Crossmedia TV als Erfolgsmodell heraus. Anhand der Parallelnutzung von TV und Web wird ein inzwischen weit verbreitetes Nutzungsverhalten strategisch aufgegriffen und angesprochen. Crossmediale Formate dienen damit der Sicherung und Rückgewinnung der Web-2.0-Generation als Zielgruppe. Dennoch ist es nach wie vor der Sender, der den Rahmen einer Zuschauerinteraktion definiert.
Im weiteren Verlauf der Untersuchung wird die Zukunftsfähigkeit des klassischen lean-back-TV im Zeitalter des Social Net erörtert. Dabei zeigen die vergleichenden Analysen unterschiedlicher Bereiche, dass eine grundlegende Umwandlung des Fernsehens in ein interaktives Pull-Medium nicht zu erwarten ist, da das klassische Fernsehen einen Großteil seiner Attraktivität aus der passiven Rezeption vorgenerierter Inhalte bezieht. Demzufolge wird sich televisuelle Partizipation nur dort durchsetzen, wo das Fernsehen bislang als Stellvertreter der Zuschauer agierte – wie beispielsweise in Talk-Formaten. Die Frage nach der Zukunft des interaktiven Fernsehens kann folglich nur formatspezifisch erörtert werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Interaktives Fernsehen iTV crossmediales Fernsehen Crossmedia Medienkonvergenz Multimedialität Hypermedialität Interaktivitätslevel hybride Systeme integrierte Systeme Push-Prinzip Pull-Prinzip lean-forward lean-back TV-Formate Call-In Televoting SMS2Screen Chat TV Betty TV Video-on-Demand MHP DVB Internet Web 2.0 Peer-to-Peer Prosumer User-generated content Many-to-
Autor*innen
Sebastian Schley
Haupttitel (Deutsch)
Crossmedia TV 2.0
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Medienanalyse interaktiver TV-Formate im Zeitalter des Social Net
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
124 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ramón Reichert
AC Nummer
AC10494444
Utheses ID
16882
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
