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Die wichtigsten Einflussfaktoren von NGOs auf die österreichische Klimapolitik am Beispiel des Verkehrs
Marlene Jandl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Gerhard Clemenz
DOI
10.25365/thesis.2037
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30272.49583.982165-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Wissenschaft ist sich heute weitgehend darüber einig, dass der anthropogene Treibhauseffekt wesentlich zum Klimawandel beiträgt.
Die Menschen brauchen täglich eine große Menge an Energie zum Leben, und diese wird durch die Verbrennung fossiler Ressourcen gewonnen. Dabei entstehen in hohem Ausmaß schädliche Emissionen. Und diese Emissionen verursachen wiederum den anthropogenen Treibhauseffekt. CO2 ist dabei das bedeutendste Treibhausgas.
Die Treibhausgasemissionen entstehen unter anderem in der Industrie, den Haushalten, in der Landwirtschaft, bei der Abholzung von Wäldern und beim Verkehr.
Der Verkehrssektor verzeichnet die höchsten Zuwachsraten an CO2-Emissionen.
Vor allem die Massenmotorisierung in den Industriestaaten trägt einen wesentlichen Teil dazu bei.
Das Einsparungspotential am Verkehrssektor ist enorm. Der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge könnte verringert werden, alternative Kraftstoffe und alternative Antriebsformen könnten eingesetzt werden.
Auch in Österreich wächst der Verkehrssektor kontinuierlich weiter an. Immer mehr Menschen steigen auf einen privaten Pkw um. Das kommt auch daher, dass das österreichische Verkehrsnetz auf Pkws und Lkws zugeschnitten ist. Das Straßennetz ist besser ausgebaut worden, als die Verbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel.
So fällt für viele Österreicher die Wahl des geeigneten Verkehrsmittels auf das Auto: bequemer, schneller, billiger.
Die österreichische Klimapolitik muss die Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll erfüllen. Demnach muss Österreich im Berechnungszeitraum 2008-2012 seine Treibhausgasemissionen um 13% reduzieren. Derzeit sind wir von diesem Ziel noch weit entfernt, denn die Politiker schaffen es nicht, schnell wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase umzusetzen.
Nicht nur die Regierung, sondern allen voran Nichtregierungsorganisationen, haben es sich zum Ziel gemacht, dazu beizutragen, dass die Treibhausgasemissionen gesenkt werden.
In Österreich setzen sich Global 2000 und Greenpeace Österreich für ein besseres Klima ein. Sie wollen der Öffentlichkeit das Problem des Klimawandels näher bringen. Das schaffen sie mit Hilfe von Kampagnen, Protestaktionen und Aufklärungsarbeit durch die Medien. Auf diesem Gebiet waren die NGOs bisher schon sehr erfolgreich. Sie haben es geschafft, die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren und Verständnis zu erzeugen.
Außerdem ist es den Umweltschutzorganisationen sehr wichtig, die Regierung und damit auch mögliche Gesetzesänderungen zum Schutz des Klimas zu beeinflussen. Regierungsvertreter ziehen NGO-Vertreter immer häufiger zu Rate und machen sich das Wissen der Umweltaktivisten zu Nutze.
NGOs versuchen ihrerseits durch Lobbying die Haltung der Politiker zum Thema Klimawandel zu beeinflussen.
Besonders eignet sich dafür das Parkett der Europäischen Union. Durch das Zusammenschließen der nationalen NGOs zu transnationalen Netzwerken, erhöhen sich ihre Chancen sich auf internationalen Konferenzen Gehör zu verschaffen, denn gemeinsam können sie mehr Ressourcen mobilisieren.
Den Nichtregierungsorganisationen wird immer öfter erlaubt, an internationalen Verhandlungen teilzunehmen. Oft dürfen sie dann sogar ihre Meinung kundtun, doch von einem Stimmrecht sind sie noch weit entfernt. Deshalb ist es für die NGOs nur sehr schwer die Klimapolitik direkt zu beeinflussen.
Trotz allem geht die politische Entwicklung in die Richtung, dass die Türen der Verhandlungen auch für nichtstaatliche Akteure geöffnet werden. Die Umweltorganisationen sind für ihre Chance bestens gerüstet und auch bereit sie zu nützen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
NGOs Klimapolitik Verkehr Greenpeace Global 2000 Klimawandel Nichtregierungsorgamisationen
Autor*innen
Marlene Jandl
Haupttitel (Deutsch)
Die wichtigsten Einflussfaktoren von NGOs auf die österreichische Klimapolitik am Beispiel des Verkehrs
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
II, 64 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerhard Clemenz
Klassifikation
83 Volkswirtschaft > 83.99 Volkswirtschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC07107411
Utheses ID
1695
Studienkennzahl
UA | 157 | | |
