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Die römische Identität im spätantiken Italien
Benjamin Bukor
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Pohl
DOI
10.25365/thesis.18929
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30231.07103.573854-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Beeinflusst durch die Erkenntnisse der Sozialwissenschaften kam es in den letzten Jahrzehnten in der Geschichtswissenschaft zu einer kritischen Hinterfragung der kollektiven Identitäten in historischen Quellen. In der Frühmittelalterforschung hat vor allem die Erforschung der Konstruktion der Identitäten „barbarischer“ Völker einen wichtigen Platz eingenommen. Diese führte einerseits zu der Erkenntnis, dass die Bezeichnung von Völkern im Kontext der Spätantike und des Frühmittelalters insofern als relativ zu verstehen ist, als deren Bedeutung der Dynamik sozialer, politischer und wirtschaftlicher Umständen einer bestimmten Zeit und Region unterlagen. Darüber hinaus wurde dargelegt, dass auch die Völker der Antike im Grunde als Bekenntnisgemeinschaften zu verstehen sind. Vor diesem Hintergrund stellt die vorliegende Arbeit die Frage nach der römischen Identität im Italien der Spätantike.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der römischen Identität in Italien anhand ausgewählter Quellen aus dem 4. bis 8. Jahrhundert. Ausgehend von der scheinbar objektiv nachvollziehbaren Unterscheidung zwischen cives Romani und peregrini, und der römischen Abgrenzung von den barbari, wird der Frage nach Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten, an denen sich eine römische Identität festmachen lässt, nachgegangen. Dabei soll gerade auf die Widersprüchlichkeit und die Dynamik, die mit der Konstruktion kollektiver Identitäten einhergeht, ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Im Kontext der Christianisierung des Römischen Reichs, und vor allem der Senatoren, lassen sich genauso gegensätzliche Positionen zur Frage nach den Elementen des Römertums ausmachen, wie unter der Herrschaft gentiler Könige in Italien.
Abstract
(Englisch)
During the last decades, the use of ethnic terms in historical sources has been topic of a large number of scholarly works in various historical fields. The research in early medieval history puts a special focus on the construction of ethnicity of the barbarian ‘gentes’, and has led to the conclusion that ethnic units are far from having persistent characteristics as they are subject to the dynamic of the social, political, and economical circumstances of a certain place and time. Furthermore, it has become clear that ethnic units have to be understood as communities, which are based on subjective commitment rather than on objective differences.
This thesis examines the problem of collective identity in late antiquity and the early Middle Ages using the example of Roman identity. The research on the development of the Roman identity is based on selected sources of the 4th to 8th century. Starting from the legal distinction between ‘cives Romani’ and ‘peregrini’, and the literary antipodes ‘Romani’ and ‘barbari’, the thesis centers on the question, upon which dissociating and unifying elements Roman identity is based. Within this context, the attention will lie on the contradictory and dynamic character of collective identities. These contradictions in the Roman identity can be found in the context of the Christianisation of the Roman Empire and the senatorial class as well as in the context of the different “barbarian” reigns in Italy.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Late Antiquity Early Middle Ages Rom Roman identity
Schlagwörter
(Deutsch)
Spätantike Frühmittelalter Rom Römer /Römische Identität
Autor*innen
Benjamin Bukor
Haupttitel (Deutsch)
Die römische Identität im spätantiken Italien
Paralleltitel (Englisch)
Roman identity in late antique Italy
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
100 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Pohl
Klassifikation
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC09008991
Utheses ID
16962
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
