Detailansicht

Kontroversen um österreichische Heerführer am Beispiel von drei Denkmälern im Wiener Arsenal
Andreas Huber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Karl Vocelka
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.19157
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30410.61500.204859-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit den Kontroversen um drei, im weitesten Sinn, österreichische Heerführer am Beispiel ihrer im Wiener Arsenal stehenden Denkmäler. Bei den dargestellten Persönlichkeiten handelt es sich um Andreas Baumkircher (1420-1471), Albrecht von Wallenstein (1583-1634) und Andreas Hofer (1767-1810). In der Feldherrnhalle des einstigen k. k. Hofwaffemuseums und heutigen Heeresgeschichtlichen Museums befinden sich ihre in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgestellten Statuen. Gemeinsam mit dreiundfünfzig anderen in Carraramarmor verewigten Kriegsfürsten und Feldherren verkörpern sie die Stütze des habsburgisch-österreichischen Ruhmes. Kaiser Franz Joseph (1830-1916) wusste militärische Erfolge der Vergangenheit für sich und seine Dynastie zu nutzen, indem er siegreichen Feldherren in Wien prominente Denkmäler errichten ließ. Es entwickelte sich ein regelrechter Denkmalkult, der im Rückblick auf einstige Triumphe seine Freude fand. Die Porträtstatuen im Arsenal sind ein gutes Beispiel. Bezug nehmend auf die Lebensgeschichten Baumkirchers, Wallensteins und Hofers tauchte aber eine Schwierigkeit auf, die es nicht als selbstverständlich erscheinen lässt, dass diese Heerführer im endgültig umgesetzten Statuenprogramm für die Feldherrnhalle berücksichtigt worden sind. Die drei Männer haben viele Gemeinsamkeiten. Alle errangen unter Habsburger Kaisern bemerkenswerte militärische Erfolge. Im Verlauf ihres Lebens gingen Baumkircher, Wallenstein und Hofer aber ihren eigenen Weg, der von dem des Herrschers abwich. Das blieb nicht ohne Konsequenz. Ein gewaltsamer Tod besiegelte schließlich das Schicksal dieser Heerführer. Die jeweiligen Habsburger Regenten waren an diesem tragischen Ende nicht unbeteiligt. Der eine trug mehr dazu bei, der andere weniger. Das machte die Sache einmal mehr kompliziert, als es im habsburgisch regierten Kaisertum Österreich darum ging, militärische Siege früherer Zeiten mit dem Ruhm des Hauses Habsburg zu verknüpfen. Dabei konnte und wollte Franz Joseph nicht auf Andreas Baumkircher, Albrecht von Wallenstein und Andreas Hofer verzichten. Ihre Denkmäler im Arsenal stellen einen sichtbaren Versuch der vollständigen Rehabilitierung des Ansehens und Rufes dieser von Anschuldigungen nicht unberührt gebliebenen Heerführer dar. Die Entstehungsgeschichten der Feldherrnstatuen und ein Einblick in die Erinnerungskultur des 19. Jahrhunderts machen das deutlich.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Andreas Baumkircher Albrecht von Wallenstein Andreas Hofer Feldherrndenkmäler in Wien Erinnerungsorte Denkmalkultur im 19. Jahrhundert Arsenal
Autor*innen
Andreas Huber
Haupttitel (Deutsch)
Kontroversen um österreichische Heerführer am Beispiel von drei Denkmälern im Wiener Arsenal
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
87 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl Vocelka
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft ,
21 Malerei > 21.75 Denkmalpflege, Stadtbildpflege
AC Nummer
AC09025779
Utheses ID
17166
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1