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Der therapeutische Effekt von Probiotika auf ausgewählte Darmerkrankungen
Nicole Faxa
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Dieter Genser
DOI
10.25365/thesis.19270
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30105.84491.528464-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die Hauptvertreter chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED), sind Krankheiten, deren Ursache bisher noch nicht vollständig geklärt werden konnte. Gleiches gilt auch für das Reizdarmsyndrom (RDS). Sie belasten nicht nur das Wohlbefinden und den Alltag Betroffener enorm, sondern verursachen auch dem Gesundheitswesen hohe Kosten.
Da bis dato keine Heilung dieser Krankheitsbilder möglich ist, stehen Remissionsinduktion und –erhalt im Vordergrund der Behandlung. In der Praxis angewandte Therapien umfassen medikamentöse, diätetische und chirurgische Interventionen sowie alternativmedizinische Maßnahmen.
Da der Einsatz von Medikamenten oft mit hohen Ausgaben und unerwünschten Nebenwirkungen einhergeht, wurden in den letzten Jahren vermehrt Probiotika als neues Therapiekonzept erforscht. Dabei handelt es sich um lebende Mikroorganismen, die durch ihre vielseitigen Eigenschaften einen positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit ausüben können.
Für die Wirkung von Probiotika auf CED und RDS bleibt die Studienlage kontrovers: Einerseits gibt es vielversprechende Hinweise auf einen gesundheitsfördernden Nutzen, andererseits exisitieren auch Arbeiten, die keinen positiven Effekt von Probiotikapräparaten auf die genannten Krankheiten feststellen können.
Heterogenität bei Studiendesign und -qualität sowie individuelle Unterschiede zwischen Probanden erschweren zudem die Interpretation der Resultate. Auch die Frage nach der richtigen Dosierung und optimalen Auswahl der Probiotika bleibt nach wie vor offen.
Es kann daher keine allgemeingültige Empfehlung zur Verwendung von Probiotika bei CED und RDS gegeben werden. Eine Ausnahme stellt das Probiotikum E.coli Nissle 1917 dar. Dessen Einsatz gilt bei Colitis ulcerosa als effektiv. Weitere großangelegte Studien sind dennoch wünschenswert, um Probiotika als potentielle Therapiealternative in der Praxis einzusetzen. Die statistische Auswertung der frei und nicht frei zugänglichen Studien zeigte weder bei CED, noch bei RDS einen signifikanten Unterschied hinsichtlich Probandenanzahl und Interventionsdauer.
Abstract
(Englisch)
The aetiology of crohn’s disease and ulcerative colitis, which are the main forms of chronic inflammatory bowel diseases (IBD), has not been fully explored so far. The same applies to the irritable bowel syndrome (IBS).
These diseases do not only negatively influence the quality of life of the patients, but are also a cause for rising healthcare costs. Since to date there is no cure for these diseases, induction and maintenance of remission are of major importance in the treatment of these conditions. Current practice includes medical treatment, diets and surgeries, as well as methods of alternative medicine.
Drug-induced side-effects and high costs are the disadvantages of medical treatment, so lately research has focused on probiotics, an alternative to conventional therapy. Probiotics are living microorganisms with differing characteristics, which could exert a positive effect on human health.
Data concerning the benefit of probiotics for IBD and IBS are controversial: On one side there is promising evidence for a health-promoting effect of probiotic microorganisms. On the other side there are also studies that were not able to confirm any beneficial effects of probiotics on these diseases.
An interpretation of results of various studies is difficult because of the heterogenity of their design and quality, as well as individual differences in the patient-groups. Moreover, the question of a correct dosage and optimal choice of probiotics still remains unanswered.
As a consequence, no general recommendation concerning the use of probiotics in IBD and IBS can be provided so far. An exception is the bacteria strain E.coli Nissle 1917, which is used to maintain remission of ulcerative colitis and is known to be safe and effective.
In order to use probiotics as a potential therapeutic alternative, further large-scale studies are desirable for clarification.
The statistical evaluation of IBD- and IBS-studies open to the public and of those with restricted access shows no significant difference concerning number of patients or lenght of the study.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Colitis ulcerosa Morbus Crohn Reizdarmsyndrom Probiotika
Autor*innen
Nicole Faxa
Haupttitel (Deutsch)
Der therapeutische Effekt von Probiotika auf ausgewählte Darmerkrankungen
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
87 S. : graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dieter Genser
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC09047346
Utheses ID
17260
Studienkennzahl
UA | 474 | | |
