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Grenzen im Kopf?
Intensivierung des grenzüberschreitenden Dialoges mit Hilfe des Einsatzes sozialer Netzwerke am Beispiel der Grenzregion Waldviertel / Südtschechien
Victoria Anna Kadernoschka
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Duchkowitsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.19312
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29862.92847.208264-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Sozialen Netzwerken wird die Eigenschaft zugeschrieben, die Menschen in aller Welt vernetzen zu können, so dass es für den einzelnen ein Leichtes ist, Kontakte aufzubauen und zu pflegen, egal wo das Gegenüber wohnt. Aus dieser Eigenschaft heraus hat sich auch das Forschungsinteresse generiert: Ist es durch den Einsatz Sozialer Netzwerke auch möglich die Menschen in der Grenzregion Waldviertel/Südtschechien in der Art zu vernetzen, die wiederum zu einem "normalen", gleichberechtigten Miteinander führt? Gleichberechtigtes Miteinander - ohne den sprichwörtlichen Grenzen im Kopf, die durch politisch und gesellschaftlich turbulente Zeiten seit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges kontinuierlich aufgebaut und verfestigt scheinen. Viele Faktoren spielen bei der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung dieser Region eine wichtige Rolle. Wie kam es dazu, dass sich die beiden Nationen voneinander wegbewegt haben? Welche gesellschaftlichen und politischen Faktoren spielen dabei eine Rolle? Welche Rolle kamen Vorurteilen und Stereotypen – wie sie unweigerlich in Gemeinschaften vorherrschen - in dieser Region zu? All diese Fragen spielen im Vorfeld eine wichtige Rolle und wurden durch eine breit angelegte theorienbasierte Literaturanalyse weitestgehend beantwortet, bevor mittels Experteninterview und einem Online-Fragebogen auf die konkrete Fragestellung eingegangen wurde. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Grenzraum Südböhmen/Waldviertel einen Spezialfall auf der historischen Landkarte darstellt. Die Wege der beiden Länder haben sich auf gravierende und oft sehr extreme Weise voneinander weg entwickelt. Erst durch die Mitgliedschaft in der EU sind beide Nationen wieder Teil eines Nationenbundes geworden und somit wieder miteinander verbunden. Doch das scheint heute nicht mehr die Bedeutung zu haben wie noch zur Zeit der Monarchie. Die Wege haben sich nur scheinbar wieder aufeinander zubewegt, die Realität birgt ein anderes Bild: die teilweise idealisierte Vorstellung, Österreich und Tschechien würden sich vor dem Hintergrund der gemeinsamen historisch gewachsenen Vergangenheit wieder vereinigen und die geographischen und geistigen Grenzen für nichtig erklären, wird in absehbarer Zeit und trotz aller politischen und gesellschaftlichen Bemühungen, nicht Realität werden. Die Untersuchung zeigt, dass sich jede Nation auf sich selbst, auf die eigenen Probleme und gesellschaftlichen Umstände, bezieht. Ein Miteinander, das einer Euphorie ähnlich jener nach dem Fall des Eisernen Vorhanges gleich kommt, wird es weder auf politischer noch auf gesellschaftlicher Ebene „von alleine“ nicht geben. Wie die Untersuchung ergeben hat, ist es aber nicht zielführend, eine solche Wiedervereinigung im virtuellen Raum herbeiführen zu wollen. Das reale Leben und dort geknüpfte Bekanntschaften werden nach wie vor bevorzugt. Daher kann der Einsatz von neuen Medien zur Intensivierung des grenzüberschreitenden Dialogs zwar erfolgreich sein, aber nur wenn ihm intensive Bemühungen vorausgehen, die Mitglieder der beiden nationalen Gemeinschaften im realen Leben einander anzunähern. Diese Bemühungen müssen sich in Form von engagierten Initiativen und einem stetigen Kommunizieren mit den Nutzern seitens der Betreiber, aber auch mit einem gesteigerten Interesse der Zielgruppe für soziale Netzwerk UND die Nachbarn auszeichnen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
soziale Netzwerke Facebook Tschechien grenzüberschreitend Dialog Stereotype Gedächtnistheorie Experteninterview Fragebogen
Autor*innen
Victoria Anna Kadernoschka
Haupttitel (Deutsch)
Grenzen im Kopf?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Intensivierung des grenzüberschreitenden Dialoges mit Hilfe des Einsatzes sozialer Netzwerke am Beispiel der Grenzregion Waldviertel / Südtschechien
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
VII, 227 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Duchkowitsch
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien
AC Nummer
AC09022928
Utheses ID
17294
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1