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Das Theater und das Wiener Kaffeehaus
Hans Paller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Hilde Haider-Pregler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.19334
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29631.30926.444753-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Ausgangspunkt der Arbeit „Das Theater und das Wiener Kaffeehaus“ mit den Überkapiteln „Mythos Kaffee: Von der Kaffeepflanze zum Wiener Literatencafé“ (Einführung zum Thema Kaffee), „Kleinkunst und Kaffeehaus im Wien der Dreißiger Jahre“, „Theater ,unterm’ Kaffeehaus – Theater im Souterrain/Kellertheater“, „Theater im Kaffeehaus – Das Cafétheater“ sowie „Theatralität und Kaffeehaus – Thomas Bernhard und das Bräunerhof“ lag in der Herausforderung und im Charme einer gewissen Unschärfe dieses Thema betreffend. Die Umstände dafür liegen auf der Hand, gibt es doch dazu verhältnismäßig wenig Literatur. Obwohl die Konstellation aus Theater und Kaffeehaus teilweise zum Scheitern verurteilt war, hielten verschiedene Persönlichkeiten an deren Durchführung fest: Stella Kadmon mit ihrem 1931 gegründeten „Lieben Augustin“ im Kellergeschoss des Café Prückel (Kapitel Theater „unterm“ Kaffeehaus), die Kleinkunstbewegung der Dreißiger Jahre (Kapitel Kleinkunst und Kaffeehaus), Otto Ander mit seiner 1953 unter dem Café Landtmann gegründeten „Tribüne“ (Kapitel Theater „unterm“ Kaffeehaus), das 1968 von Hilde Berger, Götz Fritsch und Dieter Haspel gegründete Cafétheater (Kapitel Theater im Kaffeehaus) sowie Thomas Bernhard, der wie kaum ein anderer Schriftsteller dermaßen mit einem Wiener Kaffeehaus in Zusammenhang gebracht wird (Kapitel Theatralität und Kaffeehaus). Sie alle hatten eines gemeinsam: Theater ohne Rücksicht auf Konventionen auf einem alternativen Pfad neu zu denken. Die Geschichte des Kaffees beginnt im 9. Jahrhundert im Hochland von Äthiopien. Nach Europa, genauer gesagt nach Venedig, gelangen die sagenumwobenen Kaffeebohnen erst im Jahr 1615, und so kommt es, dass dort 1640 das erste Kaffeehaus Europas eröffnet wird. Nach der Zerschlagung des Kaffeemonopols Südarabiens gab es der Legende nach 1683 das erste Kaffeehaus in Wien, und der Entwicklung der verschiedenen Kaffeehaustypen sowie der Wiener Kaffeehaustradition stand nichts mehr im Weg. Im arabischen Raum war das Kaffeehaus ab dem 17. Jahrhundert teilweise Spielstätte (Produktions- und Aufführungsstätte in einem) und Thema der Volksliteratur. Ähnlich wie später bei der Cafétheaterbewegung stand hier das Publikum bereits in direktem Kontakt zu den Künstlern, denn es gab keine Bühne in dem Sinn, und Dekoration, Kostüme oder Requisiten waren nur spärlich vorhanden. Die arabische Volkskunst bildete eine Art Gegenpol zur höfischen Kunst, die Cafétheaterbewegung stellte sich dem hoch subventionierten Theaterapparat entgegen. Beide Versuche scheiterten letztendlich, der eine Mitte des 20. Jahrhunderts an der Einführung neuer Medien in die Cafés, der andere bereits nach wenigen Jahren am Entschluss, ein eigenes, fixes Haus zu bespielen. Die Ära der Stella Kadmon im Untergeschoss des Café Prückel ist längst vorbei, auch wenn die Räumlichkeiten unter dem Namen „KiP“ bis dato zur Verfügung stehen. Otto Anders „Tribüne“ kämpft seit 2002 unter einer neuen Leitung weiter. Dem Phänomen des Scheiterns am Traum „Theater und Kaffeehaus“ versucht diese Arbeit auf den Grund zu gehen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Symbiose aus Theater und Kaffeehaus in Wien
Autor*innen
Hans Paller
Haupttitel (Deutsch)
Das Theater und das Wiener Kaffeehaus
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
124 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hilde Haider-Pregler
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.06 Theatergeschichte ,
24 Theater, Film, Musik > 24.13 Theatergattungen, Theatersparten ,
24 Theater, Film, Musik > 24.29 Theater: Sonstiges
AC Nummer
AC09035234
Utheses ID
17307
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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